Microsoft könnte den Xbox Game Pass 2027 deutlich stärker umbauen als bisher angenommen. Ein neues Gerücht spricht von niedrigeren Preisen, einem werbefinanzierten Tarif und einer komplett neuen Struktur. Gleichzeitig könnte ausgerechnet das Feature verschwinden, mit dem Microsoft den Dienst jahrelang beworben hat: Neue Spiele sollen möglicherweise nicht mehr direkt am Veröffentlichungstag im Game Pass landen.
Noch ist davon nichts offiziell bestätigt. Die Informationen stammen vom ResetEra Moderator Slayven, der nach Angaben des Insiders Nate the Hate allerdings bereits frühere Änderungen am Game Pass korrekt vorab kannte. Entsprechend interessant ist das Gerücht, auch wenn die genannten Preise und Termine weiterhin mit Vorsicht behandelt werden sollten.
Neue Spiele möglicherweise nicht mehr direkt im Game Pass
Die größte Veränderung betrifft die bisherigen Day One Veröffentlichungen.
Nach den aktuellen Angaben sollen neue Spiele zwischen Februar und April 2027 nicht mehr automatisch direkt zum Release in den Game Pass aufgenommen werden. Damit würde Microsoft einen der wichtigsten Unterschiede zu konkurrierenden Abo Diensten deutlich abschwächen.
Gerade große Veröffentlichungen aus den Xbox Game Studios waren über Jahre ein zentraler Bestandteil der Game Pass Strategie. Spieler konnten Titel zum Start spielen, ohne sie zusätzlich kaufen zu müssen.
Genau dieses Versprechen könnte künftig deutlich eingeschränkt werden.
Microsoft hat allerdings schon in diesem Jahr erste Anzeichen für einen Strategiewechsel gezeigt. Neue Call of Duty Veröffentlichungen wurden bereits stärker vom klassischen Game Pass Modell entkoppelt. Das aktuelle Gerücht würde diesen Kurs nun erheblich ausweiten.
Game Pass soll dafür wieder günstiger werden
Der Wegfall der Day One Spiele soll offenbar mit niedrigeren Preisen verbunden werden.
Laut Slayven könnte der reguläre Game Pass ohne Werbung künftig 19,99 US Dollar pro Monat kosten. Zusätzlich sei ein günstigerer Tarif mit Werbung für 12,99 US Dollar vorgesehen.
Daneben soll es möglicherweise eine weitere Variante für 14,99 US Dollar geben, die Zugriff auf den Spielekatalog und Online Multiplayer verbindet.
Auch der reine Online Multiplayer könnte dem Gerücht zufolge zukünftig separat für 10,99 US Dollar angeboten werden.

Dass Microsoft grundsätzlich über neue Modelle nachdenkt, wäre keine Überraschung. Bereits im Februar hatten wir darüber berichtet, dass das Unternehmen verschiedene neue Game Pass Modelle prüft.
Damals hieß es allerdings noch, größere Veränderungen seien für 2026 eher nicht zu erwarten. Ein grundlegender Umbau im Jahr 2027 würde deshalb durchaus zu diesem Zeitplan passen.
Auch Cloud Gaming könnte aus dem Abo verschwinden
Noch überraschender ist eine weitere angebliche Änderung.
Xbox Cloud Gaming soll dem Gerücht zufolge nicht mehr automatisch Bestandteil der normalen Game Pass Abonnements sein.
Stattdessen könnte Microsoft das Streaming als zusätzlich buchbares Paket anbieten. Genannt werden 5,99 US Dollar für 25 Stunden Cloud Nutzung.
Auch eine Familienoption soll möglicherweise als Zusatzpaket für weitere 5,99 US Dollar pro Monat angeboten werden.
Gerade beim Cloud Gaming gibt es allerdings einen Punkt, der das Gerücht etwas fragwürdiger macht. Microsoft hat erst kürzlich Änderungen an den verfügbaren Streaming Stunden angekündigt. Ein kompletter Wechsel zu einem separaten Zusatzpaket kurz danach wäre deshalb ein überraschend schneller Strategiewechchsel. Auch Wccftech weist auf diesen Widerspruch hin.
Microsoft steht beim Game Pass unter Druck
Dass Microsoft überhaupt über deutlich stärkere Änderungen nachdenken könnte, hat einen nachvollziehbaren Hintergrund.
Der Game Pass wurde in den vergangenen Jahren mehrfach teurer. Gleichzeitig wurde das Angebot umgebaut und in verschiedene Tarifstufen aufgeteilt.
Die Preiserhöhungen kamen bei vielen Spielern nicht gut an.
Im Juni hatten wir bereits darüber berichtet, dass der Xbox Game Pass nach einer deutlichen Preiserhöhung Millionen Abonnenten verloren haben soll.
Schon im April gab es zudem Hinweise darauf, dass Microsoft selbst mit der aktuellen Preisstruktur nicht vollständig zufrieden ist. Damals berichteten wir über Aussagen, wonach der Xbox Game Pass inzwischen für viele Spieler zu teuer geworden sein könnte.
Ein günstigeres und flexibleres Modell würde daher grundsätzlich zur bisherigen Entwicklung passen.
Die entscheidende Frage wäre allerdings, wie attraktiv Game Pass ohne garantierte Day One Veröffentlichungen noch bleibt.
Genau damit hat Microsoft den Game Pass groß gemacht
Der Spielekatalog alleine war nie das einzige Verkaufsargument des Dienstes.
Microsoft hat über Jahre damit geworben, eigene große Veröffentlichungen direkt zum Start in Game Pass anzubieten. Gerade bei Spielen, die regulär 70 oder 80 Euro kosten, konnte ein einziges großes Day One Spiel bereits einen erheblichen Teil des Jahrespreises rechtfertigen.
Fällt dieser Vorteil weg, verändert sich die Position des Dienstes erheblich.
Game Pass würde stärker zu einem klassischen Spielekatalog werden, bei dem neue Veröffentlichungen erst später hinzukommen.
Damit würde sich Microsoft gleichzeitig etwas stärker einem Modell annähern, das PlayStation Spieler bereits von PlayStation Plus Extra und Premium kennen. Sony veröffentlicht seine großen First Party Spiele normalerweise nicht direkt zum Start im Abo.
Microsoft hatte sich mit genau dieser Strategie bislang bewusst davon abgegrenzt.
Nate the Hate bestätigt das Gerücht nicht direkt
Bei der Einordnung der Meldung ist ein Detail besonders wichtig.
Insider Nate the Hate hat nicht bestätigt, dass die genannten Preise und Änderungen tatsächlich beschlossen wurden.
Er verweist lediglich darauf, dass Slayven bereits Informationen zu früheren Game Pass Änderungen hatte, die sich später als korrekt erwiesen. Laut Nate verfügt dessen Quelle deshalb offensichtlich über Kenntnisse zu internen Vorgängen bei Microsoft. Ob der aktuell genannte Zeitplan und sämtliche Details unverändert umgesetzt werden, bleibt offen.
Bis Microsoft selbst neue Tarife ankündigt, sollten insbesondere die konkreten Preise und der angebliche Wegfall sämtlicher Day One Veröffentlichungen deshalb als Gerücht betrachtet werden.
Sollten sich die Informationen allerdings bestätigen, wäre es eine der größten Veränderungen in der Geschichte des Xbox Game Pass.
Der Dienst könnte zwar wieder günstiger werden, gleichzeitig aber genau den Vorteil verlieren, der ihn für viele Spieler überhaupt erst besonders attraktiv gemacht hat.
Quelle:https://www.resetera.com/threads/rumor-leak-how-gamepass-will-work-next-year.1633327/
Lass uns deine Meinung in den Kommentaren wissen.







