Die Rückkehr nach Raccoon City war kein spontaner Entschluss. Wie jetzt bekannt wurde, befand sich Resident Evil Requiem bereits seit rund sechs Jahren in Entwicklung. In einem Interview mit dem japanischen PlayStation Blog hat Regisseur Koshi Nakanishi erstmals detaillierte Einblicke in die lange und teils turbulente Entstehungsgeschichte des neuen Serienteils gegeben.
Entwicklung begann im Hintergrund
Laut Nakanishi starteten die ersten Arbeiten an Resident Evil Requiem bereits um das Jahr 2020 – zunächst in sehr kleinem Rahmen. Die Konzeptphase lief parallel zum Abschluss von Ethans Geschichte in Resident Evil 7 sowie während der Entwicklung von Resident Evil Village. Zu diesem Zeitpunkt existierten lediglich frühe Ideen und Entwürfe.

Fokuswechsel: Zurück zum Singleplayer
Besonders interessant ist die Bestätigung, dass Resident Evil Requiem ursprünglich andere Ansätze verfolgte. Frühere Gerüchte über Online-Elemente und ein offeneres Spieldesign stellten sich als zutreffend heraus – wurden jedoch später verworfen.
Vor rund drei Jahren entschied sich das Team bewusst für ein reines Einzelspieler-Erlebnis. Damit verschwanden Mehrspieler- und Online-Konzepte vollständig aus dem Projekt. Dieser Schritt ermöglichte es Nakanishi, eine klare kreative Vision umzusetzen, während sich Morimasa Sato zeitgleich auf Resident Evil Village konzentrierte.
Rückkehr zu den Wurzeln der Serie
Obwohl die Abenteuer von Ethan Winters bei Kritikern und vielen Spielern gut ankamen, gab es immer wieder Stimmen, die eine stärkere Anbindung an die klassische Serienhandlung vermissten. Dazu zählen zentrale Elemente wie Umbrella, STARS oder Albert Wesker.
Nakanishi äußerte sich dazu offen:
Die Geschichten von RE7 und RE8 wurden bewusst so geschrieben, dass sie sich von der in RE6 etablierten Handlung entfernten. Wir fanden, dass es an der Zeit war, diese Erzählstränge wieder aufzugreifen.
Dieser Gedanke führte letztlich zur bewussten Rückkehr nach Raccoon City – jenem Ort, der für viele Fans bis heute als Herzstück der Reihe gilt. Ziel sei es, modernes Gameplay mit der Atmosphäre und dem Erzählstil der frühen Teile zu verbinden.
Release ohne Demo – aber mit starkem Interesse
Capcom plant aktuell, keine spielbare Demo zu Resident Evil Requiem zu veröffentlichen. Dennoch scheint dies dem Interesse keinen Abbruch zu tun. Laut Entwicklerangaben haben die Vorbestellungen bereits die Erwartungen übertroffen.
Resident Evil Requiem soll am 27. Februar erscheinen. Mit der Rückkehr nach Raccoon City und dem klaren Fokus auf klassischen Survival-Horror positioniert sich der Titel als bewusster Schritt zurück zu den Wurzeln der Serie.
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Quelle:
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Es ist interessant zu lesen, dass die Entwicklung so lange gedauert hat. Ich finde es gut, dass sie sich wieder auf den Einzelspieler konzentrieren. Mal sehen, wie das Spiel wird.