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Mass Effect 5 könnte über 200 Millionen Dollar kosten und ein BioWare Gründer sieht trotzdem Hoffnung

Nach der Schließung von BioWare und der Einstellung von Mass Effect 5 kämpfen zahlreiche Fans um die Zukunft der Science-Fiction-Reihe. Jetzt hat sich BioWare-Mitgründer Trent Oster zu den möglichen Kosten einer Rettung geäußert. Seine Schätzung zeigt, wie schwierig ein Neustart werden könnte. Gleichzeitig hält er eine günstigere Lösung durchaus für möglich.

Die Zukunft von Mass Effect bleibt ungewiss. Nachdem Electronic Arts im Oktober 2026 die Schließung von BioWare und das Ende der Entwicklung des nächsten Serienteils bekannt gegeben hatte, formierte sich unter dem Hashtag #SaveMassEffect eine internationale Fanbewegung. Ihr Ziel ist es, EA entweder zur Fortsetzung der Reihe zu bewegen oder die Rechte an ein anderes Entwicklerstudio zu übertragen.

Nun hat sich Trent Oster, einer der Mitgründer von BioWare, zu den wirtschaftlichen Herausforderungen eines möglichen Neustarts geäußert. Nach seiner Einschätzung könnte ein neues Mass Effect mehr als 200 Millionen US-Dollar kosten.

Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine offizielle Budgetangabe, sondern um eine grobe Schätzung auf Grundlage vergleichbarer moderner Spieleproduktionen.

Mass Effect 5 müsste höchste AAA Erwartungen erfüllen

Oster erklärte auf der Plattform X, dass vor allem die Erwartungen der Fans eine entscheidende Rolle spielen würden.

Wer die Marke Mass Effect wiederbeleben möchte, müsse sich darüber im Klaren sein, dass die Spieler ein technisch und spielerisch hochwertiges AAA-Rollenspiel erwarten.

Als grobe Größenordnung nennt er deshalb ein Entwicklungsbudget von mindestens 200 Millionen US-Dollar. Eine solche Investition müsse wirtschaftlich gut begründet sein.

Aus seiner Sicht wäre dafür eine langfristige Strategie für die gesamte Marke notwendig. Ein einzelner neuer Serienteil könnte unter diesen Voraussetzungen ein erhebliches finanzielles Risiko darstellen.

Entscheidend ist jedoch eine weitere Aussage des Entwicklers: Oster glaubt, dass sich ein überzeugendes Mass Effect möglicherweise auch mit einem kleineren Budget umsetzen ließe.

Voraussetzung wären ein erfahrenes Team, eine disziplinierte Entwicklung und ein klar definiertes Konzept.

Damit widerspricht er der Vorstellung, dass eine erfolgreiche Rückkehr zwangsläufig mehrere Hundert Millionen Dollar verschlingen müsste.

BioWare ist geschlossen und die Fans wollen Mass Effect retten

Die Diskussion folgt auf eine der einschneidendsten Entscheidungen in der jüngeren Geschichte von Electronic Arts.

Am 21. Oktober 2026 bestätigte EA offiziell die Schließung des traditionsreichen Entwicklerstudios BioWare. Gleichzeitig wurde die Arbeit am nächsten Mass Effect eingestellt.

Für die Reihe bedeutete das einen schweren Rückschlag. Seit der ersten Ankündigung im Dezember 2020 hatten Fans auf neue Informationen über den Nachfolger gewartet.

Über die Entscheidung und die möglichen Auswirkungen haben wir bereits in unserem Artikel Mass Effect wird eingestellt und BioWare geschlossen berichtet.

Die Reaktionen auf das Aus ließen nicht lange auf sich warten.

Unter dem Hashtag #SaveMassEffect versuchen Unterstützer seitdem, Electronic Arts zu einer Neubewertung der Entscheidung zu bewegen. Eine entsprechende Online-Petition hat inzwischen mehr als 300.000 Unterschriften gesammelt.

Die Bewegung verfolgt zwei wesentliche Ziele: Entweder EA finanziert künftig wieder ein Mass-Effect-Spiel oder das Unternehmen ermöglicht einem anderen Entwickler die Fortsetzung der Reihe.

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Allerdings besitzt Electronic Arts weiterhin die Rechte an Mass Effect. Eine Verpflichtung, diese zu verkaufen oder zu lizenzieren, besteht nicht.

Auch konkrete Verhandlungen mit möglichen neuen Entwicklungspartnern sind bislang nicht bekannt.

BioWare Mitgründer würde gerne frühere Entwickler zurückholen

Bemerkenswert ist, dass Oster nicht nur über mögliche Entwicklungskosten spricht.

Bereits zuvor hatte er öffentlich seine Unterstützung für #SaveMassEffect zum Ausdruck gebracht. Die große Beteiligung der Community wecke bei ihm sogar den Wunsch, einige Mitglieder der ursprünglichen Entwicklerteams wieder zusammenzubringen.

Daraus lässt sich allerdings noch kein konkretes Vorhaben ableiten. Oster hat weder die Gründung eines neuen Mass-Effect-Studios angekündigt noch eine Finanzierung oder Vereinbarung mit Electronic Arts bestätigt.

Seine Aussagen zeigen vielmehr, dass die Marke auch unter ehemaligen BioWare-Mitarbeitern weiterhin Interesse hervorruft.

Ein mögliches Vorbild für die erfolgreiche Fortsetzung einer bekannten Rollenspielreihe durch ein anderes Studio liefert Baldur’s Gate 3.

Larian Studios gelang es, eine traditionsreiche Marke nach langer Pause mit großem kommerziellem und kritischem Erfolg zurückzubringen.

Ob sich ein vergleichbares Modell auf Mass Effect übertragen ließe, hängt jedoch vor allem von den Rechten, der Finanzierung und der Bereitschaft von Electronic Arts ab.

Die wirtschaftliche Hürde bleibt gewaltig

Die von Oster genannten 200 Millionen Dollar verdeutlichen, wie aufwendig die Entwicklung moderner großer Rollenspiele geworden ist.

Ein Projekt dieser Größenordnung benötigt nicht nur zahlreiche Entwickler, sondern auch umfangreiche Arbeiten an Grafik, Animationen, Vertonung, Spielsystemen und Qualitätssicherung.

Zusätzlich können Marketing und Vertrieb erhebliche Kosten verursachen. Welche Ausgaben bei Osters Schätzung konkret berücksichtigt wurden, ist allerdings nicht bekannt.

Selbst bei einem niedrigeren Entwicklungsbudget müsste ein neues Mass Effect ausreichend Käufer erreichen, um die Investition zu rechtfertigen.

Hinzu kommt, dass nach der Schließung von BioWare zunächst ein geeignetes Entwicklerteam gefunden oder neu aufgebaut werden müsste.

Für Fans bleibt die Situation deshalb schwierig. Die starke Unterstützung für #SaveMassEffect zeigt, dass weiterhin Interesse an der Reihe besteht. Sie garantiert jedoch keine wirtschaftlich tragfähige Fortsetzung.

Electronic Arts hat bislang weder einen neuen Entwickler angekündigt noch konkrete Pläne für ein weiteres Mass-Effect-Spiel vorgestellt.

Die jüngsten Aussagen von Trent Oster liefern damit zumindest einen interessanten Ansatz: Eine Rückkehr der Reihe wäre aus seiner Sicht grundsätzlich denkbar, müsste aber sowohl kreativ als auch finanziell sorgfältig geplant werden.

Ob EA einer solchen Lösung irgendwann zustimmt, bleibt offen.

Lass uns deine Meinung in den Kommentaren wissen.

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