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The Expanse Osiris Reborn überrascht mit ungewöhnlichem RPG System und jede Herkunft macht einen Unterschied

Owlcat Games hat neue Einblicke in die Entwicklung von The Expanse: Osiris Reborn veröffentlicht. Im Rahmen des IGN Fan Fest präsentierte das Studio ein Entwicklertagebuch, das eine ungewöhnliche Besonderheit des kommenden Science-Fiction-Rollenspiels zeigt. Denn die Herkunft der eigenen Spielfigur soll nicht nur einige Dialoge verändern. Wer aus dem Asteroidengürtel stammt, versteht eine eigene Sprache, kann bestimmte Informationen entschlüsseln und erhält Zugang zu Gesprächsmöglichkeiten, die anderen Charakteren zunächst verschlossen bleiben.

Für die Umsetzung arbeitet Owlcat Games eng mit Fachleuten zusammen, die bereits an der bekannten TV-Serie The Expanse beteiligt waren. Ziel ist es, die Kultur der sogenannten Gürtler möglichst glaubwürdig in das Action-RPG zu übertragen.

Eine eigene Sprache wird zum Gameplay Element

Im Mittelpunkt des neuen Entwicklertagebuchs steht Lang Belta, auch als Gürtler-Kreol bekannt.

Dabei handelt es sich um eine fiktive Sprache, die innerhalb des The-Expanse-Universums von den Bewohnern des Asteroidengürtels und der äußeren Planeten gesprochen wird.

Die Besonderheit: Lang Belta ist nicht einfach nur eine Sammlung erfundener Wörter.

Der Linguist Nick Farmer entwickelte die Sprache ursprünglich für die Fernsehserie und ließ sich dabei von zahlreichen realen Sprachen inspirieren.

Zu den Einflüssen gehören unter anderem Englisch sowie romanische, germanische, slawische, asiatische, afrikanische und nahöstliche Sprachen.

Dadurch soll deutlich werden, dass die Gürtler aus ganz unterschiedlichen kulturellen Hintergründen stammen und über Generationen eine eigene Identität entwickelt haben.

In The Expanse: Osiris Reborn bleibt diese Besonderheit nicht auf die Atmosphäre beschränkt.

Die Sprache kann unmittelbare Auswirkungen darauf haben, welche Informationen Spieler erhalten und wie andere Figuren auf sie reagieren.

Gürtler verstehen Dinge die anderen verborgen bleiben

Bereits bei der Charaktererstellung entscheiden Spieler, ob ihre Hauptfigur von der Erde, vom Mars oder aus dem Asteroidengürtel stammt.

Diese Wahl ist deutlich mehr als ein kosmetischer Hintergrund.

Entscheidet man sich für einen Gürtler, beherrscht der Charakter automatisch Lang Belta.

Dadurch können beispielsweise Gespräche zwischen anderen Gürtlern verstanden werden, deren Bedeutung für Figuren von der Erde oder vom Mars nicht ohne Weiteres zugänglich ist.

Auch zusätzliche Dialogoptionen und besondere Gelegenheiten sollen sich daraus ergeben.

Ein Gürtler könnte deshalb schneller an Informationen gelangen oder eine Situation auf eine Weise lösen, die einem anderen Charakter zunächst nicht offensteht.

Hinzu kommt die soziale Komponente.

Wer die Sprache beherrscht und mit den kulturellen Gepflogenheiten vertraut ist, kann bei anderen Gürtlern leichter Vertrauen gewinnen.

Charaktere von der Erde oder vom Mars müssen sich diese Anerkennung dagegen erst erarbeiten.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass ihnen sämtliche entsprechenden Inhalte dauerhaft versperrt bleiben. Vielmehr sollen andere Voraussetzungen und Gesprächsmöglichkeiten entstehen.

Wie stark sich diese Unterschiede auf vollständige Missionen auswirken, wird sich erst im fertigen Spiel zeigen.

Sogar die Handbewegungen besitzen eine Bedeutung

Besonders aufwendig ist die Umsetzung der Körpersprache.

In der Welt von The Expanse haben die Gürtler nicht nur eine eigene gesprochene Sprache entwickelt, sondern auch zahlreiche typische Handzeichen und Gesten.

Diese entstanden ursprünglich aus den Lebensbedingungen im Weltraum.

Wer mit einem klobigen Raumanzug und einem Helm arbeitet, kann Gesichtsausdrücke oder gesprochene Worte nicht immer problemlos erkennen.

Bestimmte Bewegungen erleichtern deshalb die Verständigung.

Über Generationen wurden sie zu einem festen Bestandteil der Kultur.

Gürtler verwenden ihre Gesten inzwischen auch dann, wenn sie Englisch sprechen.

Für das Entwicklerteam bedeutete das eine zusätzliche Herausforderung: Nicht nur die Wörter müssen stimmen, sondern auch die Bewegungen der Figuren.

Owlcat arbeitet mit Experten der TV Serie zusammen

Um die Eigenheiten der Gürtler glaubwürdig umzusetzen, holte sich Owlcat Games Unterstützung von Nick Farmer.

Der Linguist hatte Lang Belta bereits für die TV-Adaption entwickelt und kennt die sprachlichen Besonderheiten des Universums entsprechend genau.

Zusätzlich arbeitet das Studio mit Roberto Campanella zusammen, der auf Gestik und Motion Capture spezialisiert ist.

Die ursprüngliche Idee der Entwickler klang zunächst vergleichsweise einfach.

Man wollte eine Sammlung typischer Gürtler-Gesten erstellen und diese anschließend den NPCs zuweisen.

Schnell stellte sich allerdings heraus, dass das nicht ausreicht.

Denn dieselbe Bewegung kann abhängig von der Situation etwas völlig anderes vermitteln.

Entscheidend sind unter anderem die Intensität, der emotionale Zustand und die Absicht der sprechenden Person.

Eine wütende Geste muss anders aussehen als eine freundliche Begrüßung oder eine beiläufige Bemerkung.

Außerdem bemerkte das Team, dass bestimmte Bewegungen während des Motion Captures gut funktionierten, im fertigen Spiel aber weniger deutlich wirkten.

Unterschiedliche Körperproportionen, Kameraperspektiven und Lichtverhältnisse können entscheidende Details verändern.

Deshalb mussten einzelne Bewegungen überarbeitet und neu choreografiert werden.

Nicht jeder Gürtler spricht gleich

Eine weitere Herausforderung ist die soziale Vielfalt innerhalb des Asteroidengürtels.

Denn auch dort gibt es unterschiedliche Lebensbedingungen, persönliche Hintergründe und gesellschaftliche Unterschiede.

Deshalb möchte Owlcat vermeiden, dass sämtliche Gürtler exakt dieselben Wörter und Gesten verwenden.

Stattdessen soll das Verhalten zur jeweiligen Figur passen.

Ein Charakter, der überwiegend mit Menschen von der Erde zusammenarbeitet, könnte beispielsweise anders sprechen als jemand, der sein ganzes Leben in einer abgelegenen Gürtler-Siedlung verbracht hat.

Auch der Wechsel zwischen Englisch und Lang Belta soll bewusst eingesetzt werden.

Dabei spielt eine Rolle, mit wem gesprochen wird und welche Absicht hinter dem Gespräch steht.

Solche Details könnten dazu beitragen, dass die NPCs nicht lediglich wie austauschbare Questgeber wirken, sondern eine eigene kulturelle Identität besitzen.

Ob diese Unterschiede während des normalen Spielverlaufs tatsächlich deutlich wahrnehmbar sind, lässt sich anhand des Entwicklertagebuchs noch nicht abschließend beurteilen.

Herkunft und Entscheidungen sollen eng zusammenhängen

Der neue Einblick passt zur bisherigen Ausrichtung von The Expanse: Osiris Reborn.

Owlcat Games hatte bereits im August erklärt, dass die persönliche Herkunft und Entscheidungen der Spieler erhebliche Auswirkungen auf das Abenteuer haben sollen.

Auch Beziehungen zur eigenen Crew und bestimmte Missionen könnten sich dadurch unterschiedlich entwickeln.

In unserem Artikel The Expanse Osiris Reborn macht Entscheidungen zum Kern des Abenteuers hatten wir diese Systeme bereits ausführlicher vorgestellt.

Das neue Entwicklertagebuch liefert nun ein konkretes Beispiel dafür, wie solche Unterschiede innerhalb der Spielwelt funktionieren könnten.

Die Sprache eines Charakters ist damit nicht nur ein Bestandteil seiner Hintergrundgeschichte, sondern eröffnet tatsächliche spielerische Möglichkeiten.

Auch das könnte den Wiederspielwert erhöhen.

Wer das Abenteuer zunächst als Marsianer erlebt, könnte bei einem zweiten Durchgang als Gürtler andere Informationen erhalten und bestimmte Begegnungen aus einer neuen Perspektive betrachten.

Ein Science Fiction RPG mit Mass Effect Ambitionen

The Expanse: Osiris Reborn ist ein Third-Person-Action-RPG im bekannten Universum der Romane und Fernsehserie.

Spieler übernehmen die Rolle eines Söldners von Pinkwater Security, der auf der Eros-Station in eine folgenschwere Katastrophe gerät.

Anschließend muss eine eigene Crew zusammengestellt werden, um eine größere Verschwörung aufzudecken.

Neben Gesprächen und Entscheidungen stehen Echtzeitkämpfe, verschiedene Fähigkeiten und die Beziehungen zu den Begleitern im Mittelpunkt.

Erste Gameplay-Szenen zeigen eine Mischung aus Erkundung, Deckungskämpfen und der Unterstützung durch Crewmitglieder.

Bereits auf der Gamescom präsentierte Owlcat eine umfangreichere Mission auf Ganymed, die zunächst mit einer verdeckten Infiltration beginnt und später in einen gefährlichen Kampf umschlägt.

Die Einzelheiten dazu findet ihr in unserem Artikel The Expanse Osiris Reborn zeigt neues Gameplay und auf Ganymed geht alles schief.

Mit der besonderen Gürtler-Kultur möchte Owlcat dem bekannten Spielprinzip nun zusätzliche Tiefe verleihen.

Wann erscheint The Expanse Osiris Reborn auf PS5?

Das Science-Fiction-Rollenspiel soll im Frühjahr 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erscheinen.

Die Steam-Produktseite nennt inzwischen das zweite Quartal 2027 als geplanten Veröffentlichungszeitraum.

Ein konkreter Erscheinungstag wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Eine spielbare Beta ist bereits für Unterstützer bestimmter Founder-Pakete verfügbar.

Das neue Entwicklertagebuch zeigt nun, dass Owlcat Games nicht nur an umfangreichen Kämpfen und Entscheidungen arbeitet, sondern viel Aufwand in die Glaubwürdigkeit seiner Spielwelt investiert.

Gerade die Sprache und Körpersprache der Gürtler könnten dafür sorgen, dass die Wahl zwischen Erde, Mars und Asteroidengürtel tatsächlich einen spürbaren Unterschied macht.

Ob die Entwickler dieses Versprechen über das gesamte Abenteuer hinweg einlösen, wird sich 2027 zeigen.

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