Wien lässt sich ab sofort auch vom heimischen Sofa aus erkunden. Mit der neuen Vienna Expansion für City Transport Simulator 2026 haben die Entwickler von ViewApp eine umfangreiche Erweiterung veröffentlicht, die Spieler in die österreichische Hauptstadt führt. Statt mit einem Sportwagen oder zu Fuß durch die Straßen zu ziehen, übernimmt man hier das Steuer einer Straßenbahn oder eines Linienbusses. Besonders beeindruckend ist der Aufwand hinter der neuen Spielwelt: Mehr als 1.000 Gebäude wurden nach realen Vorbildern nachgebildet.
Die Erweiterung ist seit dem 13. Oktober 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erhältlich. Dabei geht es nicht um eine frei befahrbare Nachbildung der gesamten Stadt, sondern um bestimmte reale Verkehrsverbindungen mit originalgetreuen Fahrzeugen, bekannten Sehenswürdigkeiten und einem eigens gestalteten Straßenverkehr.
Wien wird erstmals zum Schauplatz des Spiels
Bisher spielte City Transport Simulator 2026 hauptsächlich in der fiktiven Stadt Tramau.
Mit der Vienna Expansion verlassen die Entwickler diese Umgebung erstmals und widmen sich einer tatsächlich existierenden europäischen Metropole.
Die Wahl fiel auf Wien, das mit seinem dichten öffentlichen Verkehrsnetz und seinen bekannten Straßenbahnen besonders gut zu einem solchen Simulationsspiel passt.
Drei reale Linien bilden den Mittelpunkt der Erweiterung.
Spieler können die Straßenbahnlinie 37 zwischen Schottentor und Hohe Warte übernehmen. Hinzu kommt die Linie 38, die ebenfalls am Schottentor beginnt und nach Grinzing führt.
Wer lieber Bus fährt, bekommt mit der Linie 35A von Spittelau nach Salmannsdorf eine weitere bekannte Wiener Verbindung.
Die Strecken sollen sich nicht nur durch ihre Fahrzeuge unterscheiden, sondern auch durch ihre Umgebung und den Ablauf des Verkehrs.
Gerade die Mischung aus dicht bebauten Stadtbereichen, engeren Straßen und ruhigeren Abschnitten dürfte für abwechslungsreiche Fahrten sorgen.
Mehr als 1.000 Gebäude wurden nachgebaut
Besonders viel Arbeit soll in die Darstellung der österreichischen Hauptstadt geflossen sein.
Laut Entwickler wurden für die neue Karte mehr als 1.000 Gebäude nach realen Vorbildern erstellt.
Hinzu kommen Straßenverläufe, Haltestellen, bekannte Bauwerke und weitere Details, die Wien wiedererkennbar machen sollen.
Dabei verwenden die Entwickler unterschiedliche Referenzmaterialien, darunter eigene Fotografien und Geodaten.
Auch der Straßenverkehr und Fußgänger sind Teil der Simulation.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Wien vollständig und in jedem Stadtteil befahrbar ist.
Die Erweiterung konzentriert sich auf ausgewählte Linien und deren Umgebung.
Für einen Verkehrssimulator ist das nachvollziehbar, weil hier nicht allein die Größe der Karte zählt.
Ebenso wichtig sind korrekte Haltestellen, glaubwürdige Straßenverläufe und Fahrzeuge, die sich möglichst realistisch bedienen lassen.
Wiener Straßenbahnen und Busse sind ebenfalls dabei
Passend zur Stadt bekommen Spieler mehrere Fahrzeuge, die an den tatsächlichen Wiener Nahverkehr angelehnt sind.
Dazu gehören die Niederflurstraßenbahnen ULF A und ULF B.
Auch zwei Varianten des Mercedes-Benz Citaro C2 sind enthalten: ein normaler Linienbus und ein Gelenkbus.
Die Fahrzeuge verfügen über detaillierte Fahrerarbeitsplätze, bedienbare Elemente und passende Geräuschkulissen.
Auch das typische Design der Wiener Linien wurde berücksichtigt.
Gerade für Fans öffentlicher Verkehrsmittel dürfte dieser Wiedererkennungswert ein wichtiger Bestandteil des Spiels sein.
Schließlich macht es einen Unterschied, ob man irgendeinen Bus durch eine beliebige Stadt steuert oder ein bekanntes Fahrzeug auf einer tatsächlich existierenden Route bewegt.
Wie präzise Fahrverhalten, Bremsen und sämtliche Bedienelemente umgesetzt wurden, lässt sich allein anhand der Ankündigung allerdings nicht vollständig beurteilen.
Dafür wäre ein ausführlicher Praxistest notwendig.
Sogar Nachtbusfahrten durch Wien sind möglich
Die Vienna Expansion beschränkt sich nicht auf Fahrten bei Tageslicht.
Zusätzlich gibt es die Nachtbuslinie N35, die zwischen Nußdorfer Straße und Salmannsdorf verkehrt.
Dabei verändert sich nicht nur die Beleuchtung der Spielwelt.
Auch der Verkehr und das Fahrgastaufkommen sollen sich der nächtlichen Situation anpassen.
Weniger Fahrzeuge auf den Straßen, ruhigere Haltestellen und größere Abstände zwischen den Fahrten sorgen für eine andere Atmosphäre.
Gerade diese kleinen Unterschiede könnten das Fahrerlebnis abwechslungsreicher machen.
Während am Tag der normale Linienbetrieb mit entsprechendem Verkehrsaufkommen im Mittelpunkt steht, müssen Spieler nachts mit anderen Bedingungen umgehen.
Die Entwickler wollen dadurch zeigen, dass sich ein und dieselbe Stadt zu unterschiedlichen Tageszeiten deutlich anders anfühlen kann.
Ein echtes Wiener Straßenbahndepot wurde ebenfalls nachgebaut
Eine weitere Besonderheit ist die Remise Gürtel.
Dabei handelt es sich um ein reales Straßenbahndepot in Wien, das im Spiel im Maßstab 1:1 nachgebildet wurde.
Das Gelände umfasst ungefähr zwei Hektar und besitzt mehrere Hallen, Gleisanlagen und weitere Betriebsgebäude.
Für die Umsetzung nutzte das Entwicklerteam unter anderem eigene Fotos, Kartenmaterial und zusätzliche Aufnahmen aus der Umgebung.
Nach Angaben der Entwickler halfen sogar Mitarbeiter vor Ort mit weiteren Detailbildern, um die virtuelle Nachbildung zu verbessern.
Gerade solche Hintergründe zeigen, wie viel Recherche in einem scheinbar kleinen Simulator-Projekt stecken kann.
Anders als bei einer klassischen Open World kommt es hier darauf an, vertraute Orte möglichst genau wiederzugeben.
Wer die echten Straßen und Bahnanlagen kennt, dürfte deshalb besonders viele Details wiedererkennen.
Kostenlose Verbesserungen für alle Spieler
Parallel zur neuen Erweiterung haben die Entwickler Update 2026.3.0 veröffentlicht.
Die Aktualisierung ist kostenlos und richtet sich an sämtliche Besitzer von City Transport Simulator 2026.
Darin stecken verschiedene Verbesserungen an Fahrzeugen, Steuerung und Darstellung.
Unter anderem wurden Geräusche einzelner Straßenbahnen angepasst und kleinere optische Veränderungen vorgenommen.
Auch die Unterstützung von Lenkrädern wurde verbessert.
Hinzu kommen frühere Hinweise auf bevorstehende Haltestellen sowie eine optimierte Verteilung der Fahrgäste auf die verschiedenen Fahrzeugtüren.
Außerdem wurde das Beleuchtungssystem überarbeitet und es gibt weitere Anpassungen an den Grafikeinstellungen.
Einige Fehler an Türen, beschlagenen Scheiben und Fahrzeugfunktionen wurden ebenfalls behoben.
Damit profitieren auch Spieler von dem Update, die die neue Wien-Erweiterung nicht kaufen möchten.
Was kostet die neue Wien Erweiterung?
Die Vienna Expansion wird für 49,99 Euro angeboten.
Wer das Hauptspiel noch nicht besitzt, kann alternativ zur City Transport Simulator 2026 Vienna Edition greifen.
Diese enthält das Basisspiel und die neue Erweiterung für 69,99 Euro.
Besitzer des entsprechenden Season Pass erhalten die Vienna Expansion ohne zusätzlichen Einzelkauf.
Die Inhalte sind für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC verfügbar.
Damit richtet sich die Erweiterung nicht nur an klassische Simulationsfans, sondern auch an Konsolenspieler, die gerne einmal etwas anderes ausprobieren möchten.
Der Preis ist für eine zusätzliche Karte allerdings nicht gerade niedrig.
Ob sich die Investition lohnt, hängt vor allem davon ab, wie intensiv man die angebotenen Linien fahren möchte und wie wichtig einem die authentische Umsetzung ist.
Ein ungewöhnliches PS5 Spiel mit viel Liebe zum Detail
City Transport Simulator 2026 dürfte nicht zu den Spielen gehören, die regelmäßig große Gaming-Schlagzeilen machen.
Gerade deshalb ist die Wien-Erweiterung bemerkenswert.
Statt immer größere Fantasy-Welten oder spektakulärere Action zu versprechen, konzentrieren sich die Entwickler auf etwas vergleichsweise Alltägliches: echte Buslinien, Straßenbahnen und den öffentlichen Nahverkehr einer bekannten europäischen Hauptstadt.
Die mehr als 1.000 nachgebildeten Gebäude, die originalgetreuen Fahrzeuge und das detaillierte Straßenbahndepot zeigen, welchen Aufwand das Team dafür betreibt.
Für Spieler, die Wien kennen oder sich für Verkehrssimulationen interessieren, könnte die Erweiterung deshalb besonders reizvoll sein.
Die Vienna Expansion ist seit dem 13. Oktober für PS5, Xbox Series X|S und PC erhältlich.
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Kleine Simulatoren haben oft viel Liebe zum Detail. Ob sich der Kauf lohnt, weiß ich noch nicht.
Schön, dass die Erweiterung für PS5, Xbox und PC erscheint. 1.000 nachgebaute Gebäude sind beeindruckend.
Dass ULF und Citaro dabei sind, gefällt mir. Mehr Infos zur Lenkrad-Unterstützung wären noch gut.
Gut für Wien-Fans. Ich würde gerne sehen, wie realistisch Bremsen und Steuerung umgesetzt sind.
Die Remise Gürtel im Maßstab 1:1 klingt beeindruckend. Dass es ein kostenloses Update gibt, ist positiv.
Nachtbusse sind eine nette Idee. Der Preis von 49,99 Euro wirkt für mich aber etwas hoch.
Klingt interessant. Viele Gebäude sind nachgebaut. Ich würde gern ausprobieren, wie sich das Fahren anfühlt.