NewsStarfield bekommt endlich nahtlose Planetenlandungen und ein einzelner Entwickler macht es möglich

Starfield bekommt endlich nahtlose Planetenlandungen und ein einzelner Entwickler macht es möglich

Einer der größten Kritikpunkte an Starfield könnte bald der Vergangenheit angehören – zumindest auf dem PC. Ein unabhängiger Entwickler arbeitet an einer umfangreichen Modifikation, mit der Spieler erstmals ohne sichtbare Ladebildschirme vom Weltraum direkt auf die Oberfläche eines Planeten fliegen können. Die ersten Gameplay-Aufnahmen erinnern an No Man’s Sky und zeigen eine Funktion, die sich zahlreiche Starfield-Spieler bereits seit der ursprünglichen Veröffentlichung gewünscht haben.

Hinter dem Projekt steht Frederik Wessberg, ein dänischer Musiker, Tontechniker und Softwareentwickler. Rund sechs Monate hat er bislang an der Mod gearbeitet. Jetzt präsentiert er erstmals ausführliche Einblicke in sein Projekt, das nicht nur die Landungen verändert, sondern auch die Darstellung ganzer Planeten grundlegend überarbeitet.

Starfield soll endlich Landungen wie in No Man’s Sky ermöglichen

Seit der Veröffentlichung im September 2023 wird Starfield regelmäßig für seine zahlreichen Ladebildschirme kritisiert.

Besonders auffällig sind die Übergänge zwischen Weltraum und Planetenoberfläche. Wer auf einem Planeten landen möchte, wählt normalerweise einen geeigneten Ort aus und wird anschließend über eine kurze Ladeanimation zum Ziel gebracht.

Ein direkter Flug aus dem Orbit bis auf die Oberfläche ist im ursprünglichen Spiel nicht möglich.

Genau hier setzt die neue Modifikation von Frederik Wessberg an.

Sein Projekt soll ermöglichen, ein Raumschiff durch die Atmosphäre zu steuern und schließlich direkt auf einem Planeten oder Mond zu landen.

Dabei können Spieler entscheiden, ob sie den Anflug selbst übernehmen oder einen Autopiloten verwenden möchten.

Besonders interessant ist, dass sich die Spielfigur während eines automatischen Landeanflugs frei innerhalb des Raumschiffs bewegen können soll.

Damit wäre es beispielsweise möglich, durch die Fenster zu beobachten, wie sich die Planetenoberfläche langsam nähert, während das Schiff selbstständig seinen Weg fortsetzt.

Auch Landungen auf Wasserflächen sind nach Angaben des Entwicklers möglich.

Entwickler baut die Darstellung kompletter Planeten neu auf

Dass diese Funktion nicht einfach mit einer kleinen Anpassung umgesetzt werden kann, liegt an der technischen Struktur von Starfield.

Im Weltraum werden Planeten normalerweise nur vereinfacht dargestellt. Aus großer Entfernung reicht diese Darstellung aus, um eine glaubwürdige Himmelskörper-Kulisse zu erzeugen.

Fliegt man jedoch näher heran, stößt das System an seine Grenzen.

Wessberg erklärt, dass die ursprüngliche Darstellung unter anderem auf Texturen und vereinfachten atmosphärischen Effekten basiert.

Um einen vollständigen Landeanflug zu ermöglichen, musste er deshalb die Darstellung der Planeten innerhalb des Weltraums weitgehend neu entwickeln.

Seine Lösung nutzt dreidimensionale Modelle und greift auf bereits vorhandene Daten des Spiels zurück.

Dazu gehören Informationen über Landschaften, Klimazonen, Oberflächenstrukturen und die Zusammensetzung der Atmosphäre.

Auch die Position eines Planeten innerhalb seines Sonnensystems spielt bei der Berechnung eine Rolle.

Dadurch sollen die Himmelskörper aus unterschiedlichen Entfernungen glaubwürdig aussehen, ohne dass Spieler plötzlich auf eine flache Textur zufliegen.

Wetter, Wolken und atmosphärische Effekte werden simuliert

Die neue Modifikation geht deutlich über das bloße Entfernen einer Ladeanimation hinaus.

Während des Landeanflugs sollen Spieler durch dreidimensionale Wolkenschichten fliegen können, die auf den jeweiligen Wetter- und Klimadaten des Planeten basieren.

Auch Gewitter, Blitze und Polarlichter gehören zu den geplanten visuellen Effekten.

Hinzu kommen die Beleuchtung der Nachtseite eines Planeten, Schatten großer Wolkenformationen und die Darstellung unterschiedlicher Landschaftstypen.

Selbst die Atmosphäre wird anhand ihrer Zusammensetzung berücksichtigt, damit sich Licht und Farben möglichst nachvollziehbar verhalten.

Besonderen Aufwand betreibt Wessberg beim Eintritt in die Atmosphäre.

Dabei entstehen Hitzeeffekte am Raumschiff, die den Eindruck vermitteln sollen, dass die Außenhülle durch die Reibung mit der Atmosphäre stark erhitzt wird.

Auch Rückstände auf der Oberfläche des Schiffs werden dargestellt.

Zusätzliche Anzeigen im Cockpit sollen den Flug unterstützen und Informationen über den aktuellen Zustand des Raumschiffs liefern.

In den ersten Demonstrationsaufnahmen wirkt der Übergang zwischen Weltraum und Planetenoberfläche dadurch wesentlich zusammenhängender als im ursprünglichen Spiel.

Technisch bleibt eine wichtige Einschränkung bestehen

Trotz der beeindruckenden Präsentation ist die Modifikation kein vollständiger Umbau der Starfield-Engine.

Wie Wessberg in einer technischen Erklärung erläutert, kann die Creation Engine weiterhin nicht einfach die Weltraumumgebung und eine Planetenregion gleichzeitig vollständig simulieren.

Stattdessen arbeitet er mit einem Übergang zwischen den entsprechenden Spielbereichen.

Ab einer bestimmten Höhe wird festgelegt, in welcher Region das Raumschiff landen soll. Anschließend erfolgt der Wechsel zur jeweiligen Planetenumgebung.

Die Herausforderung besteht darin, diesen Vorgang so umzusetzen, dass Spieler keinen störenden Ladebildschirm wahrnehmen.

Damit unterscheidet sich die Lösung technisch von einer vollständig durchgehend simulierten Planetenwelt.

Für das Spielerlebnis könnte das Ergebnis dennoch einen erheblichen Unterschied machen.

Wie zuverlässig dieser Übergang bei unterschiedlichen Planeten, Wetterbedingungen und Landepositionen funktioniert, muss sich allerdings erst in ausführlicheren Tests zeigen.

Die Community reagiert begeistert auf das Projekt

Auf Reddit stößt die erste Präsentation bereits auf großes Interesse.

Zahlreiche Nutzer zeigen sich überrascht, dass eine einzelne Person eine so umfangreiche Veränderung an Starfield entwickelt.

Andere fragen sich, weshalb Bethesda eine vergleichbare Funktion bislang nicht selbst integriert hat.

Dabei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass für eine offizielle Umsetzung deutlich andere Anforderungen gelten.

Ein Entwicklerstudio muss neue Funktionen auf sämtlichen unterstützten Plattformen testen, mit bestehenden Spielsystemen abstimmen und langfristig warten.

Eine unabhängige Modifikation kann dagegen experimentellere Wege gehen und bestimmte Einschränkungen akzeptieren.

Auch Wessberg selbst weist darauf hin, dass seine Umsetzung zusätzliche Rechenleistung benötigt.

Nach seinen bisherigen Angaben strebt er einen Leistungsbedarf an, der ungefähr 25 Prozent über dem ursprünglichen Spiel liegt.

Ob dieses Ziel erreicht wird, ist derzeit noch nicht unabhängig überprüft.

Free Lanes hatte die Weltraumreisen bereits verbessert

Die neue Modifikation baut auf einer Entwicklung auf, die Bethesda selbst im Frühjahr 2026 angestoßen hat.

Mit dem kostenlosen Free-Lanes-Update wurden die Möglichkeiten zur Erkundung des Weltraums deutlich erweitert.

Spieler können seitdem innerhalb eines Sternensystems freier zwischen unterschiedlichen Himmelskörpern reisen.

Während dieser Flüge sind zusätzliche Begegnungen möglich. Außerdem können Spieler Zeit mit ihrer Crew verbringen und verschiedene Aktivitäten an Bord ausführen.

Über diese Änderungen hatten wir bereits in unserem Artikel Starfield für PlayStation 5 mit Terran Armada und Free Lanes Update berichtet.

Die direkte Verbindung zwischen Weltraum und Planetenoberfläche blieb allerdings weiterhin eine Einschränkung.

Wessbergs Projekt soll genau diese Lücke schließen.

Bereits zuvor waren kleinere Modifikationen erschienen, die beispielsweise das Abheben von Planeten ohne einen sichtbaren Ladebildschirm ermöglichen.

Die neue Umsetzung verfolgt jedoch einen umfangreicheren Ansatz und konzentriert sich besonders auf den vollständigen Landeanflug.

PS5 Spieler müssen auf die Mod verzichten

Für PlayStation-Spieler gibt es bei aller Begeisterung eine wichtige Einschränkung.

Die Modifikation wird zunächst ausschließlich für die PC-Version von Starfield entwickelt.

Sie benötigt den Starfield Script Extender, kurz SFSE, der tiefere Eingriffe in die Spieltechnik ermöglicht.

Diese Erweiterung steht auf der PlayStation 5 nicht zur Verfügung.

Damit können Besitzer der PS5-Version die neue Landefunktion vorerst nicht nutzen.

Starfield erschien am 7. April 2026 erstmals für Sonys Konsole und erhielt gleichzeitig das große Free-Lanes-Update sowie die Erweiterung Terran Armada.

Inzwischen plant Bethesda weitere Inhalte für das kommende Jahr. Bereits im September hatten wir über die Starfield-Pläne für 2027 und zusätzliche Gameplay-Verbesserungen berichtet.

Ob Bethesda langfristig selbst eine vergleichbare Landefunktion entwickelt, ist derzeit nicht bekannt.

Auch eine offizielle Umsetzung der Community-Mod für Konsolen wurde nicht angekündigt.

Wann erscheint die neue Starfield Mod?

Ein konkreter Veröffentlichungstermin steht bislang nicht fest.

Frederik Wessberg bezeichnet sein Projekt weiterhin als laufende Entwicklung und möchte zunächst weitere Arbeiten abschließen.

Die Modifikation soll nach der Fertigstellung kostenlos über Nexus Mods angeboten werden.

Interessierte Spieler können die Entwicklung bereits anhand eines veröffentlichten Demonstrationsvideos verfolgen.

Der rund sechsmonatige Entwicklungsaufwand und die umfangreichen technischen Änderungen zeigen jedenfalls, dass es sich um deutlich mehr als eine einfache kosmetische Anpassung handelt.

Für PC-Spieler könnte die Mod eine der interessantesten Erweiterungen des bisherigen Starfield-Erlebnisses werden.

Bis zur Veröffentlichung bleiben allerdings Fragen zur Stabilität, zur Leistung und zur Kompatibilität mit anderen Modifikationen offen.

Das erste gezeigte Material vermittelt bereits einen Eindruck davon, wie sich die Erkundung des Weltraums verändern könnte, wenn Landungen künftig ohne sichtbare Unterbrechung möglich sind.

Lass uns deine Meinung in den Kommentaren wissen.

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?

Amazon

Jetzt einkaufen und unterstützen

*Unsere Seite enthält Affiliate-Links zu Amazon. Ihr unterstützt uns durch eure Einkäufe, ohne dass zusätzliche Kosten für euch anfallen.

Weitere News