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PS5 Spiele mit DLSS 5: Entwickler zeigt überraschende neue Möglichkeiten

PlayStation-Spiele lassen sich jetzt erstmals über eine experimentelle Remote-Play-Anwendung mit NVIDIA DLSS 5 darstellen. Der Entwickler der beliebten Drittanbieter-Software PXPlay hat eine neue Windows-Testversion veröffentlicht, die gleich drei KI-Technologien zur Verbesserung der Bildqualität unterstützt. Neben DLSS 5 Neural Rendering gehören auch DLSS 4.5 Super Resolution und RTX Video Super Resolution zum Funktionsumfang. Damit eröffnen sich für PS5- und PS4-Spieler interessante neue Möglichkeiten, ihre Spiele auf einem leistungsfähigen PC darzustellen.

Eine wichtige Einschränkung gibt es allerdings: Die Technologie läuft nicht direkt auf der PlayStation. Stattdessen verarbeitet ein angeschlossener Windows-PC das bereits übertragene Videosignal und verbessert dessen Darstellung mithilfe einer NVIDIA-Grafikkarte.

PXPlay bringt DLSS 5 erstmals zu PlayStation Remote Play

Hinter der Entwicklung steht der Programmierer mit dem Nutzernamen grill2010, der seine neue Version am 9. Oktober 2026 auf Reddit vorgestellt hat.

Die Anwendung PXPlay ermöglicht bereits seit mehreren Jahren, PlayStation-Spiele über das Netzwerk auf unterschiedlichen Geräten wiederzugeben. Dabei handelt es sich um eine unabhängige Alternative zu Sonys offizieller Remote-Play-Software.

Mit der experimentellen Version 3.1.0 erweitert der Entwickler die Möglichkeiten nun deutlich.

Erstmals können bestimmte NVIDIA-Technologien unmittelbar auf den empfangenen Remote-Play-Stream angewendet werden.

Zur Auswahl stehen drei unterschiedliche Verfahren, die jeweils andere Schwerpunkte setzen.

DLSS 4.5 Super Resolution soll die Auflösung des übertragenen Bildes erhöhen und für eine schärfere Darstellung sorgen.

RTX Video Super Resolution konzentriert sich dagegen auf die Verbesserung komprimierter Videoinhalte. Dabei können unter anderem störende Bildartefakte und unsaubere Kanten reduziert werden.

Die technisch auffälligste Neuerung ist DLSS 5 Neural Rendering. Dieses Verfahren nutzt ein KI-Modell, um das empfangene Bild zusätzlich zu bearbeiten und dessen visuelle Darstellung zu verändern.

DLSS 5 kann das Aussehen von PS5 Spielen verändern

Besonders interessant ist die Integration von DLSS 5.

Anders als klassische Upscaling-Verfahren beschränkt sich die Technologie nicht ausschließlich auf eine höhere Bildauflösung.

Das KI-Modell kann auch die Darstellung einzelner Bildbereiche beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise Oberflächenstrukturen, Beleuchtung und die wahrgenommene Detailtiefe.

Der PXPlay-Entwickler hat dafür verschiedene Darstellungsprofile integriert, mit denen sich das Ergebnis verändern lässt.

Zusätzlich stehen Einstellungen zur Verfügung, um die Intensität der Verarbeitung und weitere Bildeigenschaften anzupassen.

Damit können Nutzer selbst entscheiden, ob sie eine zurückhaltendere Bildverbesserung bevorzugen oder stärkere visuelle Veränderungen ausprobieren möchten.

Allerdings ist nicht jede Veränderung automatisch eine Verbesserung.

Da DLSS 5 das ursprüngliche Bild teilweise neu interpretiert, können einzelne Details anders aussehen als von den Spieleentwicklern vorgesehen.

Gerade bei Spielen mit einem bewusst stilisierten Grafikdesign dürfte deshalb nicht jede Einstellung gleichermaßen geeignet sein.

Welche NVIDIA Grafikkarten werden benötigt?

Die neue PXPlay-Testversion stellt unterschiedliche Anforderungen an die Hardware.

Für DLSS 5 Neural Rendering wird nach Angaben des Entwicklers eine Grafikkarte der NVIDIA GeForce RTX 50-Serie benötigt.

Zusätzlich sind ein geeigneter Grafiktreiber und eine passende DLSS-5-Laufzeitdatei erforderlich, die Nutzer derzeit noch selbst bereitstellen müssen.

Der Grund dafür ist, dass NVIDIA die endgültige offizielle Entwicklungsumgebung für DLSS 5 noch nicht veröffentlicht hat.

Wesentlich zugänglicher sind die beiden anderen Verfahren.

DLSS 4.5 Super Resolution funktioniert bereits mit Grafikkarten ab der GeForce RTX 20-Serie. Dasselbe gilt für RTX Video Super Resolution.

Beide Funktionen benötigen keine zusätzliche manuelle Bereitstellung einer DLSS-5-Laufzeitdatei.

Die experimentelle Version setzt grundsätzlich Windows 10 oder Windows 11 in der 64-Bit-Ausführung voraus.

Für DLSS 5 und DLSS 4.5 wird außerdem die Direct3D-12-Grafikschnittstelle verwendet. RTX Video kann zusätzlich mit Direct3D 11 und Vulkan genutzt werden.

Entwickler zeigt direkten Bildvergleich

Eine praktische Neuerung ist die integrierte Vergleichsansicht.

PXPlay kann den ursprünglichen Remote-Play-Stream und das durch KI bearbeitete Bild gleichzeitig darstellen.

Dafür wird der Bildschirm in zwei Bereiche aufgeteilt. Eine verschiebbare Trennlinie ermöglicht den direkten Vergleich während des laufenden Spiels.

So können Nutzer erkennen, wie stark einzelne Einstellungen das Bild tatsächlich verändern.

Das ist besonders bei DLSS 5 sinnvoll, da die KI-Verarbeitung nicht immer ausschließlich zusätzliche Schärfe erzeugt, sondern auch den visuellen Charakter einer Szene beeinflussen kann.

Der Entwickler hat außerdem ein Demonstrationsvideo veröffentlicht, in dem die unterschiedlichen Verfahren anhand eines echten PlayStation-Streams gezeigt werden.

Die Ergebnisse lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres auf jedes Spiel übertragen.

Je nach Bildinhalt, Bewegung, Kompression und gewählter Auflösung können die Unterschiede deutlich ausfallen oder vergleichsweise gering bleiben.

Warum die PS5 dadurch nicht plötzlich mehr Leistung bekommt

Bei der neuen Technik ist eine klare Unterscheidung besonders wichtig.

PXPlay verändert nicht die Rechenleistung der PlayStation 5 und greift auch nicht in die Grafikberechnung des eigentlichen Spiels ein.

Die Konsole führt das Spiel weiterhin mit den gewohnten technischen Einstellungen aus.

Anschließend wird das Bild über Remote Play an den PC übertragen. Erst dort verarbeitet die NVIDIA-Grafikkarte den empfangenen Videostream.

Das bedeutet auch, dass DLSS 5 nicht automatisch eine höhere native Bildrate auf der PS5 ermöglicht.

Läuft ein Spiel auf der Konsole beispielsweise mit 30 Bildern pro Sekunde, verwandelt die neue Upscaling-Funktion es nicht in ein tatsächlich mit 60 FPS berechnetes Konsolenspiel.

Die neue Lösung ist deshalb vor allem für Spieler interessant, die ihre PlayStation regelmäßig über einen PC-Monitor verwenden und bereits eine geeignete NVIDIA-Grafikkarte besitzen.

KI Upscaling wird auch bei Sony immer wichtiger

Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der künstliche Intelligenz bei der Darstellung von PlayStation-Spielen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Sony setzt bei der PS5 Pro bereits auf PlayStation Spectral Super Resolution, kurz PSSR.

Für die normale PlayStation 5 wurde inzwischen außerdem die neue QSSR-Technologie vorgestellt, die Bilddetails ebenfalls mithilfe künstlicher Intelligenz rekonstruieren soll.

Über die Einführung hatten wir bereits in unserem Artikel PS5 bekommt jetzt KI Upscaling mit neuer QSSR Technik berichtet.

Allerdings unterscheiden sich Sonys Verfahren grundlegend vom aktuellen PXPlay-Experiment.

PSSR und QSSR werden innerhalb der jeweiligen Spiel- beziehungsweise Konsolenumgebung eingesetzt und können enger mit dem eigentlichen Rendering zusammenarbeiten.

PXPlay verarbeitet dagegen ein bereits komprimiertes Videosignal.

Informationen wie die ursprüngliche Geometrie, Tiefendaten oder die tatsächlichen Bewegungsvektoren aus der Spiele-Engine stehen der Anwendung dabei nicht direkt zur Verfügung.

Die KI muss entsprechende Informationen deshalb teilweise aus den vorhandenen Bildern ableiten.

Dadurch können zusätzliche Darstellungsfehler entstehen. Auch eine höhere Latenz ist möglich, wenn die Bildverarbeitung zu viel Zeit benötigt.

RTX Video könnte für Remote Play besonders sinnvoll sein

Interessanterweise sieht der Entwickler selbst nicht unbedingt DLSS 5 als die beste Lösung für jeden Anwendungsfall.

Bei seinen bisherigen Tests habe RTX Video Super Resolution insgesamt besonders überzeugende Ergebnisse geliefert.

Der Grund liegt in der ursprünglichen Ausrichtung der Technologie.

RTX Video wurde speziell dafür entwickelt, komprimierte Videobilder aufzuwerten. Genau mit solchen Daten arbeitet auch eine Remote-Play-Anwendung.

Während DLSS 5 stärkere Veränderungen an der Bilddarstellung vornehmen kann, konzentriert sich RTX Video darauf, Kompressionsartefakte zu reduzieren und Details möglichst sauber wiederherzustellen.

Das könnte gerade bei schnellen Bewegungen, aufwendigen Landschaften und dunklen Spielszenen Vorteile bieten.

Eine unabhängige, umfassende technische Analyse der neuen PXPlay-Version liegt bislang allerdings nicht vor.

Die Einschätzung beruht daher zunächst auf den Erfahrungen des Entwicklers.

Experimentelle Version kann bereits ausprobiert werden

Die neue Umsetzung ist noch kein Bestandteil der regulären PXPlay-Veröffentlichung.

Stattdessen steht eine experimentelle Vorabversion auf GitHub zur Verfügung, die auf der kommenden Version 3.1.0 basiert.

Der Entwickler weist ausdrücklich darauf hin, dass Fehler auftreten und Funktionen vor der endgültigen Veröffentlichung verändert werden können.

youtube.com/watch?v=ReOPp9Mytuo&feature=youtu.be

Interessierte Nutzer können die Neuerungen auch über eine kostenlose, zeitlich begrenzte Demoversion ausprobieren.

Damit lassen sich die verschiedenen KI-Verfahren testen, bevor eine Kaufentscheidung für die Anwendung getroffen wird.

Wann die Funktionen in eine reguläre Version übernommen werden, ist noch nicht bekannt.

Besonders DLSS 5 soll vorerst experimentell bleiben, bis NVIDIA die endgültige offizielle Entwicklungsumgebung bereitstellt.

Für PlayStation-Spieler mit einem leistungsfähigen Windows-PC ist die neue PXPlay-Version dennoch ein interessantes Technikexperiment. Sie zeigt, wie sich die Darstellung von Konsolenspielen auch nach der eigentlichen Bildberechnung noch verändern lässt.

Eine offizielle DLSS-Unterstützung für PlayStation-Konsolen ist damit allerdings nicht verbunden.

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