NewsPS5 KI, GTA 6, Metro und mehr: Das war die Gaming Woche

PS5 KI, GTA 6, Metro und mehr: Das war die Gaming Woche

Die erste Oktoberwoche hatte deutlich mehr zu bieten, als man von einem klassischen Übergang zwischen zwei Monaten erwarten würde. Sony machte seine neue KI-Technik für die normale PlayStation 5 offiziell, GTA 6 lieferte erneut Gesprächsstoff, Metro Redux bekam überraschend ein großes Next-Gen-Upgrade und auch bei The Witcher 3, Ghost of Yōtei, PlayStation Plus und der Homebrew-Szene gab es einiges zu berichten.

Gerade technisch war die Woche ungewöhnlich spannend. Mit QSSR bekommt die normale PS5 eine neue Form der Bildrekonstruktion, die bisherige Grenzen verschieben soll. Gleichzeitig zeigte sich in ersten Analysen aber auch, dass die bessere Bildqualität nicht völlig kostenlos kommt.

Hier sind die wichtigsten Themen der vergangenen Tage noch einmal zusammengefasst.

Sonys neue PS5 KI Technik ist offiziell da

Das größte PlayStation-Thema der Woche war Quick Spectral Super Resolution, kurz QSSR.

Sony hat die neue Upscaling-Technologie offiziell für die normale PlayStation 5 vorgestellt. Entwickelt wurde sie im Rahmen von Project Amethyst gemeinsam mit AMD. Ziel ist es, einige der Vorteile von PSSR auf der PS5 Pro auch auf die schwächere Standardkonsole zu bringen.

Die normale PS5 besitzt allerdings nicht dieselben spezialisierten Machine-Learning-Ressourcen wie die PS5 Pro. Sony musste QSSR deshalb deutlich schlanker gestalten und stärker auf die vorhandene Hardware abstimmen.

Trotzdem soll die Technik feine Details besser rekonstruieren, temporale Instabilität reduzieren und ein saubereres Bild aus niedrigeren internen Auflösungen erzeugen.

Marvel’s Wolverine und Ghost of Yōtei gehören zu den ersten Spielen, die QSSR unterstützen.

Mehr zur Technik findet ihr hier:

https://www.playstationinfo.de/2026/10/01/ps5-bekommt-jetzt-ki-upscaling-mit-neuer-qssr-technik/

Besonders wichtig war aber noch eine zweite Aussage von Sony. QSSR bleibt nicht auf diese beiden Titel beschränkt. Die entsprechende Bibliothek wird allen PlayStation-Entwicklern zur Verfügung gestellt.

Damit könnte die Technik in Zukunft in deutlich mehr PS5-Spielen auftauchen.

Erste Tests zeigen starke Bildqualität aber auch einen Preis

Nur kurze Zeit später folgten bereits erste technische Analysen.

Besonders bei Marvel’s Wolverine fällt der Unterschied sichtbar aus. Feine Strukturen, Vegetation, Haare und Fell wirken stabiler, während störendes Flimmern reduziert wird.

Allerdings benötigt QSSR selbst Rechenzeit.

In einer untersuchten Wolverine-Szene lag der zusätzliche Aufwand gegenüber Insomniacs bisherigem Upscaler bei ungefähr 1,5 bis 1,8 Millisekunden. Bei entsperrter Bildrate entsprach das in diesem konkreten Abschnitt einem Unterschied von ungefähr acht bis zehn Bildern pro Sekunde.

Das bedeutet aber nicht, dass Spieler im normalen 60-FPS-Modus plötzlich zehn FPS verlieren.

Wolverine kann über dynamische Auflösung reagieren. Die interne Renderauflösung wird angepasst, während QSSR anschließend versucht, aus dem niedrigeren Ausgangsbild eine hochwertigere Darstellung zu rekonstruieren.

Damit wird deutlicher, wie Sony die normale PS5 in den kommenden Jahren technisch länger konkurrenzfähig halten möchte. QSSR erhöht nicht plötzlich die Rechenleistung der Konsole, ermöglicht Entwicklern aber eine andere Verteilung der vorhandenen Ressourcen.

Ghost of Yōtei bekommt direkt den nächsten Patch

Ghost of Yōtei stand ebenfalls mehrfach im Mittelpunkt.

Neben QSSR und den neuen Inhalten rund um die Complete Edition veröffentlichte Sucker Punch nur kurze Zeit später bereits Update 2.006.

Der Patch erschien überraschend und zunächst ohne vollständige offizielle Patch Notes.

Nach dem vorherigen großen Update hatten einzelne Spieler über Abstürze, Performance-Probleme und Schwierigkeiten im neuen Most-Wanted-Modus berichtet. Ob Update 2.006 genau diese Punkte behebt, wurde von Sucker Punch zunächst allerdings nicht bestätigt.

Der schnelle Folge-Patch zeigt trotzdem, dass das Studio nach dem großen Oktober-Update bereits weiter am Feinschliff arbeitet.

Zur Complete Edition und den zusätzlichen Inhalten hatten wir bereits im August berichtet:

https://www.playstationinfo.de/2026/08/12/ghost-of-yotei-bekommt-grosse-erweiterung-complete-edition-erscheint-im-oktober/

Gerade Ghost of Yōtei dürfte interessant bleiben, weil das Spiel gleichzeitig eines der ersten großen Testfelder für QSSR auf der normalen PS5 ist.

GTA 6 liefert wieder jede Menge Gesprächsstoff

Eine Woche ohne GTA 6 wäre inzwischen fast ungewöhnlich.

Diesmal sorgte unter anderem eine große Game-Informer-Coverstory für zahlreiche neue Details. Die Berichterstattung konzentrierte sich auf Leonida, Jason, Lucia, die offene Welt und verschiedene Systeme, über die Rockstar bislang nur begrenzt gesprochen hatte.

Hinzu kamen neue Diskussionen über mögliche Technik auf der PS5.

Mit der Einführung von QSSR stellt sich natürlich sofort die Frage, ob auch GTA 6 irgendwann von Sonys neuer Bildrekonstruktion profitieren könnte.

Offiziell angekündigt wurde eine QSSR-Unterstützung für GTA 6 nicht.

Technisch wäre die Möglichkeit aber interessant, weil gerade ein Spiel dieser Größenordnung auf der normalen PS5 vermutlich mit sehr engen Performance-Budgets arbeiten wird.

Schon zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach GTA 6 aktuell mit 30 FPS geplant sei. Gleichzeitig ist bekannt, dass Rockstar die PS5 Pro unterstützt.

Damit bleibt spannend, wie stark sich die verschiedenen Konsolenversionen technisch unterscheiden werden.

Ein seltenes Sam Houser Interview fällt aus

Auch abseits des Spiels selbst gab es eine ungewöhnliche GTA-6-Meldung.

GQ-Journalist Sam White hatte nach eigener Darstellung rund vier Jahre daran gearbeitet, ein ausführliches Interview mit Rockstar-Präsident Sam Houser zu bekommen.

Im April 2026 soll das Gespräch schließlich bestätigt worden sein.

Wenige Wochen vor dem geplanten Interview änderten sich die Pläne allerdings wieder. White erklärte, Houser habe sich hauptsächlich aus persönlichen Gründen zurückgezogen.

Für GTA 6 selbst bedeutet das nichts. Es gibt keinen bekannten Zusammenhang mit Problemen bei der Entwicklung oder dem geplanten Release.

Trotzdem ist die Absage bemerkenswert, weil Sam Houser zu den öffentlich zurückhaltendsten Führungskräften der Spieleindustrie gehört. Ein ausführliches Gespräch kurz vor GTA 6 wäre eine der seltenen Gelegenheiten gewesen, direkt von ihm mehr über Rockstar und die Zukunft des Studios zu erfahren.

Metro Redux bekommt überraschend ein großes Next Gen Upgrade

Eine der angenehmsten Überraschungen der Woche kam von 4A Games.

Metro 2033 Redux und Metro: Last Light Redux erhalten ein kostenloses Next-Gen-Update für PlayStation 5 und Xbox Series X|S.

Auf der PS5 werden unter anderem echtes 4K mit 60 Bildern pro Sekunde sowie hochskaliertes 4K mit bis zu 120 FPS unterstützt.

Dazu kommen überarbeitete Beleuchtung, Schatten, Partikeleffekte, Animationen und weitere technische Verbesserungen. Auch adaptive Trigger des DualSense werden genutzt.

Auf der PS5 Pro kommt zusätzlich PSSR zum Einsatz.

Damit erhalten zwei Spiele, deren Redux-Versionen inzwischen mehr als ein Jahrzehnt alt sind, noch einmal eine überraschend umfangreiche technische Überarbeitung.

Das Konsolen-Update erscheint am 29. Oktober 2026.

Metro unterstützt außerdem Sonys Energiesparmodus

Fast noch interessanter ist eine Funktion, die in der großen Feature-Liste leicht untergehen kann.

Metro Redux unterstützt auf der PS5 Sonys Energiesparmodus für Spiele.

Dabei handelt es sich nicht um den normalen Ruhemodus der Konsole. Unterstützte Spiele können während des tatsächlichen Spielens ihre Leistung reduzieren, um weniger Energie zu verbrauchen.

Welche konkreten Einstellungen Metro Redux dafür verändert, hat 4A Games noch nicht erklärt.

Für Spieler bleibt die Funktion freiwillig. Wer maximale Bildqualität und Performance möchte, kann den Modus deaktiviert lassen.

Trotzdem ist die Unterstützung interessant, weil Sony diese Funktion offenbar zunehmend in weitere Spiele bringen möchte.

The Witcher 3 Remastered bekommt bereits weitere Korrekturen

Auch CD Projekt Red hatte diese Woche einiges zu tun.

The Witcher 3 Remastered bekam zunächst sein großes Update und kurz darauf bereits weitere Korrekturen.

Besonders auffällig waren Probleme mit Beleuchtung und verschiedenen visuellen Effekten. Mit Update 5.00b besserten die Entwickler unter anderem an der Darstellung nach.

Mehr dazu:

https://www.playstationinfo.de/2026/10/01/the-witcher-3-remastered-bekommt-erstes-update-und-bessert-beleuchtung-nach/

Danach folgte auf dem PC bereits Hotfix 5.00c.

CD Projekt Red machte außerdem deutlich, dass weitere Verbesserungen geplant sind.

Für PS5-Spieler bleibt deshalb interessant, welche Korrekturen in den kommenden Tagen noch folgen.

PlayStation Plus startet mit F1 25 und weiteren Extras in den Oktober

Auch bei PlayStation Plus beginnt ein neuer Monat.

Ab dem 6. Oktober können Mitglieder F1 25, Hunt: Showdown 1896 und Earth Defense Force: World Brothers 2 ihrer Bibliothek hinzufügen.

Damit fällt die Essential-Auswahl im Oktober ziemlich abwechslungsreich aus.

Sony belässt es allerdings nicht bei den drei monatlichen Spielen.

Passend zum HorrorFest gibt es zusätzliche Inhalte für Call of Duty: Warzone, Hunt: Showdown 1896 und Overwatch 2. Dazu kommen limitierte Spider-Man: Brand New Day Avatare über Sony Pictures Core.

Der Oktober bietet Plus-Mitgliedern damit mehr als die üblichen drei Essential-Titel.

ARC Raiders lässt alle Spieler kostenlos rein

Auch ARC Raiders versucht im Oktober, noch einmal zusätzliche Spieler anzulocken.

Vom 8. bis 12. Oktober kann der komplette Extraction-Shooter auf PlayStation, Xbox und PC kostenlos ausprobiert werden.

Es handelt sich nicht um einen dauerhaften Wechsel auf Free-to-Play.

Stattdessen öffnet Embark das vollständige Spiel für vier Tage.

Der Zeitpunkt ist clever gewählt. Am 8. Oktober erscheint gleichzeitig Frozen Trail, das bislang größte Update seit dem Start von ARC Raiders.

Neue Spieler können damit direkt die aktuelle Version kennenlernen.

Gerade nach dem großen Erfolg der vergangenen Monate dürfte das kostenlose Wochenende außerdem helfen, noch einmal neue Gruppen in den Rust Belt zu holen.

PS5 startet inzwischen sogar originale Xbox Spiele

Eine der kuriosesten Meldungen der Woche kommt aus der Homebrew-Szene.

Mit XPSemu ist eine erste öffentliche Alpha eines nativen Xbox-Emulators für modifizierte PlayStation-5-Konsolen erschienen.

Damit laufen inzwischen tatsächlich Spiele der ursprünglichen Xbox auf einer PS5.

Zu den getesteten Titeln gehören Halo 2, Fable: The Lost Chapters und das erste Forza Motorsport.

Halo 2 erreicht mit einem Community-Patch in einigen Szenen bereits deutlich mehr als 30 FPS und kommt während des Gameplays teilweise in Bereiche von ungefähr 36 bis 50 FPS.

Forza Motorsport läuft dagegen noch wesentlich schlechter und fällt während Rennen teilweise deutlich unter 30 FPS.

Das Projekt befindet sich erst in einer frühen Alpha. Für normale PS5-Systeme ist es ohnehin nicht gedacht, da ein Jailbreak beziehungsweise Homebrew-Zugriff erforderlich ist.

Trotzdem ist der Fortschritt bemerkenswert.

Eine PlayStation 5, auf der Halo 2 läuft, gehört sicherlich zu den kurioseren technischen Bildern dieses Jahres.

PSN Sicherheit steht erneut in der Kritik

Weniger erfreulich war eine weitere Meldung rund um das PlayStation Network.

Der bekannte PlayStation-Community-Account RealRadec berichtete, dass sein PSN-Konto übernommen wurde.

Nach eigener Darstellung halfen mehrere Sicherheitsmaßnahmen zunächst nicht dabei, den Zugriff dauerhaft zurückzubekommen.

Der konkrete Angriffsweg ist nicht bestätigt. Deshalb wäre es falsch, von einem PSN-Hack oder einer bestätigten neuen Sicherheitslücke zu sprechen.

Der Fall erinnert allerdings an frühere Diskussionen über Social Engineering und die Wiederherstellungsprozesse des PlayStation-Supports.

Gerade bei langjährigen Konten geht es längst nicht mehr nur um einen Benutzernamen. Digitale Spielebibliotheken, DLCs, Trophäen und PlayStation-Plus-Inhalte können an einem einzigen Account hängen.

Entsprechend sensibel bleibt das Thema.

Battlefield könnte als großer Kinofilm zurückkehren

Zum Abschluss gab es auch aus Hollywood eine interessante Gaming-Meldung.

Electronic Arts arbeitet offenbar weiter an einer Battlefield-Verfilmung.

Sony Pictures soll aktuell als Favorit für die Filmrechte gelten.

Christopher McQuarrie wird als möglicher Autor, Regisseur und Produzent genannt. Zusätzlich ist Michael B. Jordan dem Bericht zufolge bereits als Produzent beteiligt und könnte möglicherweise auch selbst eine Rolle übernehmen.

Noch ist das Projekt allerdings nicht vollständig unter Dach und Fach.

Der Deal mit Sony Pictures soll sich weiterhin in Verhandlungen befinden. Auch Handlung, Besetzung und Releasezeitraum sind unbekannt.

Eine Woche voller Technik statt großer Showcases

Rückblickend war die Woche vor allem technisch interessant.

Sony hat QSSR offiziell auf die normale PS5 gebracht und damit eine Technologie gestartet, die in den kommenden Jahren für viele Spiele wichtig werden könnte.

Metro Redux zeigt gleichzeitig, dass selbst ältere Titel noch umfangreiche technische Upgrades erhalten können. The Witcher 3 Remastered wird weiter verbessert, Ghost of Yōtei bekommt schnelle Folge-Patches und in der Homebrew-Szene laufen inzwischen sogar originale Xbox-Spiele auf einer PlayStation 5.

Dazu kommen GTA 6, PlayStation Plus, ARC Raiders und ein möglicher Battlefield-Film.

Für einen klassischen Sonntag ohne große Showcases oder State of Play war das damit eine erstaunlich volle Gaming-Woche.

Und schon die kommenden Tage könnten wieder interessant werden. Am 6. Oktober startet die neue PS-Plus-Auswahl, am 8. Oktober folgen Frozen Trail und das kostenlose ARC-Raiders-Wochenende.

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