NewsPS Store zeigt offenbar falsche Vorbestellungen von Freunden an

PS Store zeigt offenbar falsche Vorbestellungen von Freunden an

Eine Anzeige im PlayStation Store sorgt erneut für Verwirrung. Ein PS5-Nutzer berichtet, dass ihm bei einem noch nicht veröffentlichten Spiel angezeigt wird, eine Person aus seiner Freundesliste habe den Titel bereits vorbestellt. Die angesprochene Freundin bestreitet den Kauf jedoch. Noch kurioser: Auf ihrer Konsole erscheint offenbar genau die umgekehrte Information und der ursprüngliche Nutzer wird als Vorbesteller angezeigt, obwohl auch er das Spiel nicht gekauft hat.

Der aktuelle Fall stammt aus dem PlayStation-Subreddit und betrifft die soziale Anzeige auf einer Produktseite im PlayStation Store. Dort kann Sony unter anderem einblenden, wenn Freunde ein bestimmtes Spiel besitzen oder vorbestellt haben. Offenbar arbeitet diese Information jedoch nicht immer zuverlässig.

PS Store behauptet gegenseitig eine Vorbestellung

Der Nutzer schildert, dass er sich die Store-Seite eines neuen Castlevania-Spiels angesehen habe. Am Rand der Produktseite erschien dabei der Hinweis, dass einer seiner Freunde das Spiel vorbestellt habe.

Das kam ihm ungewöhnlich vor, weshalb er direkt bei der betreffenden Person nachfragte. Sie erklärte, keine Vorbestellung vorgenommen zu haben.

Damit endet die Geschichte allerdings nicht. Als die Freundin anschließend selbst die Produktseite öffnete, wurde auf ihrem Bildschirm offenbar der ursprüngliche Nutzer als Vorbesteller angezeigt. Auch dieser hatte das Spiel nach eigener Aussage nicht gekauft.

Zumindest nach den Schilderungen der beiden Accounts kann die angezeigte Information damit nicht korrekt sein.

Das Problem scheint nicht neu zu sein

In den ersten Antworten auf den aktuellen Reddit-Beitrag weisen mehrere Nutzer darauf hin, dass sie dieses Verhalten bereits seit längerer Zeit kennen. Einer schreibt, die Anzeige verhalte sich bei ihm schon seit mehreren Jahren so.

Tatsächlich lassen sich ähnliche Berichte deutlich weiter zurückverfolgen.

Bereits in einem älteren GameFAQs-Beitrag beschrieb ein PS5-Nutzer praktisch das gleiche Phänomen. Auf Produktseiten wurden ihm Freunde als Vorbesteller angezeigt, obwohl diese nach seiner Aussage die jeweiligen Spiele überhaupt nicht vorbestellt hatten. Der Nutzer vermutete damals bereits, dass die soziale Store-Anzeige fehlerhaft sein könnte.

2023 tauchte ein vergleichbarer Fall rund um The Last of Us Part II auf. Zwei miteinander befreundete Accounts wurden gegenseitig als Vorbesteller angezeigt, obwohl nach Angaben der Nutzer keiner die entsprechende Vorbestellung durchgeführt hatte. In der Diskussion wurde allerdings auch eine mögliche technische Erklärung genannt: Der PlayStation Store könnte bei bestimmten Produkten vorhandene PS4-Versionen, Upgrades, Demos oder andere zugehörige Lizenzen nicht sauber voneinander trennen. Eine offizielle Bestätigung für diese Erklärung gibt es nicht.

Auch Call of Duty war bereits betroffen

Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt 2024 ein ähnlicher Bericht zu Call of Duty: Black Ops 6.

Damals wurde einem Nutzer angezeigt, dass sein Cousin das kommende Call of Duty vorbestellt habe. Der betreffende Spieler erklärte anschließend öffentlich, dass er weder die Vorbestellung durchgeführt noch seit Jahren großes Interesse an Call of Duty gehabt habe. Der Beitrag erreichte auf Reddit erhebliche Aufmerksamkeit.

Damit handelt es sich zumindest nicht um das erste Mal, dass PlayStation-Spieler eine Diskrepanz zwischen der Store-Anzeige und einer tatsächlich getätigten Vorbestellung melden.

Ob hinter allen Fällen derselbe technische Fehler steckt, lässt sich allerdings nicht feststellen. Auch eine offizielle Erklärung von Sony zu derartigen Anzeigen ist bislang nicht bekannt.

Eine angezeigte Vorbestellung bedeutet offenbar nicht automatisch einen Kauf

Für Spieler ist vor allem wichtig, zwischen der sozialen Anzeige auf einer Produktseite und einer tatsächlichen Bestellung über das eigene PlayStation-Konto zu unterscheiden.

Sony beschreibt den Ablauf einer digitalen Vorbestellung eindeutig: Wird im PlayStation Store tatsächlich die Option zum Vorbestellen gewählt, wird die hinterlegte Zahlungsart beziehungsweise das Guthaben belastet. Anschließend wird die Vorbestellung unter anderem in der eigenen Bibliothek, im PlayStation Store und in der PlayStation App angezeigt.

Wer von Freunden darauf angesprochen wird, angeblich ein Spiel vorbestellt zu haben, obwohl er sich an keinen entsprechenden Kauf erinnern kann, muss deshalb nicht allein aufgrund dieser Freundesanzeige von einer ungewollten Bestellung ausgehen.

Zur Sicherheit lässt sich der tatsächliche Transaktionsverlauf direkt über das PlayStation-Konto überprüfen. Auf der PS5 führt der Weg über „Einstellungen“, „Benutzer und Konten“, „Konto“, „Zahlung und Abonnements“ und anschließend „Transaktionsverlauf“. Sony empfiehlt diesen Bereich selbst, um erfolgreiche Käufe oder unbekannte Abbuchungen zu überprüfen.

Absichtliche Werbung lässt sich daraus nicht ableiten

In älteren Diskussionen äußerten einige Spieler den Verdacht, dass solche Hinweise möglicherweise bewusst eingesetzt werden könnten, um über die Freundesliste zusätzliches Interesse an einer Vorbestellung zu erzeugen.

Dafür gibt es derzeit jedoch keine belastbaren Belege.

Die bisherigen Berichte zeigen lediglich, dass die Anzeige in bestimmten Situationen offenbar falsche oder zumindest missverständliche Informationen liefern kann. Ob dahinter ein einfacher Fehler bei der Zuordnung von Spielelizenzen, verschiedenen Editionen und Produktseiten oder ein anderes technisches Problem steckt, ist unbekannt.

Gerade weil vergleichbare Meldungen bereits über mehrere Jahre hinweg aufgetaucht sind, wäre eine Erklärung von Sony durchaus interessant. Bis dahin sollten Spieler die Anzeige, welche Freunde ein Spiel angeblich vorbestellt haben, zumindest nicht in jedem Fall als verlässlichen Nachweis für einen tatsächlichen Kauf betrachten.

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