Sony hat weiterhin nicht entschieden, wann die PlayStation 6 erscheinen und wie viel die nächste Konsolengeneration kosten soll. Steigende Komponentenpreise und insbesondere die angespannte Situation auf dem Speichermarkt machen die Planung schwierig. Das könnte allerdings nicht nur die PS6 treffen: Sollte Sony tatsächlich gleichzeitig einen neuen PlayStation-Handheld veröffentlichen wollen, könnte dessen Preis zu einer der größten Herausforderungen werden.
Über die PlayStation 6 wird inzwischen seit Monaten spekuliert.
Gerüchte sprechen von neuer AMD-Hardware, deutlich verbessertem Raytracing, KI-Upscaling und sogar einem zusätzlichen Handheld, der Spiele nativ ausführen könnte.
Sony selbst hält sich dagegen weiterhin auffällig zurück.
Sony hat noch keinen PS6-Termin festgelegt
Sony-CEO Hiroki Totoki bestätigte bereits, dass intern noch keine endgültige Entscheidung darüber getroffen wurde, wann die nächste PlayStation-Generation erscheinen soll.
Auch der Preis steht bislang nicht fest.
Sony beobachtet stattdessen weiterhin die Marktsituation und insbesondere die Entwicklung der Komponentenpreise.
Das ist durchaus bemerkenswert. Lange Zeit galt 2027 als möglicher Zeitraum für den Generationswechsel.
Inzwischen erscheint allerdings auch ein späterer Start 2028 oder sogar darüber hinaus nicht ausgeschlossen.
Offiziell bestätigt wurde bislang keines dieser Jahre.
Speicherpreise machen Sony das Leben schwer
Einer der wichtigsten Faktoren ist derzeit der Speichermarkt.
Die enorme Nachfrage nach Speicher für KI-Rechenzentren hat die Preise verschiedener Komponenten nach oben getrieben.
Für einen Konsolenhersteller wie Sony ist das problematisch.
Eine neue Konsole muss schließlich nicht nur technisch deutlich leistungsfähiger als ihr Vorgänger sein. Sie muss gleichzeitig zu einem Preis produziert werden können, den genügend Kunden akzeptieren.
Schon die PS5 Pro zeigte, dass leistungsfähigere Hardware inzwischen deutlich teurer werden kann.
Bei der PS6 könnte dieser Spagat noch schwieriger werden.
Und dann wäre da noch der angebliche PS6-Handheld
Genau an diesem Punkt wird ein weiteres Gerücht besonders interessant.
Seit längerer Zeit gibt es Berichte über einen neuen PlayStation-Handheld, der gemeinsam mit der nächsten Konsolengeneration entwickelt werden soll.
Anders als PlayStation Portal wäre dieses Gerät demnach kein reiner Streaming-Handheld.
Spiele sollen direkt auf dem Gerät ausgeführt werden können.
Sony hat einen solchen Handheld bislang allerdings nicht offiziell angekündigt.
Sollten die Berichte stimmen, stellt sich angesichts der aktuellen Komponentenpreise vor allem eine Frage:
Wie teuer müsste dieses Gerät werden?
Unter 600 Dollar könnte schwierig werden
Gerüchte rund um die Hardware des Handhelds sprechen unter anderem von LPDDR-Speicher.
Genau dieser Speicher ist aufgrund der hohen Nachfrage im KI-Bereich derzeit besonders teuer.
In der Hardware-Szene wird deshalb bereits darüber spekuliert, dass ein Verkaufspreis von unter 600 Dollar unter den derzeitigen Bedingungen schwierig zu realisieren sein könnte.
Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um einen von Sony genannten Preis.
Es zeigt allerdings das grundlegende Problem.
Ein PlayStation-Handheld müsste leistungsfähig genug sein, um moderne PlayStation-Spiele vernünftig darzustellen, gleichzeitig eine akzeptable Akkulaufzeit bieten und trotzdem preislich mit anderen mobilen Geräten konkurrieren können.
PS6 und Handheld könnten gemeinsam geplant sein
Bisherige Gerüchte gehen davon aus, dass PS6 und Handheld technisch eng miteinander verbunden sein könnten.
Beide Geräte sollen demnach auf einer ähnlichen Architektur basieren und dieselben Spiele unterstützen.
Der Handheld würde dabei natürlich mit deutlich geringerer Leistung arbeiten.
Moderne Upscaling-Technologien könnten helfen, diesen Unterschied auszugleichen. Statt Spiele beispielsweise nativ in hohen Auflösungen zu berechnen, könnte das Gerät niedrigere interne Auflösungen verwenden und das Bild anschließend hochskalieren.
Auch Sonys bereits auf der PS5 eingeführter Energiesparmodus wurde in der Vergangenheit mit einem möglichen Handheld in Verbindung gebracht.
Ein günstiger Begleiter zur PS6 wäre damit kaum möglich
Sollte Sony tatsächlich beide Geräte gleichzeitig veröffentlichen wollen, wäre die Preisgestaltung entscheidend.
Ein Handheld für 400 oder 500 Euro könnte für viele PlayStation-Spieler als zusätzliches Gerät interessant sein.
Nähert sich der Preis dagegen einer vollwertigen PS6 oder überschreitet sogar die Marke von 600 Euro, wird die Entscheidung wesentlich schwieriger.
Sony müsste dann erklären, warum Kunden zusätzlich zu ihrer neuen Konsole noch einmal einen ähnlich hohen Betrag für ein mobiles Gerät ausgeben sollten.
Alternativ könnte der Handheld natürlich auch als eigenständiger Einstieg in die PlayStation-Plattform positioniert werden.
Vielleicht wartet Sony deshalb noch ab
Dass Sony bislang weder Preis noch Veröffentlichungstermin der PS6 festgelegt hat, muss deshalb nicht bedeuten, dass die Entwicklung schlecht läuft.
Vielmehr könnte das Unternehmen schlicht auf bessere wirtschaftliche Bedingungen warten.
Konsolen werden Jahre im Voraus entwickelt. Der endgültige Verkaufspreis hängt allerdings stark davon ab, wie teuer Prozessoren, Speicher und andere Komponenten zum Zeitpunkt der Produktion tatsächlich sind.
Gerade bei einem zusätzlichen Handheld würde jede Veränderung bei diesen Kosten eine große Rolle spielen.
Noch bleibt vieles rund um die PS6 Spekulation
Bei all den Gerüchten darf ein entscheidender Punkt nicht vergessen werden:
Sony hat bislang weder die technischen Daten der PS6 noch den neuen PlayStation-Handheld offiziell vorgestellt.
Gesichert ist lediglich, dass PlayStation an der nächsten Hardware-Generation arbeitet und Sony Zeitpunkt sowie Preis weiterhin von verschiedenen Faktoren abhängig macht.
Ob PS6 und Handheld tatsächlich gemeinsam erscheinen, bleibt deshalb abzuwarten.
Die aktuelle Situation auf dem Hardwaremarkt könnte Sonys ursprüngliche Pläne jedenfalls erheblich beeinflussen.
Und gerade beim Handheld könnte am Ende nicht die Leistung die entscheidende Frage werden, sondern etwas viel Einfacheres:
Wie viel sind PlayStation-Spieler bereit, für eine tragbare PS6 zu bezahlen?







