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GTA 6: CyberLeek veröffentlicht achten Leak und verbrennt Krypto im Wert von über 1 Million Dollar

Die ungewöhnliche Geschichte rund um die aktuellen GTA-6-Leaks bekommt ein weiteres Kapitel. CyberLeek hat offenbar bereits das achte Video mit mutmaßlichem Gameplay aus Grand Theft Auto 6 veröffentlicht. Gleichzeitig wurden Token der eigenen Kryptowährung im rechnerischen Wert von mehr als einer Million Dollar dauerhaft aus dem Umlauf genommen – offenbar als Reaktion auf die zahlreichen Scam-Vorwürfe.

Seit dem Beginn der Leak-Welle sorgt nicht nur das veröffentlichte GTA-6-Material für Diskussionen. Auch die von CyberLeek beworbene Kryptowährung steht zunehmend im Mittelpunkt.

Genau hier versucht der Verantwortliche nun offenbar, ein Zeichen zu setzen.

Krypto-Token im Wert von mehr als einer Million Dollar verbrannt

CyberLeek hat einen erheblichen Teil der eigenen LEEK-Token verbrannt.

Beim sogenannten „Burning“ werden Kryptowährungen an eine Adresse übertragen, auf die anschließend niemand mehr zugreifen kann. Die entsprechenden Token werden dadurch dauerhaft aus dem Umlauf genommen.

Nach Angaben von TheGamer hatten die verbrannten Token zum Zeitpunkt der Aktion einen rechnerischen Marktwert von ungefähr 1,1 Millionen Dollar.

Das bedeutet allerdings nicht, dass CyberLeek tatsächlich 1,1 Millionen Dollar auf einem Bankkonto besaß und dieses Geld vernichtet hat.

Der Betrag ergibt sich aus dem damaligen Marktwert der Kryptowährung. Gerade bei kleinen und stark schwankenden Coins kann sich dieser Wert innerhalb kurzer Zeit erheblich verändern.

CyberLeek reagiert auf Scam-Vorwürfe

Die Aktion dürfte vor allem als Reaktion auf die zunehmende Kritik an der Kryptowährung zu verstehen sein.

Seit Beginn der GTA-6-Leaks wird CyberLeek vorgeworfen, die enorme Aufmerksamkeit rund um das Spiel möglicherweise zur Bewerbung und Wertsteigerung eines eigenen Meme-Coins zu nutzen.

Das passt nur schwer zu der eigenen Darstellung des Verantwortlichen.

CyberLeek bezeichnet die Veröffentlichungen als Protest gegen aus eigener Sicht verbraucherfeindliche Entwicklungen innerhalb der Spieleindustrie. Unter anderem werden digitale Vorbestellungen, bestimmte DLC-Praktiken und fehlende Offline-Möglichkeiten kritisiert.

Gleichzeitig wurde allerdings eine eigene Kryptowährung beworben und mit der Veröffentlichung weiterer GTA-6-Inhalte verbunden.

Dadurch entstand schnell der Verdacht, dass finanzielle Interessen zumindest eine Rolle spielen könnten.

Mit der Vernichtung eines großen Teils der eigenen Token möchte CyberLeek offenbar zeigen, dass es sich nicht lediglich um einen klassischen Pump-and-Dump-Versuch handelt.

Ob Kritiker dadurch überzeugt werden, ist eine andere Frage.

Achtes GTA-6-Video veröffentlicht

Parallel dazu geht die eigentliche Leak-Serie weiter.

CyberLeek hat inzwischen offenbar das achte Video mit mutmaßlichem Gameplay aus GTA 6 veröffentlicht.

Das neue Material zeigt erneut Jason. Dieses Mal ist unter anderem eine Auseinandersetzung mit einem NPC zu sehen, bei der auch ein Messer zum Einsatz kommt.

Darüber hinaus liefert der Clip weitere kleinere Einblicke in die offene Spielwelt.

Wie schon bei den vorherigen Veröffentlichungen handelt es sich nicht um offiziell von Rockstar Games veröffentlichtes Material.

Take-Two geht bereits gegen die Verbreitung der Leaks vor und versucht gleichzeitig, die Identität der Verantwortlichen zu ermitteln.

Take-Two erhöht den Druck

Die Situation wird für CyberLeek inzwischen zunehmend ernst.

Take-Two hat rechtliche Schritte eingeleitet und fordert unter anderem Informationen von Microsoft und Discord an, die bei der Identifizierung der Person oder Gruppe hinter den Veröffentlichungen helfen könnten.

Dabei geht es Berichten zufolge unter anderem um IP-Adressen, Account-Informationen und Gerätekennungen.

CyberLeek scheint sich davon bislang allerdings nicht abschrecken zu lassen.

Seit dem ersten Auftauchen des Materials wurden immer wieder neue Clips veröffentlicht. Selbst eine zwischenzeitliche Pause von mehr als 24 Stunden führte nicht zum Ende der Leak-Serie.

Aus einem GTA-6-Leak wird eine immer ungewöhnlichere Geschichte

Inzwischen geht es längst nicht mehr ausschließlich um geleaktes Gameplay.

CyberLeek veröffentlicht GTA-6-Material, betreibt eine eigene Kryptowährung, formuliert Forderungen an die Spieleindustrie und bietet inzwischen sogar Möglichkeiten zur kommerziellen Zusammenarbeit an.

Das sorgt für einen ungewöhnlichen Widerspruch.

Einerseits stellt CyberLeek die eigenen Aktivitäten als Protest gegen die Monetarisierung und aus eigener Sicht verbraucherfeindliche Praktiken der Spieleindustrie dar. Andererseits wird die enorme Aufmerksamkeit rund um GTA 6 selbst für Kryptowährung und andere kommerzielle Angebote genutzt.

Die Vernichtung von Token im rechnerischen Wert von mehr als einer Million Dollar dürfte genau diese Kritik entkräften sollen.

Ob das gelingt, bleibt abzuwarten.

Und die GTA-6-Leaks gehen weiter

Für Rockstar Games dürfte ohnehin ein anderer Punkt entscheidender sein: Die Veröffentlichungen hören weiterhin nicht auf.

Mittlerweile sind acht Videos aufgetaucht und CyberLeek hat bislang keine Anzeichen erkennen lassen, die Veröffentlichung weiterer Inhalte dauerhaft einzustellen.

Gleichzeitig läuft die Suche nach den Verantwortlichen.

Damit entwickelt sich wenige Monate vor dem Release von GTA 6 ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem inzwischen nicht nur unveröffentlichtes Gameplay, sondern auch erhebliche Krypto-Werte und rechtliche Schritte eine Rolle spielen.

Und nach inzwischen acht Videos stellt sich vor allem eine Frage: Wie viel unveröffentlichtes GTA-6-Material besitzt CyberLeek tatsächlich noch?


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