Halo: Campaign Evolved ist inzwischen erhältlich und lässt den ersten großen Auftritt des Master Chiefs in moderner Form zurückkehren. Technisch und optisch hat sich dabei einiges getan, doch eine Entscheidung sorgt weiterhin für Diskussionen: Der klassische PvP-Multiplayer fehlt.
Nun meldet sich ausgerechnet Marcus Lehto, einer der ursprünglichen Schöpfer von Halo, zu Wort. Während ihm das Remake grundsätzlich Spaß gemacht hat, findet er für das Fehlen des Multiplayer-Modus ziemlich deutliche Worte.
Halo Campaign Evolved macht Spaß – aber nicht alles überzeugt
Lehto erklärte nach seinem eigenen Durchlauf, dass sich Campaign Evolved für ihn gleichzeitig vertraut und neu angefühlt habe.
Die Rückkehr in die von ihm miterschaffene Welt sei ein nostalgisches Erlebnis gewesen. Gleichzeitig lobte er die Neuinterpretation des Klassikers.
Perfekt sei das Remake seiner Meinung nach allerdings nicht.
Vor allem zwei Punkte stören den ehemaligen Halo-Entwickler: der fehlende Split-Screen-PvP-Multiplayer und die neue Darstellung der Forerunner-Architektur.
Gerade beim Multiplayer hält sich Lehto mit Kritik nicht zurück.
„Mangelnde Aufsicht und schlechte Planung“
Der ursprüngliche Halo-Klassiker war schließlich nicht nur wegen seiner Kampagne erfolgreich. Der lokale Multiplayer gehörte für viele Spieler zu den prägendsten Bestandteilen des Spiels.
Dass ausgerechnet dieser Teil bei Campaign Evolved fehlt, kann Lehto offenbar nur schwer nachvollziehen.
Er schreibt:
„Split-Screen-Multiplayer hätte in Campaign Evolved enthalten sein müssen.“
Noch deutlicher wird er bei seiner Erklärung für das Fehlen des Modus. Laut Lehto gebe es dafür kaum eine Entschuldigung – abgesehen von „mangelnder Aufsicht und schlechter Planung“.
Er bezeichnete die Entscheidung entsprechend als Fehltritt und bedauerte, dass diese Funktion nicht umgesetzt wurde.
Gerade bei einem Remake eines Spiels, dessen Multiplayer für die Geschichte der Marke eine enorme Bedeutung besitzt, ist die Kritik durchaus nachvollziehbar.
Auch die Forerunner sehen ihm zu modern aus
Damit ist Lehtos Kritik allerdings noch nicht beendet.
Auch mit der Darstellung der Forerunner-Technologie ist der Halo-Mitbegründer nicht vollständig zufrieden.
Grundsätzlich versteht er, warum Halo Studios versucht hat, die ursprüngliche Designsprache stärker zu vereinheitlichen. Lehto räumt sogar ein, dass das damalige Entwicklerteam um das Jahr 2000 bei der Gestaltung teilweise selbst „überall“ gewesen sei.
Bei Campaign Evolved sei man seiner Meinung nach allerdings zu weit in die andere Richtung gegangen.
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Die Forerunner-Technologie sollte zwar aus Metall bestehen, gleichzeitig aber uralt, gewaltig und geheimnisvoll wirken.
Genau dieses Gefühl vermisst Lehto teilweise im Remake.
Forerunner-Anlagen wirken teilweise wie neu gebaut
Für Lehto war die Architektur ursprünglich mehr als eine Ansammlung futuristischer Metallflächen.
Die Anlagen sollten vermitteln, dass sie bereits Hunderttausende Jahre existieren und eine gewaltige Vergangenheit hinter sich haben.
Campaign Evolved treffe diesen Eindruck seiner Ansicht nach nicht immer.
Stattdessen wirke die Forerunner-Technologie teilweise wie glänzendes Metall, das erst vor wenigen Jahren gebaut worden sei.
Damit geht laut Lehto ein Teil der geheimnisvollen und beinahe bedrohlichen Atmosphäre verloren, die das ursprüngliche Halo ausgezeichnet hat.
Lob und Kritik vom ursprünglichen Halo-Schöpfer
Interessant ist dabei, dass Lehto Campaign Evolved keineswegs grundsätzlich schlecht findet.
Im Gegenteil: Er bezeichnet seinen Durchlauf als unterhaltsam und scheint durchaus Gefallen daran gefunden zu haben, seine damalige Arbeit in einer modernen Neuinterpretation wiederzusehen.
Gerade deshalb dürfte seine Kritik für Halo Studios interessant sein.
Wenn selbst einer der ursprünglichen Schöpfer der Reihe sagt, dass ausgerechnet der fehlende Split-Screen-Multiplayer ein vermeidbarer Fehler gewesen sei, dürfte die Diskussion innerhalb der Community so schnell nicht verschwinden.
Halo: Campaign Evolved bringt den Klassiker zwar technisch in die Gegenwart – für Marcus Lehto wurde dabei aber offenbar ein wichtiger Bestandteil dessen vergessen, was das ursprüngliche Halo überhaupt so besonders gemacht hat.
Wie seht ihr das: Gehört der klassische PvP-Multiplayer zwingend zu einem vollständigen Halo-Remake oder reicht euch die überarbeitete Kampagne? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!






