God of War gehört mittlerweile zu den langlebigsten und wichtigsten Marken von PlayStation. Seit dem ersten Abenteuer von Kratos hat sich die Reihe mehrfach verändert – vom brutalen Actionspiel im antiken Griechenland bis hin zu den deutlich emotionaleren nordischen Abenteuern.
Für Christopher Judge, die aktuelle Stimme von Kratos, gibt es allerdings einen ziemlich einfachen Grund dafür, warum die Reihe auch nach all den Jahren noch funktioniert: Santa Monica Studio respektiert seine Fans und die eigene Vergangenheit.
Dabei richtete Judge auch einige bemerkenswerte Worte an seinen Vorgänger TC Carson.
Christopher Judge würdigt den ursprünglichen Kratos
Während eines Panels auf der Fan Expo Boston sprach Judge über die angekündigten Neuauflagen der ursprünglichen God-of-War-Spiele.
Besonders wichtig ist ihm dabei, dass TC Carson nicht vergessen wird.
Carson lieh Kratos in den früheren Spielen seine Stimme und prägte damit eine völlig andere Version des Charakters, lange bevor Christopher Judge die Rolle für God of War von 2018 übernahm.
Judge machte deutlich, welchen Anteil sein Vorgänger am heutigen Erfolg der Marke besitzt.
„Ich bin froh, dass TC nicht vergessen wird. Denn wo wir heute stehen, verdanken wir auch TC Carson und der großartigen Arbeit, die er geleistet hat.“
Eine bemerkenswerte Aussage – schließlich ist Christopher Judge für viele jüngere Spieler mittlerweile selbst untrennbar mit Kratos verbunden.
„Sony Santa Monica respektiert die Fans“
Für Judge zeigt die Rückkehr zu den ursprünglichen Spielen außerdem, dass Santa Monica Studio verstanden hat, wie wichtig die Geschichte der Reihe für die Community ist.
Genau dieser Umgang mit den Spielern sei ein Grund dafür, warum God of War über einen derart langen Zeitraum erfolgreich geblieben ist.
Sinngemäß erklärte Judge, dass Fans die Entwickler und Schauspieler über viele Jahre gewissermaßen in ihr Zuhause einladen. Das Mindeste sei deshalb, zuzuhören und ihre Meinung zu respektieren.
Diese Einstellung sieht er offenbar bei Santa Monica Studio.
Und tatsächlich hat sich God of War zwar stark verändert, seine Vergangenheit aber nie vollständig hinter sich gelassen.
Die alten God-of-War-Spiele bekommen eine neue Chance
Judge freut sich deshalb besonders darauf, dass die ursprünglichen Abenteuer von Kratos einer neuen Generation zugänglich gemacht werden.
Die angekündigte Neuauflage der klassischen Trilogie soll die ersten drei großen Abenteuer des Spartaners zurückbringen.
Viele jüngere Spieler kennen Kratos schließlich hauptsächlich aus God of War von 2018 und God of War Ragnarök.
Die griechische Ära unterscheidet sich allerdings erheblich davon.
Kratos war deutlich kompromissloser, die Spiele wesentlich linearer und der Fokus lag stärker auf großen Kämpfen, spektakulären Bossen und teilweise ziemlich hemmungsloser Action.
Judge sieht gerade darin eine Chance.
„Ich finde es großartig, dass sie die ursprünglichen Spiele neu auflegen. Dadurch werden sie ein neues Publikum erreichen.“
Der alte Kratos gehört genauso zur Geschichte
Besonders interessant ist dabei Judges Umgang mit seinem Vorgänger.
Statt seine eigene Interpretation von Kratos in den Mittelpunkt zu stellen, erinnert er daran, dass die heutige Popularität der Figur ohne TC Carson möglicherweise überhaupt nicht existieren würde.
Das passt gleichzeitig ziemlich gut zur Entwicklung von Kratos selbst.
Der ältere und nachdenklichere Kratos aus den aktuellen Spielen funktioniert schließlich auch deshalb so gut, weil Spieler wissen, wer dieser Mann früher einmal war und was er getan hat.
Die griechische Vergangenheit ist kein unwichtiger Vorgänger der heutigen Reihe – sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Charakters.
God of War hat sich verändert, ohne seine Vergangenheit zu vergessen
Genau das dürfte letztlich auch ein Teil des Erfolgs der Marke sein.
Santa Monica Studio hat God of War 2018 praktisch neu erfunden, ohne die vorherigen Spiele einfach aus der Geschichte zu streichen.
Aus dem von Wut getriebenen Kratos wurde ein Vater, der mit den Konsequenzen seiner Vergangenheit leben muss. Trotzdem tauchen immer wieder Figuren, Gegenstände und Erinnerungen aus Griechenland auf.
Mit den Neuauflagen bekommen nun auch Spieler, die erst mit der nordischen Saga eingestiegen sind, die Gelegenheit zu erleben, wie alles angefangen hat.
Und Christopher Judge scheint darüber mindestens genauso glücklich zu sein wie viele Fans.
Was meint ihr: Funktioniert der heutige Kratos gerade deshalb so gut, weil seine brutale Vergangenheit immer noch ein wichtiger Teil der Figur ist? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!








Spannend zu sehen, wie sich Kratos verändert hat. Die Verbindung zur griechischen Zeit macht die Figur interessanter.
Christopher Judge hat recht: Die Entwickler respektieren die Fans und die Geschichte der Reihe. Das ist wichtig für den Erfolg.
Ich finde es gut, dass die alten Spiele neu aufgelegt werden. So können auch neue Spieler die Anfänge von Kratos erleben.