Electronic Arts hat offiziell bestätigt, dass die Need for Speed-Reihe auf unbestimmte Zeit pausiert wird. Criterion Games, das Studio hinter NFS, wird sich künftig ausschließlich auf die Battlefield-Franchise konzentrieren. Die Entscheidung ist eine offizielle Bestätigung vergangener Spekulationen, die schon seit letztem Jahr in der Branche kursierten.
Criterion Games verabschiedet sich von Rennspielen
Criterion Games hat in der Vergangenheit sowohl Need for Speed als auch Burnout entwickelt und damit über Jahre hinweg das Genre des Arcade-Rennens geprägt. Besonders die frühen NFS-Titel der 2000er Jahre setzten Maßstäbe für Geschwindigkeit, Fahrzeuganpassung und actionreiche Verfolgungsjagden. Doch in den letzten Jahren konnten die neuen Releases weder qualitativ noch kommerziell überzeugen. Verkaufszahlen waren enttäuschend, die Spielerzahlen im Vergleich zu früher deutlich gesunken.
Laut Rebecka Coutaz, Vice President und General Manager von Battlefield Studios Europe, gibt es derzeit keine Pläne für ein neues Need for Speed- oder Burnout-Spiel. Das Studio werde seine Ressourcen stattdessen auf die Weiterentwicklung von Battlefield konzentrieren. Coutaz erklärte gegenüber IGN:
„Wir sind nicht hier, um über die Vergangenheit zu sprechen. Unser Fokus liegt ausschließlich auf Battlefield.“
Damit beendet EA offiziell jede Spekulation um ein Comeback der legendären Rennspiel-Franchises, zumindest in absehbarer Zeit.
Bedeutung für die Rennspiel-Community
Für Fans klassischer Arcade-Rennspiele ist dies ein herber Schlag. Need for Speed war über Jahrzehnte ein Zugpferd für EA und prägte das Genre entscheidend. Von illegalen Straßenrennen bis hin zu spektakulären Verfolgungsjagden mit Polizei-Interaktion bot die Serie unzählige Innovationen, die andere Rennspiele beeinflussten. Burnout setzte ebenfalls Maßstäbe für Crash-Mechaniken und spektakuläre Zerstörungsorgien.
Die letzten Ableger konnten allerdings nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen. Kritikpunkte wie fehlende Innovation, mangelnde Fahrzeugvielfalt und technische Probleme führten zu sinkenden Spielerzahlen. Selbst die 30-jährige Jubiläumsfeier der Franchise konnte daran nichts ändern.
Zukunft von Criterion und Battlefield
Criterion Games wird seine Expertise nun vollständig in EA’s Battlefield-Reihe stecken. Battlefield 6 legte den Grundstein für den Erfolg der Marke, konnte jedoch zuletzt die Spielerbindung nicht mehr auf dem früheren Niveau halten. Mit der Konzentration auf den Shooter will EA sowohl die Qualität der Titel als auch die Community-Erfahrung nachhaltig verbessern.
Die Entscheidung zeigt deutlich, dass EA weniger auf nostalgische Marken setzt, sondern auf die wirtschaftlich stärksten Franchises – in diesem Fall Battlefield. Fans der klassischen Rennspiele müssen sich somit auf eine längere Pause einstellen oder hoffen, dass irgendwann ein anderes Studio die IP wiederbelebt.
Mit der Abkehr von Need for Speed und Burnout setzt EA ein klares Zeichen: Rennspiele sind derzeit nicht im Fokus, während Shooter wie Battlefield Priorität genießen. Criterion Games verabschiedet sich damit von einer Ära, die viele Spieler geprägt hat, und wendet sich einem Genre zu, das aktuell lukrativer ist und ein größeres Wachstumspotenzial bietet.






Schade für die Fans. Aber wenn die Spiele weniger Erfolg haben, ist es verständlich, dass EA sich auf andere Reihen konzentriert. Hoffentlich bringt irgendwann ein anderes Studio Need for Speed oder Burnout zurück.