Die Umstrukturierung bei Ubisoft geht weiter. Nachdem der französische Publisher bereits in den vergangenen Monaten zahlreiche Sparmaßnahmen angekündigt hatte, folgt nun der nächste Einschnitt: Das Unternehmen schließt sein Studio in Winnipeg und trennt sich gleichzeitig von weiteren Mitarbeitern.
Damit setzt Ubisoft seinen umfangreichen Restrukturierungskurs fort, der bereits seit längerer Zeit große Teile des Unternehmens betrifft.
Ubisoft schließt Standort in Winnipeg
Wie mehrere Berichte übereinstimmend melden, wird das Ubisoft-Studio in Winnipeg vollständig geschlossen.
Das Team war nicht direkt für die Entwicklung eigener Spiele verantwortlich, unterstützte jedoch verschiedene Ubisoft-Produktionen bei technischen und organisatorischen Aufgaben. Unter anderem soll das Studio an Projekten wie Assassin’s Creed Valhalla und Far Cry 6 beteiligt gewesen sein.
Durch die Schließung verlieren rund 85 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.
Weitere Entlassungen bei Rainbow Six Teams
Neben der Schließung des kanadischen Standorts sollen auch andere Bereiche von den Maßnahmen betroffen sein.
Demnach wurden zusätzlich zahlreiche Stellen innerhalb der Rainbow-Six-Teams abgebaut. Betroffen sind sowohl Entwickler, die an Rainbow Six Siege arbeiten, als auch Mitarbeiter aus dem Umfeld von Rainbow Six Mobile.
Insgesamt summieren sich die aktuellen Kürzungen auf mehrere hundert betroffene Beschäftigte.
Ubisoft befindet sich mitten im Umbau
Die aktuellen Maßnahmen kommen nicht überraschend.
Ubisoft hatte bereits zu Beginn des Jahres angekündigt, umfassende Veränderungen innerhalb der Unternehmensstruktur vorzunehmen. Ziel sei es, Kosten zu senken, Entwicklungsprozesse effizienter zu gestalten und die wirtschaftliche Situation langfristig zu stabilisieren.
In den vergangenen Monaten wurden bereits mehrere Entlassungswellen bekannt, während gleichzeitig verschiedene Projekte verschoben oder neu bewertet wurden.
Schwierige Jahre für den Publisher
Die vergangenen Jahre verliefen für Ubisoft turbulent.
Mehrere Spiele blieben hinter den Erwartungen zurück, während gleichzeitig steigende Entwicklungskosten und Veränderungen im Marktumfeld den Druck auf das Unternehmen erhöhten.
Hinzu kamen verschiedene interne Umstrukturierungen sowie die Konzentration auf einige der wichtigsten Marken des Publishers, darunter Assassin’s Creed, Rainbow Six und Far Cry.
Vor diesem Hintergrund versucht Ubisoft derzeit, seine Ressourcen gezielter einzusetzen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Wie geht es jetzt weiter?
Aktuell ist unklar, ob die jüngsten Maßnahmen bereits den Abschluss der Restrukturierung darstellen oder ob weitere Veränderungen folgen werden.
Ubisoft hatte zuvor angedeutet, dass der Umbau des Unternehmens noch einige Zeit in Anspruch nehmen könnte. Entsprechend rechnen Branchenbeobachter damit, dass in den kommenden Monaten weitere Entscheidungen über Studios, Projekte und Personalstrukturen getroffen werden könnten.
Für die betroffenen Mitarbeiter bleibt die aktuelle Entwicklung jedoch ein weiterer schwieriger Einschnitt in einer ohnehin herausfordernden Phase der Spielebranche.
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Quelle: X





Das ist traurig für die betroffenen Mitarbeiter. Hoffentlich finden sie schnell neue Perspektiven. Es klingt, als müsse Ubisoft sparen, aber das trifft viele Menschen hart.