Künstliche Intelligenz spielt in der Gaming-Branche eine immer größere Rolle. Während viele Studios bereits mit KI-generierten Dialogen, Grafiken oder Testsystemen experimentieren, wird auch der Einsatz beim Programmieren zunehmend diskutiert. Nun hat sich Clint Hocking, ehemaliger Director von „Assassin’s Creed Hexe“ und „Watch Dogs Legion“, zu seinen eigenen Erfahrungen mit ChatGPT geäußert.
In einem Interview mit dem Edge Magazine erklärte Hocking, dass er mithilfe von KI versucht habe, Programmieren zu lernen. Die Realität sei jedoch deutlich komplizierter gewesen als zunächst erwartet.
ChatGPT verursachte laut Entwickler zahlreiche Fehler
Laut Hocking habe ChatGPT zwar regelmäßig Code generiert, dieser sei jedoch oft fehlerhaft gewesen oder habe schlicht nicht funktioniert. Der Entwickler beschrieb die Erfahrung sogar als „brutal“.
Besonders problematisch sei gewesen, dass er selbst keine klassische Programmiererfahrung besaß. Dadurch habe die Fehlersuche teilweise sehr viel Zeit gekostet. Hocking erklärte, dass er monatelang seine Abende damit verbracht habe, Fehler im generierten Code zu analysieren und anzupassen.
Seiner Einschätzung nach könne ChatGPT aktuell „eigentlich nicht programmieren“, zumindest nicht in der Form, wie viele Nutzer es möglicherweise erwarten würden.
KI bleibt für die Gaming-Branche dennoch wichtig
Trotz der Schwierigkeiten sieht Hocking den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Spieleentwicklung weiterhin als unvermeidbar an. Viele große Publisher und Studios investieren bereits intensiv in entsprechende Technologien.
Auch Ubisoft habe sich laut Hocking schon früher mit generativer KI beschäftigt. Bereits während der Entwicklung von „Watch Dogs Legion“ seien interne Möglichkeiten geprüft worden, wie KI künftig in Entwicklungsprozesse integriert werden könnte.
Das betrifft nicht nur Programmierung, sondern auch Bereiche wie Animationen, NPC-Verhalten, Dialogsysteme oder automatische Testabläufe.
Diskussionen um KI in der Spieleindustrie nehmen zu
Der Einsatz von KI bleibt innerhalb der Branche allerdings ein kontroverses Thema. Während einige Entwickler die Technologie als hilfreiches Werkzeug betrachten, sorgen sich andere um kreative Qualität oder langfristige Auswirkungen auf Arbeitsplätze.

Dennoch dürfte die Diskussion in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Gerade große Publisher experimentieren zunehmend mit KI-Systemen, um Entwicklungszeiten zu verkürzen oder Produktionskosten zu senken.
Wie stark künstliche Intelligenz zukünftige AAA-Spiele tatsächlich verändern wird, bleibt derzeit noch offen. Klar scheint jedoch, dass die Technologie bereits jetzt fester Bestandteil vieler Entwicklungsprozesse geworden ist.
Passend dazu könnten euch auch unsere weiteren Berichte rund um Ubisoft, Assassin’s Creed Hexe und KI in der Gaming-Branche interessieren.
Quelle:
https://www.gamesradar.com/games/open-world/former-assassins-creed-hexe-director-learned-how-to-code-by-using-ai-and-found-out-firsthand-how-brutal-it-was-chatgpt-kind-of-sucked-it-didnt-really-know-how-to-code-everything-was-broken/
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Interessanter Artikel. Es klingt so, als wäre ChatGPT beim Programmieren noch nicht zuverlässig. Hocking musste viel Zeit investieren, um Fehler zu finden. Trotzdem kann KI in Spielen bei Animationen oder Tests nützlich sein. Man braucht aber weiterhin eigenes Wissen.