Das umstrittene Studio Build a Rocket Boy steht erneut im Rampenlicht: Diesmal geht es jedoch nicht um technische Probleme oder verspätete Releases, sondern um eine geplante Protestaktion der eigenen Mitarbeiter. Grund ist ein geplantes Event für Fans des Spiels MindsEye, das aufgrund seiner Kosten und Organisation für reichlich Kritik sorgt.
Hintergrund: MindsEye und die finanziellen Spannungen im Studio
MindsEye war schon bei seiner Veröffentlichung für kontroverse Reaktionen bekannt. Viele Spieler kritisierten die Qualität des Spiels, während intern das Studio mit massiven Mitarbeiterverlusten zu kämpfen hatte. Vor rund einem Jahr begann Build a Rocket Boy mit einer ersten Entlassungswelle von über 100 Angestellten. In den folgenden Monaten folgten zwei weitere Wellen, die insgesamt 170 Personen betrafen. Inmitten dieser Personalabbauaktionen plante die Leitung nun ein exklusives Fan-Event, das für Aufsehen sorgt – und nicht nur bei den Fans.

Der Protest: Mitarbeiter nehmen Stellung
Die verbliebenen Mitarbeiter von Build a Rocket Boy kündigten für den 11. Juli eine Protestaktion vor den Büros des Studios in Edinburgh an. Unterstützt werden sie von Vertretern der Independent Workers‘ Union of Great Britain sowie anderen Gewerkschaften. Die Kritik richtet sich nicht nur gegen die Eventplanung, sondern generell gegen fehlende Ressourcen und unfaire Entscheidungen der Studioleitung.
Bereits im April gab es ähnliche Konflikte: Damals warfen Angestellte dem Studio vor, mithilfe von Spionage-Software überwacht worden zu sein, deren Installation ihnen unbekannt war. Die Spannungen zwischen Mitarbeitern und Management scheinen also tief zu sitzen, und das geplante Fan-Event hat die Situation erneut eskalieren lassen.
Die Sicht des Studios
Die Studioleitung verteidigt das Event als innovative Marketingmaßnahme, um die Community einzubinden und das Interesse an MindsEye zu steigern. Die Macher sehen die Veranstaltung als Chance, Fans exklusive Inhalte und neue Features zu bieten. Gleichzeitig müssen sie jedoch nun nicht nur die Spieler, sondern auch ihre eigenen Angestellten von der Idee überzeugen – ein Balanceakt, der angesichts der vergangenen Entlassungen alles andere als einfach ist.
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Das MindsEye-Event zeigt, wie interne Unternehmenspolitik und Fan-Interessen in der Spielebranche miteinander kollidieren können. Während die Spieler neugierig auf die neuen Features sind, sehen die eigenen Mitarbeiter darin ein Zeichen der Missachtung für ihre harte Arbeit und die schwierige Situation im Studio. Die Protestaktion am 11. Juli wird zeigen, ob Build a Rocket Boy in der Lage ist, Konflikte zwischen Management, Mitarbeitern und Community zu moderieren – oder ob das Projekt durch interne Spannungen weiter in die Kritik gerät.
Quelle:https://news.instant-gaming.com/en/articles/20644-mindseye-studio-employees-protest-against-a-fan-event





