Remakes und Remaster gehören inzwischen fest zur Spielebranche. Nicht jeder Entwickler ist allerdings glücklich darüber, wenn seine ursprüngliche Arbeit ersetzt wird.
Genau das kritisiert nun Benson Russell, einer der Co-Autoren des ersten The Last of Us.
Ex-Entwickler kritisiert The Last of Us Part 1
Russell war beim Original von The Last of Us unter anderem für das Kampfsystem verantwortlich.
Für das 2022 erschienene Remake The Last of Us Part 1 entschied sich Naughty Dog jedoch dazu, viele Gameplay-Elemente zu überarbeiten und dabei Technologien sowie Mechaniken aus The Last of Us Part II zu übernehmen.
Dadurch wurden laut Russell große Teile seiner ursprünglichen Arbeit entfernt.
Kampfsystem wurde komplett neu aufgebaut
Besonders stört Russell, dass nicht nur einzelne Details verändert wurden, sondern praktisch jeder Kampfabschnitt neu erstellt wurde.
Dazu gehörten Gegner-Spawnpunkte, Skripte und andere Systeme, die er damals selbst entwickelt hatte.
Im Interview erklärte Russell, dass seine ursprüngliche Arbeit damit praktisch gelöscht und ersetzt worden sei.
Gerade weil er viel Zeit und Arbeit in diese Bereiche investiert habe, störe ihn das bis heute.
„Final Version“ sorgt für zusätzlichen Frust
Ein weiterer Grund für seinen Ärger ist offenbar die Bezeichnung des Remakes.
Laut Russell werde The Last of Us Part 1 von Sony und Naughty Dog als die endgültige oder finale Version des Spiels dargestellt.
Dadurch entsteht aus seiner Sicht der Eindruck, dass die ursprüngliche Arbeit am Original weniger wert sei oder gar keine Rolle mehr spiele.
Für Entwickler, die jahrelang an bestimmten Spielsystemen gearbeitet haben, könne das laut Russell wie ein Schlag ins Gesicht wirken.
Diskussion um Remakes bleibt aktuell
Gerade in den vergangenen Jahren hat die Zahl an Remakes und Neuauflagen stark zugenommen.
Viele Spieler freuen sich über modernisierte Versionen älterer Spiele. Gleichzeitig gibt es aber immer wieder Diskussionen darüber, wie viel vom Original erhalten bleiben sollte und wie stark Spiele verändert werden dürfen.
Die Aussagen von Benson Russell zeigen, dass diese Diskussion nicht nur Spieler betrifft, sondern auch Entwickler selbst.





Das ist verständlich. Wenn man viel Arbeit in ein Spiel steckt, ist es ärgerlich, wenn Teile davon einfach ersetzt werden. Andererseits bringen Remakes oft technische Verbesserungen. Eine wichtige Diskussion für Fans und Entwickler.