Künstliche Intelligenz wird in der Spielebranche immer häufiger diskutiert. Für manche Entwickler ist sie eine große Chance, für andere eher eine Gefahr.
Nun hat sich auch Glen Schofield, der Schöpfer von Dead Space, zu dem Thema geäußert. Seine Meinung ist dabei ziemlich klar: KI wird bleiben und Entwickler sollten lernen, damit umzugehen.
Glen Schofield rät Künstlern zum Umdenken
In einem Interview erklärte Schofield, dass sich Entwickler und Künstler schon jetzt mit KI beschäftigen sollten.
Seiner Meinung nach werden viele junge Absolventen in einigen Jahren bereits Erfahrung mit künstlicher Intelligenz haben. Wer sich dem Thema komplett verschließt, könnte langfristig Probleme bekommen.
Schofield vergleicht die aktuelle Diskussion mit früheren Reaktionen auf Motion Capture und Performance Capture. Auch damals hätten viele Entwickler die neuen Technologien zunächst abgelehnt.
KI kann Arbeit beschleunigen, aber nicht ersetzen
Trotzdem sieht Schofield künstliche Intelligenz nicht als Lösung für alles.
Gerade bei großen AAA-Spielen glaubt er nicht daran, dass künftig nur noch kleine Teams mit wenigen Entwicklern riesige Projekte stemmen können.
Als Beispiel nennt er die enorme Detailarbeit bei der Entwicklung von Levels, Kameraperspektiven, Beleuchtung, Kabeln, Farben oder Animationen.
Seiner Meinung nach braucht es weiterhin Menschen, die jedes einzelne Detail anpassen und kreative Entscheidungen treffen.
Kreativität bleibt laut Schofield menschlich
Für den Dead-Space-Schöpfer kann KI zwar Prozesse beschleunigen und Kosten senken, die eigentliche Kreativität bleibt aber Aufgabe der Entwickler.
Er kritisiert, dass in der Branche oft nur noch darüber gesprochen wird, wie Produktionskosten gesenkt und Teams verkleinert werden können.
Dabei werde laut Schofield häufig vergessen, wie wichtig kreative Ideen und menschliche Entscheidungen für gute Spiele sind.
KI wird in der Branche immer wichtiger
Die Diskussion rund um KI dürfte in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.
Schon jetzt setzen viele Studios künstliche Intelligenz für Konzeptzeichnungen, Texte, Stimmen oder interne Tools ein.
Wie stark sich diese Entwicklung auf die Zukunft großer Spieleproduktionen auswirken wird, bleibt allerdings abzuwarten.
Quelle:
https://wccftech.com/glen-schofield-thinks-true-creatives-can-save-aaa-gaming-asks-artists-to-learn-some-form-of-ai/




