NVIDIAs Upscaling-Technologie DLSS entwickelt sich kontinuierlich weiter. Mit dem neuen Preset M zeigt sich, dass die auf Transformer-Modellen basierende Generation einen spürbaren Qualitätssprung macht – insbesondere in Performance-Modi. Verbesserungen bei Vegetation, Partikeleffekten und feinen Geometrien sorgen dafür, dass DLSS näher denn je an echte Supersampling-Qualität heranrückt.
Probleme früherer Presets gezielt adressiert
Vergleiche zwischen dem älteren Preset K (DLSS 4.0) und dem aktuellen Preset M (DLSS 4.5) zeigen klar, wo NVIDIA angesetzt hat. Preset K offenbarte in längeren Spielsitzungen diverse Schwächen, die sich erst nach vielen Stunden und in unterschiedlichen Titeln bemerkbar machten.
Ein häufig genannter Kritikpunkt betraf volumetrischen Nebel, etwa in Assassin’s Creed Shadows. Dort kam es zu sichtbarem Banding sowie zu Ghosting-Effekten, wenn sich Objekte durch Nebelschichten bewegten. Mit Preset M sind diese Artefakte im 4K-DLSS-Performance-Modus weitgehend verschwunden – und das konsistent über mehrere Spiele hinweg.
Stabilere Bewegung ohne „Fizzle“-Effekte
Auch die Bewegungsdarstellung wurde deutlich verbessert. In Horizon Forbidden West zeigten Transformer-Modelle zuvor zwar mehr Details als die alten CNN-Varianten, erzeugten jedoch sogenannte Disocclusion-Fizzle-Artefakte: feine, pixelige Muster auf bewegten Objekten.
Preset M schafft hier nahezu den idealen Kompromiss. Die Bildschärfe in Bewegung bleibt erhalten, während störende Pixelkanten auf Ausrüstung und Oberflächen praktisch verschwunden sind. Das Ergebnis wirkt ruhiger und homogener.
Textur-Schmieren und Geisterlinien beseitigt
In Cyberpunk 2077 fiel bei Preset K ein weiteres Problem auf: Bei hoher Geschwindigkeit verschmierten nahe Texturen, insbesondere Straßenoberflächen. Mit Preset M tritt dieses Richtungs-Schmieren nicht mehr auf, und die Detailstruktur bleibt stabil.
Ähnlich positiv fällt das Fazit in Forza Horizon 5 aus. Dort sorgten dünne Objekte wie Stromleitungen zuvor für flackernde Geisterlinien. Preset M entfernt dieses Ghosting weitgehend, auch wenn feines Aliasing noch nicht vollständig eliminiert ist.
Partikel, Regen und Vegetation profitieren
Auch bei Partikeleffekten zeigt sich ein Fortschritt. In Spielen wie Death Stranding waren Regenpartikel mit früheren Transformer-Modellen teils kaum sichtbar. Preset M stellt mehr Partikel in der Luft dar und reduziert gleichzeitig Geisterspuren – auch wenn extrem feine Details weiterhin eine Herausforderung bleiben.
Besonders auffällig sind die Verbesserungen bei Vegetation. In Kingdom Come Deliverance 2 und Spider-Man: Miles Morales zeigt Preset M deutlich weniger Flimmern. Pflanzen und entfernte Gebäude bleiben stabil, selbst bei Kamerabewegungen. Für Miles Morales bedeutet das erstmals ein nahezu störungsfreies DLSS-Erlebnis auf dem PC.
Kein Endpunkt, sondern ein weiterer Schritt
Preset M markiert keinen Abschluss der DLSS-Entwicklung. Zwar nähert sich NVIDIA mit jeder Version stärker an supersampelnde Referenzbilder an, doch gerade bei sehr kleinen, temporären Details wie Regentropfen gibt es weiterhin Luft nach oben.
Entscheidend ist weniger die Bezeichnung des Presets als der Fortschritt dahinter. Mit Preset M zeigt NVIDIA, dass Transformer-Modelle nicht nur leistungsfähig, sondern auch zunehmend stabil und konsistent werden – ein wichtiger Schritt für hochauflösendes Gaming mit hohen Bildraten.
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