Montag, Februar 9, 2026
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Fast 1,3 Millionen Stimmen aus Europa: Ein Gaming-Thema landet jetzt auf dem Tisch der EU

Die Europäische Kommission muss sich künftig mit der Bürgerinitiative Stop Killing Games befassen. Die europaweite Aktion hat eine entscheidende Hürde genommen und die formalen Voraussetzungen erfüllt, um offiziell geprüft zu werden. Damit rückt ein Thema in den Fokus der Politik, das für viele Spieler seit Jahren an Bedeutung gewinnt: der dauerhafte Erhalt von Videospielen.

In den vergangenen Monaten sammelten Unterstützer aus ganz Europa Unterschriften, um auf das Problem aufmerksam zu machen, dass Spiele nach Serverabschaltungen oder Support-Ende vollständig unspielbar werden. Ziel der Initiative ist es, Videospiele vor dem vollständigen Verschwinden zu bewahren und langfristige Lösungen zu fördern.

Millionengrenze überschritten – EU muss reagieren

Die Auszählung der Unterschriften lief seit Juli, nun liegt das offizielle Ergebnis vor: 1.294.188 verifizierte Unterschriften wurden europaweit eingereicht. Damit wurde nicht nur die notwendige Millionengrenze überschritten, sondern auch das Quorum in mindestens sieben EU-Mitgliedsstaaten erreicht. Infolgedessen ist die Europäische Kommission verpflichtet, die Initiative zu prüfen und dazu Stellung zu beziehen. Ob daraus konkrete Gesetzesänderungen entstehen, bleibt allerdings offen.

Besonders aktiv zeigte sich die Community in Polen. Laut Angaben von Radosław Dubisz vom polnischen Ministerium für Kultur und nationales Erbe erreichte das Land mit 143.826 Unterschriften europaweit den dritten Platz. Mehr Unterstützer kamen lediglich aus Frankreich (145.289) und Deutschland (233.180). Angesichts der geringeren Bevölkerungszahl wird das Engagement der polnischen Spieler als bemerkenswert eingestuft.

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Mehr als nur eine Petition

Die Initiatoren betonen, dass sich ihr Engagement nicht allein auf das Sammeln von Unterschriften beschränkt. Parallel dazu wird gezielt Lobbyarbeit betrieben, um politische Entscheidungsträger für das Thema zu sensibilisieren. Gespräche mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments sowie nationalen Digitalausschüssen sollen dazu beitragen, mögliche Lösungsansätze frühzeitig zu diskutieren.

Auslöser für die erneute Aufmerksamkeit war unter anderem die Abschaltung von Online-Diensten bei Spielen wie Anthem, wodurch selbst Einzelspieler-Inhalte nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr nutzbar waren. Die Initiative sieht darin ein grundlegendes Problem für Verbraucherrechte und den langfristigen Zugang zu digitalen Inhalten.

Stimmen aus dem Europäischen Parlament

Moritz Katzner, der sich im Europäischen Parlament für „Stop Killing Games“ einsetzt, rief zuletzt zur Geduld auf. Er machte deutlich, dass hinter der Initiative keine kommerziellen Interessen stehen und alle Beteiligten ihr Engagement neben Beruf und Familie ausüben. Der politische Prozess benötige Zeit, da es sich nicht um anonyme Institutionen, sondern um reale Menschen handle, die an Lösungen arbeiten.

Ursprung der Bewegung

Die Bewegung entstand im Jahr 2024 auf Initiative von Ross Scott, nachdem Ubisoft die Server von The Crew abgeschaltet hatte. Dadurch verloren Käufer die Möglichkeit, das Spiel selbst im Offline-Modus weiter zu nutzen. Die Initiatoren argumentieren, dass Videospiele ein Kulturgut darstellen – vergleichbar mit Filmen oder Büchern – und ihr vollständiges Verschwinden einen nachhaltigen kulturellen Verlust bedeutet.

http://playstationinfo.de.w0213555.kasserver.com/2026/01/08/steigen-die-gaming-preise-erneut-was-spieler-2026-erwarten-koennte/

Mit der offiziellen Einreichung bei der Europäischen Kommission beginnt nun die nächste Phase der Initiative. Ob „Stop Killing Games“ langfristig zu verbindlichen Regelungen für Publisher führt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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