Das kommende Fable von Playground Games zählt ohne Zweifel zu den meistdiskutierten Spielen des Jahres 2026. Doch neben großer Vorfreude sorgte das Reboot zuletzt auch für hitzige Debatten. Zunächst stand das Aussehen des Protagonisten im Mittelpunkt der Kritik, später folgten Berichte über Verzögerungen in der Entwicklung. Zumindest ein Teil dieser Diskussionen wurde während der jüngsten Xbox Developer Direct entschärft, als die Entwickler umfangreiche Charakteranpassungen bestätigten und ihre ambitionierte Vision für NPCs präsentierten.
Doch genau diese Präsentation führte direkt zur nächsten Kontroverse.
Fable verzichtet auf sein legendäres Moralsystem
In einem aktuellen Interview mit IGN bestätigten die Entwickler, dass das neue Fable auf eines der bekanntesten Gameplay-Elemente der Reihe verzichten wird: die moralabhängige Veränderung des Aussehens des Helden.
Die gezeigten Spielszenen wurden überwiegend positiv aufgenommen, und viele Fans sehen im Reboot zunehmend einen würdigen Nachfolger der klassischen Teile. Playground Games betonte, dass man die Essenz von Fable bewahren wolle. Dazu zählen die Rückkehr von Immobilienbesitz, Romanzen, Beziehungen zu NPCs sowie das typische Kampfund Erkundungssystem – alles Elemente, die für langjährige Fans zentrale Bestandteile der Serie sind.
Ein entscheidendes Merkmal fehlt jedoch.
Warum das Morphing-System gestrichen wurde
In den frühen Fable-Spielen war Moral das Fundament des Gameplays. Jede Entscheidung beeinflusste, ob der Held als gut, böse oder neutral galt. Diese Einordnung blieb nicht abstrakt: Sie spiegelte sich sichtbar im Charakter wider. Gute oder schlechte Taten hinterließen physische Spuren, die den moralischen Weg des Spielers unmittelbar erkennbar machten.
http://playstationinfo.de.w0213555.kasserver.com/2026/01/23/fable-kehrt-zurueck-release-im-herbst-fuer-ps5-erstes-gameplay-enthuellt/
Dieses Konzept entwickelte sich später zum berühmten Morphing-System, bei dem das Verhalten des Spielers direkt zu körperlichen Veränderungen führte. Innerhalb des Rollenspiel-Genres war dieses System nahezu einzigartig.
Im Reboot wird es jedoch nicht mehr enthalten sein. Ralph Fulton, Studioleiter von Playground Games, erklärte gegenüber IGN, dass diese Entscheidung bewusst getroffen wurde. Das klassische System basierte auf einer klaren, objektiven Trennung zwischen Gut und Böse. Die neue Interpretation von Fable gehe jedoch von einem anderen Ansatz aus.
Subjektive Moral statt Gut-gegen-Böse
Im neuen Fable gibt es keine universelle Definition von Gut und Böse mehr. Stattdessen wird Moral subjektiv bewertet: Jede Handlung des Spielers wird abhängig von der Perspektive einzelner Bewohner Albions beurteilt. Ein Charakter kann also für den einen NPC ein Held sein, für den anderen ein Schurke.
Dieser Ansatz soll mehr Nuancen und Entscheidungsfreiheit ermöglichen, verzichtet dafür aber auf die visuell eindeutige Darstellung moralischer Ausrichtung – ein Punkt, der viele Fans besonders schmerzt.
Geteilte Meinungen in der Community
Die Reaktionen fallen entsprechend gemischt aus. In Foren und sozialen Netzwerken wird der Wegfall des Morphing-Systems vielfach kritisiert, da es als Markenzeichen der Reihe galt. Gleichzeitig erinnern einige Spieler daran, dass genau dieses binäre Moralsystem in der Vergangenheit auch bemängelt wurde, weil es zu simpel sei und wenig Raum für Grauzonen lasse.
Ob der neue Ansatz Fable moderner und glaubwürdiger macht oder der Serie einen Teil ihrer Identität nimmt, wird sich erst nach Release zeigen.
Fable erscheint 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC und wird zum Start auch im Xbox Game Pass verfügbar sein.
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Es gibt viele Meinungen dazu. Ich bin neugierig auf den Reboot und was er bietet.
Subjektive Moral klingt spannend, aber ich hoffe, es funktioniert im Spiel.
Der Wegfall des Morphing-Systems ist schade. Vielleicht wird das Spiel trotzdem gut.
Ich finde die Diskussion über das neue Fable interessant. Mal sehen, wie es wird.