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Dienstag, Februar 27, 2024
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Unsicherheit bei der Übernahme: Microsoft droht mit Abbruch des Activision Blizzard Deals

"Blockade in Großbritannien und den USA: Aktuelle Entwicklungen gefährden die Fusion von Microsoft und Activision Blizzard"




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Die Realisierung der Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft bleibt weiterhin unsicher. In den USA wird versucht, den bevorstehenden Abschluss mithilfe einer einstweiligen Verfügung zu verhindern, was zu einem langwierigen Prozess führen könnte. Rechtsberater von Microsoft warnen sogar vor einem möglichen Abbruch des Deals.

Nachdem die britische CMA vor einigen Wochen die geplante Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft blockiert hatte, schien sich das Blatt aufgrund entgegengesetzter Entscheidungen anderer Regulierungsbehörden wieder zu Gunsten von Microsoft zu wenden. Unter anderem hatte die Europäische Kommission den Deal genehmigt.

Jedoch versucht nun auch die amerikanische FTC den geplanten Zusammenschluss von Microsoft und Activision zu verhindern. Als nächste Eskalationsstufe wurde eine einstweilige Verfügung beantragt, um den Deal bis zur vollständigen Genehmigung zu stoppen. In einer vorläufigen Entscheidung hat ein US-Richter die Übernahme vorübergehend blockiert, solange die einstweilige Verfügung überprüft wird.

Scheitern der Übernahmeverhandlungen?

Gemäß Informationen von TweakTown haben Microsofts Anwälte in aktuellen Gerichtsdokumenten eingeräumt, dass Microsoft die Fusion aufgeben könnte, falls der Richter der beantragten einstweiligen Verfügung der FTC zustimmt.

Obwohl es theoretisch möglich wäre, dass der weitere Verlauf des FTC-Prozesses zugunsten von Microsoft verläuft, selbst wenn die einstweilige Verfügung in Kraft tritt, wiesen Microsofts Rechtsberater darauf hin, dass der darauffolgende Rechtsstreit möglicherweise Jahre dauern und die Fusion nicht überleben könnte.

Microsoft und Activision waren sich offenbar bewusst, dass die Zeit gegen den Zusammenschluss arbeitet. Angesichts der offenkundigen Strategie der FTC und ihrer Ablehnung des Deals planten die beiden Unternehmen, sich auch ohne eine Entscheidung nach dem 15. Juni zu vereinen.

Dies führte dazu, dass die FTC eine einstweilige Verfügung beantragte, um die Fusion für einen bestimmten Zeitraum zu verhindern. Laut Tweaktown gibt es auch eine neue Regeländerung bei der FTC, die den Kommissaren ermöglichen würde, die Entscheidung des Administrative Law Judges zu ignorieren und stattdessen über die Genehmigung der Fusion abzustimmen, was zu einer weiteren Verzögerung von einem Jahr führen könnte.

Diese Verzögerung würde Neuverhandlungen und zusätzliche Millionen Dollar für Anwaltskosten und Anträge erfordern. Gleichzeitig müssten beide Unternehmen weiterhin unabhängig voneinander agieren, während sich die Videospielindustrie schnell weiterentwickelt.

CMA-Blockade in Großbritannien bleibt bestehen

Auch in Großbritannien ist der weitere Verlauf unklar. Obwohl Microsoft in Berufung gegen die Entscheidung der CMA gehen möchte, würde selbst eine erfolgreiche Berufung den Prozess nur von Neuem beginnen, indem die CMA eine zweite Untersuchung des Deals einleitet. Es ist fraglich, ob die Blockadeentscheidung dabei aufgehoben wird.

Es wäre theoretisch möglich, dass Microsoft den britischen Markt als Sonderfall behandelt und Wege findet, Xbox-Produkte dort auch ohne Zustimmung der CMA zu vertreiben. Doch wenn sich die FTC in den USA ebenfalls durchsetzt, wäre ein solches Szenario kaum vorstellbar.

Quelle

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