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Freitag, Oktober 22, 2021
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Subnautica Below Zero – Stimmungsvolle Fortsetzung (Review)

Subnautica gilt als eines der besten Survival-Spiele des Genre. Mit seiner interessanten Unterwasserwelt und spannenden Story, konnte der Erstling 2018 begeistern.

Subnautica Below Zero möchte nun am Erfolg des Vorgängers anknüpfen und mit seiner eisigen Umgebung Abwechslung bringen. Ob das funktioniert hat, möchten wir in unserer Review klären.

Gemeinsam alleine

Zurück auf dem Planet 4546B. Nur diesmal verschlägt es unsere Heldin Robin Ayou in etwas kältere Regionen des Planeten. Dabei ist ihre Unternehmung nicht ganz legal. Jedoch möchte sie unbedingt den Tod ihrer Schwester Sam aufklären, die laut dem Unternehmen Alterra bei einem Unfall ums Leben kam. Auf dem Weg zum Planeten wird aber auch sie in einen Unfall verwickelt und verliert fast ihre komplette Ausrüstung. Einzig eine kleine Kapsel mit einem Fabrikator und einem Lager dienen ihr fortan als Basis. Alle Forschungsstationen sind so gut wie verlassen. Somit wird Robin in der Annahme bestärkt, dass hier nicht alles so abgelaufen ist, wie behauptet wird. Hier kommen wir auch zu einem der größten Stärken von Subnautica Below Zero. Der Geschichte. Denn die gibt sich sehr spannend und mysteriös und lockt immer wieder mit neuen Informationen zum weiterspielen. Neben gefundenen PDA´s, erfährt man auch durch die schön gestaltet Umgebung was auf Planet 4546B geschehen ist. Aber Robin wird auch in einige Gespräche verwickelt, denn sie ist nicht so alleine wie erwartet. Dabei sind die Dialoge gut gelungen. Trotzdem wird man öfter sterile Textnachrichten in PDA´s lesen oder den Sprachaufzeichnungen lauschen. Wirkliche Zwischensequenzen gibt es nur wenige.

Bekanntes Neues

Der allgemeine Spielablauf ändert sich natürlich auch in Below Zero im Vergleich zum Vorgänger kaum.Neben dem neuen Biom und Fahrzeugen, sowie Werkzeugen, gilt es immer noch Materialien zu sammeln und neue Gegenstände herzustellen. Durch die kalte Umgebung, müssen wir an der Oberfläche auf unsere Temperatur achten. Unter Wasser ist es jedoch durch unseren Anzug warm genug und wir brauchen hier nur den Sauerstoff im Auge zu behalten. Natürlich müsse wir auch auf Robins Hunger und Durst achten. Anders als bei Genrevertretern, ist man aber nicht ständig auf der Suche nach Essen und trinken, muss sich also nur gelegentlich darum kümmern. Dieser Punkt bleibt aber trotzdem wichtig. Etwas nervig kann am Anfang der Sauerstoffvorrat sein, denn dieser ist sehr begrenzt und fordert oft zum Auftauchen auf. Der Fortschritt bei der Herstellung neuer Werkzeuge und Hilfsmittel ist aber recht schnell und aus diesem Grund kann man das verschmerzen. Wir haben es schließlich mit einem Survival-Game zu tun. Viel störender ist hier die suche nach Ressourcen, vor allem Mineralien. Denn hier greift ein Zufallsprinzip, was dafür verantwortlich ist, was in den jeweiligen Gesteinstypen gefunden werden kann. Das kann dann zu einer nervigen Angelegenheit werden, wenn man ein bestimmtes Mineral benötigt, diese aber nicht auftauchen möchte. Löblich ist hingegen, dass nach einiger Zeit immer mal wieder wichtige Orte auftauchen, um uns das Vorankommen der Geschichte zu erleichtern. Da es nämlich keine Karte gibt, müssen wir unsere Umgebung gut im Gedächtnis behalten und die auftauchenden Hinweise sehr hilfreich sind. 

Stimmungsvoll oben und unten

Die meiste Zeit werden wir unter Wasser verbringen. Aber in Below Zero verschlägt es uns öfter als noch im Vorgänger an die Oberfläche und auf Eisschollen oder in Forschungsanlagen. Aber auch Höhlen sind unter Wasser und an Land zu finden. Dabei versprüht sowohl die Unterwasserwelt, als auch die Oberfläche ihre ganz eigene Atmosphäre und strotzt nur so vor Details. Denn wo im Wasser die bunten Fische und Pflanzen beeindrucken können, dürfen wir an Land auch wunderschöne Polarlichter bestaunen. Gerade solche Details machen die Welt so interessant und motivieren jede Ecke der Welt zu untersuchen. Außerdem gibt es überall neue Ressourcen zu entdecken oder Geheimnisse, die die Story weiter treiben. Grafisch bleibt Below Zero schön, wenn auch nicht überragend. Etwas nervig kann die lange Ladezeit am Anfang des Spiels sein, die sogar auf der PS5 optimierten Version gefühlt Minuten dauert um uns in die Welt zu entlassen. Danach gibt es jedoch keine Unterbrechungen mehr und Below Zero läuft sehr flüssig. Außerdem lässt sich Robin recht gut unter Wasser steuern, jedoch wird diese etwas ungenau, wenn wir nahe Objekte einsammeln möchten. Der Soundtrack hingegen ist sehr gut gelungen und erzeugt eine einzigartige Atmosphäre. Des Weiteren machen die englischen Sprecher einen guten Job. Wer nicht auf Essen und Trinken achten möchte, kann sich auch im Kreativ-Modus austoben und einfach los bauen. Hartgesottene dürfen den Hardcore-Modus ausprobieren, bei dem es nur ein Leben gibt und der Tod wirklich das Ende bedeutet.

Fazit

Subnautica Below Zero bietet genau das, was den Vorgänger so gut gemacht hat. Anspruchsvolle, aber nicht so aufdringliche Survival-Elemente, eine beeindruckende Unterwasserwelt und eine interessante Story. Außerdem kommt mit der Temperatur ein neuer Feind hinzu. Dabei fühlen sich die Ausflüge an Land frisch an und bieten Abwechslung. Die grafische Darstellung ist gut gelungen, jedoch ist die Ladezeit am Anfang recht lang geraten, auch auf der PS5. Die Steuerung ist grundsätzlich gut, jedoch mit Abstrichen an nahen Objekten. Ansonsten bietet Below Zero mehr Futter für Fans des Vorgängers. Wer Subnautica noch nicht gekannt hat, bekommt mit Below Zero auch einen guten Einstieg in die Serie, da Kenntnisse zum Vorgänger nicht nötig sind.

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8.3

Grafik

7.8/10

Atmosphäre

9.0/10

Steuerung

7.7/10

Story

8.5/10

Sound

8.7/10

Umfang

8.0/10

Positiv

  • Spannende Geschichte
  • Stimmungsvolle Welt
  • Faire Survivalelemente

Negativ

  • Hakelige Steuerung bei nahen Objekten
  • Manche Ressourcen nur mit Zufallsprinzip

 

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