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Montag, Oktober 18, 2021
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MechWarrior 5 Mercenaries – Krachende Action mit steriler Präsentation (Review)

Riesige Mechs sind einfach faszinierend. Sozusagen Panzer auf zwei Beinen, die fast jedem Terrain trotzdem können. In MechWarrior 5 wird nun die von Fans geliebte Reihe fortgesetzt.

Diesmal übernehmen wir die Rolle von Söldnern und bekommen ein riesiges Sternensystem als Spielplatz. Ob die Mechkämpfe überzeugen können, lest ihr in den kommenden Zeilen.

Ein schwerer Schicksalsschlag

Zu Beginn wird unser Vater in einem Einsatz durch eine feindliche Söldnereinheit getötet. Dabei rettet er uns das Leben und wir müssen fortan seine Söldnereinheit anführen. Hier startet MechWarrior 5. Den Schicksalsschlag am Anfang bekommen wir in einer hübschen Zwischensequenz präsentiert. Danach wird MechWarrior 5 von der Storypräsentation aber eher steril. Denn die Geschichte wird zum großen Teil in Textboxen erzählt. Aufgelockert wird dies nur von kleineren Gesprächen zu den Missionen auf unserem Schiff oder als Funksprüche in den Aufträgen selbst. Dazwischen können wir zwar unser Basisschiff in Ego-Perspektive erkunden, aber dort gibt es eigentlich nichts zu tun. Denn Gespräche können wir mit unserer Crew nur führen, wenn das storytechnisch auch relevant ist. Schön gemacht ist jedoch der Hangar der Mechs. Denn hier kann man die riesigen Maschinen bestaunen und bekommt ein Gefühl dafür, wie groß diese wirklich sind. Das ist sehr beeindruckend und tut der Atmosphäre gut, obwohl man sonst hier nicht viel anstellen kann. Außerdem sieht man hier die Schäden nach einem Kampf und wie diese repariert werden.

Riesen Universum

Neben der Story, ist es auch möglich eine Endloskampagne zu beginnen. Hier wählt man dann eine Partei aus einer kleinen Auswahl aus und bekommt so andere Anfangsvoraussetzungen und Mechs zugeteilt. Ansonsten tut man hier vieles wie im Story-Modus. Wir nehmen also verschiedene Missionen an, die etwa darin bestehen eine Basis zu zerstören, Verbündete zu unterstützen oder sogar Attentate auszuführen. Hierfür wählen wir aus der riesigen Sternenkarte einen Zielpunkt aus und fliegen dann dort hin. Hier kommt ein weiterer wichtiger Aspekt zum tragen. Denn alles was wir in MechWarrior 5 tun, kostet neben Geld auch Zeit. Das ist deswegen wichtig, da wir zu bestimmten Zeitpunkten immer eine Abgabe leisten müssen, da unsere Mitstreiter natürlich auch bezahlt werden wollen. Um neue Söldner anzuwerben, müssen wir das an speziellen Posten tun. Diese bringen dann unterschiedliche Fähigkeiten, aber auch Lohnkosten mit. Außerdem wird auch ein Mech dafür benötigt, der separat erworben oder im Kampf gewonnen werden muss. Eine wirklich tiefe Beziehung zu unseren Angestellten werden wir aber nicht aufbauen. Denn außer Funksprüchen haben wir mit denen nichts zu tun und eine Verletzung oder sogar der Tod in einer Mission wird uns lediglich in einer Textbox angezeigt. Für einen eigenen Söldnertrupp ist das etwas schade und kratzt an der Atmosphäre.

Krachende Gefechte

Der Kern von MechWarrior 5 sind natürlich die Gefechte und die sind wirklich beeindruckend und spannend. Denn es gibt unterschiedliche Maschinen, die sich auch unterschiedlich anfühlen. Ein leichter Mech bewegt sich zwar schnell ist aber weniger schwer bewaffnet und gepanzert, kann aber mit einem Jetpack schweben. Eine schwerere Ausführung stampft dagegen behäbiger durch die Gegend und kann aber auch nicht schweben. Dafür können diese Mechs mehr Waffen tragen und sind besser gepanzert. Auch hier kommt dann etwas Taktik ins Spiel, denn wir müssen auf unserer Gegner reagieren, da diese ja auch unterschiedliche Mechs steuern. Zusätzlich können wir bis zu drei NPC’s oder Freunde mit in die Schlacht nehmen. Die NPC´s verhalten sich grundsätzlich schlau in Gefechten. Außerdem können wir diesen auch Befehle erteilen, welches Ziel zuerst angegriffen werden soll. Allgemein schwankt aber gefühlt der Schwierigkeitsgrad in den Missionen. Es kommt vor, dass man ohne Probleme durch die Gegner stapft, vor allem wenn in dieser Mission viele Panzer und Hubschrauber warten. Denn diese halten nur wenig aus und sind eher in ihrer Masse gefährlich. Gegen feindliche Mechpiloten sieht die Sache aber schon anders aus, diese reagieren nämlich schlau und aggressiv. Hier kann es passieren, dass kleine schnelle Mechs uns in den Rücken fallen und unsere Schwachstelle angreifen. Wenn wir nicht aufpassen, kann das zum Problem werden und wir beißen schnell ins Gras.

Taktisches Zerstören

Ein weiterer Aspekt in den Gefechten, ist die Zerstörung der einzelnen Teile. Denn wir können gezielt einzelne Komponenten unserer Feinde anvisieren und zerstören. Weil ohne Waffe kein Schaden. Aber auch wir können Waffen verlieren und dadurch wehrlos werden. Außerdem gilt es auf die Wärmeentwicklung unserer Waffen und unseres Mechs zu achten. Wird der nämlich zu warm, schaltet er sich kurz ab und wir können uns weder bewegen, noch unsere Waffen benutzten. Mitten im Gefecht ist sowas natürlich fatal. Nach einem Auftrag, ob erfolgreich oder einer Niederlage, kehren wir in unserer Basis zurück. Hier können wir dann gewonnenen Waffen und Zubehör einsacken. Außerdem müssen wir unsere Mechs natürlich reparieren, denn unbeschadet, werden wir kaum ein Match verlassen. Neben Geld, kostet aber auch die Reparatur Zeit. In Kriegsgebieten sogar noch mehr als in friedlichen Gebieten. Außerdem laufen Aufträge nach einer bestimmten Zeit ab, also müssen wir taktisch denken. Welcher Mech ist schneller wieder einsatzbereit und kostet am wenigsten gilt es dann abzuwägen. Das kann zu spannenden Situationen führen. Auch können wir in einem recht erschlagenden Menü unsere Ausstattung der Mechs ändern, aber auch das kostet Zeit und erfordert etwas Planung. Neulinge werden Anfangs wohl erstmal überfordert sein von den Möglichkeiten und müssen sich etwas in die Materie einarbeiten.

Technisch nicht auf dem neusten Stand

Die allgemeine Technik wirkt eher etwas angestaubt und wenig detailliert. Vor allem die Texturen der Mechs wirken irgendwie ein matschig. Dafür sind die Umgebungen grundsätzlich gut gestaltet und bieten eine Menge Abwechslung. Denn die Planten präsentieren sich in verschiedenen Biomen und biete dabei Wälder, Städte, Wüsten oder Schneegebiete. Auch die vielen zerstörbaren Objekte machen Laune. Hinzu kommt die klasse Soundabmischung. Denn wenn uns die Projektile nur so um die Ohren fliegen, setzt ein richtiges Mittendrin Gefühl ein. Die Steuerung ist wohl grundsätzlich gut aufs Gamepad angepasst. Aber es scheint das Funktionen vergessen wurden oder durch die Einschränkung der Belegung nicht möglich waren. Denn im Tutorial sollen wir recht am Anfang eine Aktion ausführen, für die es keine Taste gibt. Somit kann das Tutorial nicht beendet werden. Zwar können wir aus drei Controller Schemata wählen aber die Belegung bleibt immer fest. Auf dem PC, der wohl die Grundplattform ist, hat man durch die Tastatur mehr Möglichkeiten. Hier scheint nicht ganz zu Ende gedacht worden zu sein, was etwas schade ist. Trotzdem lassen sich die Mechs in den Gefechten trotz der Komplexität gut steuern.

Fazit

MechWarrior 5 Mercenaries ist genau da stark, wenn es um die Gefechte und die Action geht. Hier hauen die Explosionen rein und die Projektile fliegen einem um die Ohren. So entsteht durch die super Soundkulisse ein richtiges Mittgendringefühl. Leider schwächelt die Grafik etwas mit matschigen Texturen. Auch ist das Missionsdesign eher repetitiv und bietet wenig Abwechslung. Was man von den einzelnen Umgebungen aber nicht behaupten kann. Denn die sind schön gestaltet und in verschiedene Biome unterteilt. Dafür kann die Präsentation der Geschichte kaum überzeugen, denn diese wird zum Großteil in drögen Textboxen erzählt. Außerdem werden Neulinge von den vielen Möglichkeiten der Mechgestaltung Anfangs wohl etwas erschlagen werden. Wer jedoch krachende Action und sich einarbeiten möchte, wird von MechWarrior 5 definitiv nicht enttäuscht.

-
7.7

Grafik

7.0/10

Sound

9.0/10

Umfang

9.0/10

Gameplay

8.0/10

Steuerung

7.0/10

Story

5.9/10

Positiv

  • Klasse Kampfaction
  • Takttisches Zerstören
  • Super Soundabmischung

Negativ

  • Für Anfänger sehr überladen
  • Story unspektakulär
  • Missionsdesign sehr repetitiv

MechWarrior 5: Mercenaries - Announcement Trailer | PS5, PS4
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3 KOMMENTARE

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