Die ohnehin riesige Spielwelt von Crimson Desert wächst weiter. Entwickler Pearl Abyss veröffentlicht am 29. Oktober 2026 die erste große kostenpflichtige Erweiterung „Charting the Unknown“ für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC. Für 24,99 Euro erhalten Spieler nicht nur zusätzliche Geschichten rund um Kliff, Oongka und Damiane, sondern auch völlig neue Möglichkeiten. Dazu gehören eigene Schiffe, Unterwassererkundungen, eroberbare Burgen und sogar romantische Beziehungen mit Hochzeiten. Mit dem DLC erweitert Pearl Abyss das Open-World-Abenteuer deutlich über seine bisherigen Grenzen hinaus.
Drei neue Geschichten führen zurück nach Pywel
Im Mittelpunkt von Charting the Unknown stehen zunächst drei zusätzliche Handlungsstränge.
Jede der spielbaren Hauptfiguren erhält eine eigene Geschichte, die nach den Ereignissen der Hauptkampagne angesiedelt ist.
Kliff, Oongka und Damiane können damit neue Abenteuer erleben, die ihre jeweiligen Entwicklungen fortsetzen.
Die Geschichten beschäftigen sich unter anderem mit einer bedrohlichen Macht in der Wüste, politischen Auseinandersetzungen und Geheimnissen, die weit über die bisher bekannten Regionen hinausreichen.
Auch eine Reise durch ungewöhnliche Zeitebenen spielt eine Rolle.
Die drei neuen Handlungsstränge stehen allerdings nicht sofort zur Verfügung.
Spieler müssen zunächst die Hauptgeschichte von Crimson Desert abgeschlossen haben. Anschließend lassen sich die zusätzlichen Missionen über das Tagebuch beginnen.
Daneben gibt es eine weitere Questreihe, die sich besonders mit den neuen Meeresgebieten beschäftigt.
Diese wird bereits nach bestimmten Fortschritten in der Hauptkampagne verfügbar.
Damit können Spieler einige der neuen Funktionen kennenlernen, ohne zuvor sämtliche ursprünglichen Abenteuer abschließen zu müssen.
Eigene Schiffe eröffnen völlig neue Möglichkeiten
Eine der größten Neuerungen betrifft die Erkundung des Ozeans.
Während Crimson Desert bislang hauptsächlich durch seine weitläufigen Landgebiete auffiel, können Spieler nun auch die Meere von Pywel bereisen.
Dafür lassen sich eigene Schiffe bauen oder erwerben.
Sobald das Graumähnen-Camp am Heulenden Hügel errichtet wurde und bestimmte Missionen abgeschlossen sind, können Spieler ihre Gefährten zum Schiffbau entsenden.
Alternativ lassen sich geeignete Schiffe über entsprechende Ansprechpartner an Häfen kaufen.
Anschließend steht die Erkundung neuer Inseln und Küstenregionen offen.
Dazu kommen Gefechte auf See, die den bisherigen Kämpfen eine weitere Komponente hinzufügen.
Besonders interessant ist dabei die Möglichkeit, unbekannte Gebiete abseits der bisherigen Landwege zu entdecken.
Pearl Abyss möchte damit einen zusätzlichen Bereich der Spielwelt erschließen, der im ursprünglichen Spiel noch vergleichsweise wenig Bedeutung hatte.
Unter Wasser warten Ruinen und neue Kreaturen
Nicht nur auf dem Meer, sondern auch darunter gibt es neue Inhalte.
Kliff, Oongka und Damiane können mit Charting the Unknown in die Tiefen des Ozeans tauchen.
Dort warten versunkene Ruinen, versteckte Schatztruhen und weitere Geheimnisse.
Auch neue Kreaturen und Reittiere sollen in den Unterwassergebieten anzutreffen sein.
Für die Erkundung müssen Spieler allerdings ihren Atemvorrat berücksichtigen.
Je länger sich eine Figur unter Wasser aufhält, desto stärker wird der verfügbare Sauerstoff aufgebraucht.
Spezielle Ausrüstungsgegenstände können dabei helfen, die Tauchzeit zu verlängern.
Ein besonderer Tauchanzug gehört auch zu den Bonusgegenständen, die Vorbesteller der Erweiterung erhalten konnten.
Die Unterwassererkundung ist dabei nicht zwangsläufig an den Abschluss der Hauptgeschichte gebunden.
Wer geeignete Gebiete erreicht, kann sich grundsätzlich bereits früher mit dem neuen System beschäftigen.
Spieler können eigene Burgen übernehmen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau eigener Besitztümer.
Mit dem DLC lassen sich drei bestimmte Burgen innerhalb der Spielwelt erobern und anschließend verwalten.
Dafür müssen zunächst die entsprechenden Gebiete befreit und bestimmte Quests abgeschlossen werden.
Sobald eine Burg unter eigener Kontrolle steht, können Spieler deren Innenräume und Höfe gestalten.
Dazu gehören verschiedene Möbelstücke und Dekorationen, mit denen sich das Erscheinungsbild verändern lässt.
Das System geht damit deutlich über die bisherige Einrichtung einzelner Wohnräume hinaus.
Zusätzlich erhält Crimson Desert ein erweitertes Housing-System.
Hier können Spieler ihr Haus nicht nur dekorieren, sondern dessen grundlegende Struktur verändern.
Wände, Fenster und andere Bauelemente lassen sich individuell platzieren.
Dadurch entstehen zusätzliche Möglichkeiten, den eigenen Rückzugsort innerhalb der Spielwelt zu gestalten.
Wer besonders viel Zeit in die kreative Gestaltung investieren möchte, bekommt damit einen weiteren umfangreichen Beschäftigungsbereich.
Restaurants, Schmieden und eigene Geschäfte
Auch wirtschaftlich wird die Spielwelt ausgebaut.
Charting the Unknown führt zusätzliche Möglichkeiten ein, verschiedene Einrichtungen zu verwalten.
Spieler können beispielsweise Restaurants oder Schmieden pachten und betreiben.
Zu den genannten Beispielen gehören ein Restaurant in Vellua und eine Schmiede in den Zargan Tankworks.
Die entsprechenden Funktionen werden nach bestimmten Fortschritten innerhalb der Fraktionsmissionen freigeschaltet.
Auch der Ausbau des Graumähnen-Camps spielt dabei eine wichtige Rolle.
Damit geht Pearl Abyss über die bisherigen Systeme zum Sammeln, Handeln und Herstellen von Gegenständen hinaus.
Spieler können nun stärker in die wirtschaftlichen Abläufe einzelner Orte eingreifen.
Wie umfangreich die Verwaltung letztlich ausfällt und welchen langfristigen Einfluss sie auf die Spielwelt besitzt, muss sich im regulären Spielbetrieb zeigen.
Romanzen und Hochzeiten halten Einzug
Eine der ungewöhnlichsten Neuerungen betrifft die Beziehungen zwischen den Charakteren.
Mit Charting the Unknown können Kliff, Oongka und Damiane romantische Beziehungen zu bestimmten Bewohnern von Pywel entwickeln.
Dafür müssen zunächst Vertrauen aufgebaut und persönliche Kontakte gepflegt werden.
Aus diesen Beziehungen können sich später auch Hochzeiten ergeben.
Das System soll zusätzlich Einfluss auf das Leben im eigenen Camp haben.
Wer ausreichend enge Freundschaften oder Beziehungen entwickelt, kann unter bestimmten Voraussetzungen Besuch von bekannten Charakteren erhalten.
Damit möchte Pearl Abyss die sozialen Möglichkeiten innerhalb der Spielwelt erweitern.
Allerdings bedeutet das nicht, dass sämtliche NPCs romantisch verfügbar sind.
Die neuen Beziehungen beschränken sich auf dafür vorgesehene Charaktere.
Welche Personen konkret zur Auswahl stehen und wie unterschiedlich die möglichen Geschichten verlaufen, wird sich erst im Spiel vollständig zeigen.
Auch für Kämpfer gibt es neue Herausforderungen
Neben den zahlreichen Erkundungs- und Aufbaumöglichkeiten enthält die Erweiterung zusätzliche Kampfinhalte.
Dazu gehört der sogenannte Garden of Trials.
In diesem Modus treten Spieler nacheinander gegen verschiedene Bosse an, denen sie bereits während ihrer bisherigen Abenteuer begegnet sind.
Der Zugang wird nach dem Abschluss der Hauptgeschichte freigeschaltet.
Wer die Herausforderungen erfolgreich bewältigt, erhält besondere Belohnungen.
Damit richtet sich dieser Teil der Erweiterung insbesondere an Spieler, die das Kampfsystem bereits gut kennen und zusätzliche Herausforderungen suchen.
Gerade für langjährige Crimson-Desert-Spieler könnte der Modus interessant sein, da bekannte Gegner unter neuen Bedingungen erneut bekämpft werden müssen.
Das DLC wurde kurzfristig verschoben
Ursprünglich sollte Charting the Unknown bereits am 15. Oktober erscheinen.
Pearl Abyss entschied sich allerdings Ende September für eine kurzfristige Verschiebung um zwei Wochen.
Als Grund nannte das Studio zusätzliche Entwicklungszeit, um die Erweiterung technisch zu verbessern und bestehende Probleme zu beseitigen.
Die Veröffentlichung wurde daraufhin auf den 29. Oktober verlegt.
Bereits damals hatten wir auf PlayStationInfo.de über die Entscheidung berichtet.
In unserer News Crimson Desert verschiebt große Erweiterung kurz vor dem Release findet ihr die Hintergründe zur Terminänderung.
Am angekündigten Umfang der Erweiterung sollte sich durch die Verschiebung nichts Grundlegendes ändern.
Stattdessen wollte das Entwicklerteam die zusätzliche Zeit für den Feinschliff verwenden.
Ob sämtliche neuen Funktionen zum Verkaufsstart zuverlässig ineinandergreifen, werden die Erfahrungen der Spieler und unabhängige Tests zeigen.
Crimson Desert DLC kostet 24,99 Euro
Charting the Unknown erscheint am 29. Oktober 2026 um 23 Uhr deutscher Zeit für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC.
Der reguläre Preis beträgt 24,99 Euro. Zum Spielen wird das Hauptspiel benötigt.
Für Spieler, die Crimson Desert bereits vollständig abgeschlossen haben, dürfte vor allem die Kombination aus drei neuen Handlungssträngen, zusätzlichen Meeresgebieten und den erweiterten Aufbausystemen interessant sein.
Wer dagegen noch mitten in der ursprünglichen Kampagne steckt, kann zumindest einen Teil der neuen Funktionen bereits früher freischalten.
Zusätzlich bietet Pearl Abyss eine fünfstündige Testmöglichkeit für Crimson Desert Enhanced an. Auf PlayStation richtet sich diese an Mitglieder von PlayStation Plus Premium beziehungsweise Deluxe.
Mit Charting the Unknown entwickelt sich das Open-World-Abenteuer jedenfalls deutlich weiter.
Die neuen Inhalte beschränken sich nicht auf zusätzliche Missionen oder Gegner. Stattdessen erweitert Pearl Abyss zahlreiche bestehende Spielsysteme und ergänzt Bereiche, die bislang kaum eine Rolle gespielt haben.
Besonders die eigene Schifffahrt, die Übernahme von Burgen und die neuen Beziehungsmöglichkeiten könnten dafür sorgen, dass Spieler noch deutlich mehr Zeit in Pywel verbringen.
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