Sony greift in Japan zu einer ungewöhnlichen Maßnahme, um die weiterhin stark nachgefragte PS5 Pro gezielter an aktive Spieler zu verkaufen. Wer sich im japanischen Sony Store für die Konsole bewerben möchte, muss nachweisen können, dass er innerhalb der vergangenen zwei Jahre mindestens 60 Stunden auf einer PS4 oder PS5 gespielt hat.
Die Bewerbung läuft seit dem 28. September 2026 und ist noch bis zum 7. Oktober möglich. Sollten mehr Interessenten teilnehmen als Konsolen zur Verfügung stehen, entscheidet anschließend das Los.
Damit versucht Sony offenbar, die vorhandenen Stückzahlen stärker an tatsächliche PlayStation-Nutzer zu verteilen.
Mindestens 60 Stunden Spielzeit werden vorausgesetzt
Die zentrale Bedingung ist ungewöhnlich klar formuliert.
Teilnehmen dürfen nur Nutzer, die zwischen dem 27. September 2024 und dem 27. September 2026 insgesamt mindestens 60 Stunden auf einer PS4, einer PS5 oder auf beiden Systemen zusammen gespielt haben.
Die Spielzeit wird über das Sony-Konto überprüft.
Zusätzlich muss der verwendete Sony-Account in Japan registriert sein und mit der My Sony ID verknüpft werden.
Damit reicht es nicht aus, einfach kurzfristig ein neues Konto anzulegen und sich für eine PS5 Pro zu bewerben.
Sony richtet das Verfahren ausdrücklich an Nutzer, die bereits nachweislich im eigenen Ökosystem aktiv sind.
Bei zu vielen Bewerbern entscheidet das Los
Garantiert ist der Kauf trotz erfüllter Voraussetzungen allerdings nicht.
Sony erklärt, dass es zu einer Verlosung kommt, wenn mehr Bewerbungen eingehen als Konsolen zur Verfügung stehen.
Die Ergebnisse sollen ab ungefähr dem 26. Oktober verschickt werden.
Wer ausgewählt wird, kann anschließend die PS5 Pro über den Sony Store kaufen.
Die Auslieferung ist für Anfang bis Mitte November vorgesehen.
Damit fällt der geplante Lieferzeitraum auffällig nah an einen der wichtigsten Gaming-Termine des Jahres.
Lieferung kurz vor GTA 6
GTA 6 soll am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S erscheinen.
Die neue PS5-Pro-Charge könnte damit nur wenige Tage vor Rockstars Open-World-Spiel bei den Käufern eintreffen.
Ob Sony den Zeitraum bewusst mit GTA 6 abgestimmt hat, ist nicht bekannt.
Für die PS5 Pro dürfte der November allerdings ohnehin besonders wichtig werden. Ein technisch aufwendiges Spiel wie GTA 6 könnte für viele Nutzer ein Grund sein, noch einmal über ein Upgrade innerhalb der aktuellen Konsolengeneration nachzudenken.
Gerade bei Spielen mit hohen Anforderungen an Auflösung und Bildrate soll die PS5 Pro ihre Vorteile gegenüber der normalen PS5 ausspielen.
Die PS5 Pro bleibt in Japan offenbar stark gefragt
Dass Sony überhaupt auf ein Bewerbungsverfahren zurückgreift, zeigt, dass die Nachfrage in Japan weiterhin größer als das unmittelbar verfügbare Angebot sein kann.
Statt die Geräte einfach nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ zu verkaufen, setzt Sony deshalb auf feste Teilnahmebedingungen.
Bemerkenswert ist dabei vor allem die Spielzeit.
Solche Maßnahmen kennt man aus Japan bereits aus früheren Phasen hoher Konsolennachfrage. Händler und Hersteller versuchten in der Vergangenheit mehrfach, durch Mitgliedschaften, Kaufhistorien oder andere Anforderungen professionelle Wiederverkäufer und automatisierte Bestellungen einzuschränken.
Mit mindestens 60 Stunden tatsächlicher PlayStation-Spielzeit geht Sony diesmal einen Schritt weiter.
Scalper sollen es damit zumindest schwerer haben
Offiziell bezeichnet Sony die Regel nicht ausdrücklich als Anti-Scalper-Maßnahme.
Der Effekt liegt jedoch nahe.
Wer eine große Zahl an Konsolen ausschließlich zum Weiterverkauf erwerben möchte, kann nicht ohne Weiteres beliebig viele neue Accounts erstellen und damit am Verfahren teilnehmen.
Für jeden Bewerbungsaccount müsste eine entsprechende Nutzungshistorie vorhanden sein.
Das verhindert Wiederverkäufe natürlich nicht vollständig.
Auch Accounts mit ausreichend Spielzeit können theoretisch für den Weiterverkauf genutzt werden. Die Hürde steigt allerdings deutlich gegenüber einem offenen Verkauf ohne zusätzliche Voraussetzungen.
Vor allem automatisierte Massenbestellungen werden durch ein solches Verfahren erschwert.
Sony verkauft das aktuelle PS5 Pro Modell
Bei der angebotenen Konsole handelt es sich um das Modell CFI-7100B01.
Die PS5 Pro verfügt weiterhin über eine 2-TB-SSD und setzt unter anderem auf eine leistungsstärkere GPU, verbessertes Raytracing sowie Sonys KI-basierte Upscaling-Technologie PSSR.
Im japanischen Sony Store liegt die unverbindliche Preisempfehlung bei 137.980 Yen inklusive Steuern.
Wie bei der PS5 Pro üblich gehört kein Disc-Laufwerk zum Lieferumfang.
Das Laufwerk muss separat erworben werden, wenn physische Spiele genutzt werden sollen.
Ob dieses Verfahren auch außerhalb Japans kommt, ist offen
Bislang gilt die neue Bewerbungsregel ausschließlich für den japanischen Sony Store.
Es gibt aktuell keine Hinweise darauf, dass Sony ein ähnliches System in Deutschland oder anderen europäischen Märkten einführen möchte.
Die Maßnahme zeigt allerdings, wie flexibel Sony inzwischen auf regionale Unterschiede bei Nachfrage und Verfügbarkeit reagiert.
Sollte die PS5 Pro auch in anderen Märkten erneut knapp werden, wären ähnliche Modelle zumindest denkbar.
Gerade kurz vor großen Veröffentlichungen könnte die Nachfrage noch einmal steigen.
Für japanische Spieler gilt nun zunächst: Wer sich eine PS5 Pro direkt bei Sony sichern möchte, muss nicht nur bezahlen können, sondern auch nachweisen, dass tatsächlich gespielt wurde.
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Ohne Laufwerk ist schade. 2 TB SSD und bessere Grafik klingen trotzdem attraktiv.
Lieferung kurz vor GTA 6 ist praktisch. Der Preis ist zwar hoch, aber die Technik klingt gut.
Gut gegen Scalper. Ich finde es logisch, dass Sony aktive Konten bevorzugt.
60 Stunden sind viel für Neulinge. Die Verlosung ist aber verständlich.
Klingt fair. So bekommen echte Spieler eher eine Konsole.