NewsNo Man’s Sky verändert nach zehn Jahren plötzlich seinen kompletten Weltraum

No Man’s Sky verändert nach zehn Jahren plötzlich seinen kompletten Weltraum

No Man’s Sky ist inzwischen zehn Jahre alt, doch Hello Games denkt offenbar noch lange nicht ans Aufhören. Mit dem heute veröffentlichten Cosmos-Update 7.0 wird ausgerechnet der Weltraum selbst massiv erweitert. Spieler können erstmals eigene Raumstationen übernehmen und umbauen, frei schwebende Basen mitten im All errichten, galaktische Allianzen gründen und riesige Schiffswracks ausschlachten. Dazu kommen Asteroidengürtel, neue Außenposten, Anomalien und eine komplett neue Karte für Sternensysteme.

Damit verändert Hello Games einen Bereich, der seit dem ursprünglichen Release im August 2016 zum Kern von No Man’s Sky gehört.

Während viele frühere Updates vor allem Planeten, Schiffe, Basen oder einzelne Aktivitäten erweitert haben, nimmt sich Cosmos diesmal gezielt die Gebiete zwischen den Planeten vor.

Spieler können erstmals eine Raumstation übernehmen

Eine der größten Neuerungen betrifft die bekannten Raumstationen.

Spieler können sich bei den lokalen Behörden beweisen und anschließend zum Direktor einer Station werden.

Danach lässt sich nicht nur die zentrale Halle verändern.

Neue Räume können ergänzt, vorhandene Bereiche umgebaut und sogar die Außenseite der Station dekoriert werden.

Damit werden Raumstationen erstmals zu einem deutlich persönlicheren Bestandteil des Spiels.

Wer genügend Zeit investiert, kann aus einer gewöhnlichen Station praktisch sein eigenes Zentrum innerhalb eines Sternensystems machen.

Eigene Basen können jetzt frei im Weltraum schweben

Auch der klassische Basenbau wird erweitert.

Cosmos erlaubt es Spielern erstmals, komplette Basen direkt im Weltraum zu errichten.

Dafür wird ein spezieller Deep-Space-Basiscomputer eingesetzt. Anschließend kann ein Gebiet mitten im All beansprucht und bebaut werden.

Als Ausgangspunkt lassen sich unter anderem natürliche Asteroidenplattformen nutzen.

Alternativ kann eine Basis vollständig frei im Raum entstehen.

Hello Games spricht selbst davon, dass Spieler auf diese Weise orbitalen Lebensraum oder sogar ganze schwebende Städte erschaffen können.

Riesige Wracks können ausgeschlachtet werden

Deutlich gefährlicher wird die Erkundung der neuen Schiffswracks.

Im Weltraum treiben nun riesige zerstörte Schiffe, die teilweise nur über einen direkten Weltraumspaziergang betreten werden können.

Im Inneren warten wertvolle Technologien und Fracht.

Allerdings sind die Wracks instabil.

Wer zu viele Teile entfernt oder die strukturelle Integrität zu stark beschädigt, kann eine Kettenreaktion auslösen.

Dann bleibt nur noch wenig Zeit, bevor das gesamte Wrack explodiert.

Gerade diese Mechanik dürfte für einige Situationen sorgen, in denen Spieler abwägen müssen, ob sich ein weiteres wertvolles Bauteil tatsächlich noch lohnt.

Der Weltraum bekommt endlich mehr feste Orte

Hello Games überarbeitet zusätzlich die Struktur kompletter Sternensysteme.

Neue interessante Punkte erscheinen nicht mehr ausschließlich zufällig während eines Fluges, sondern können feste Positionen besitzen und später erneut besucht werden.

Dazu gehören felsige und vereiste Asteroidengürtel, Außenposten, Wracks, Trümmerfelder und verschiedene Anomalien.

Eine neue interaktive Sternensystemkarte zeigt Planeten, Raumstationen und andere interessante Orte innerhalb des aktuellen Systems.

Spieler können Ziele markieren und anschließend direkt dorthin navigieren.

Damit dürfte die Erkundung des Weltraums deutlich planbarer werden.

Asteroidengürtel werden zu eigenen Reisezielen

Asteroiden waren zwar schon lange Bestandteil von No Man’s Sky, mit Cosmos bekommen sie aber wesentlich mehr Bedeutung.

Dichte Asteroidengürtel enthalten seltene Mineralien und ungewöhnliche Kristalle.

Genau diese wertvollen Ressourcen ziehen allerdings auch andere Besucher an.

Händler, Prospektoren und Gesetzlose können dort ebenfalls auftauchen.

Einige Plattformen innerhalb der Asteroidengürtel können zudem als Grundlage für die neuen orbitalen Basen verwendet werden.

Damit werden Asteroiden erstmals von einem eher dekorativen Rohstofflieferanten zu einem echten Bestandteil der Weltraumerkundung.

Spieler können galaktische Allianzen gründen

Wer eine eigene Raumstation kontrolliert, bekommt noch eine weitere Möglichkeit.

Stationsdirektoren können ihre eigene galaktische Allianz gründen.

Andere Spieler können beitreten und gemeinsam erkunden oder versuchen, den Einfluss der Gruppe innerhalb der Galaxie auszubauen.

Allianzen bekommen eigene Namen und Banner.

Die größten und aktivsten Gruppen erscheinen außerdem auf Ranglisten innerhalb der Raumstationen.

Ein Spieler kann gleichzeitig Mitglied in bis zu drei Allianzen sein.

Damit erweitert Hello Games den Multiplayer um ein System, das wesentlich stärker auf langfristige Gemeinschaften ausgelegt ist.

Zehn Jahre No Man’s Sky werden ebenfalls gefeiert

Cosmos erscheint passend zum zehnten Geburtstag des Spiels.

Hello Games startet deshalb zusätzlich die Expedition Our Journey Continues.

Sie führt Spieler noch einmal durch verschiedene Stationen aus der Geschichte von No Man’s Sky und erinnert an wichtige Updates und Veränderungen der vergangenen zehn Jahre.

Als Belohnungen gibt es unter anderem eine goldene Variante des klassischen Rasamama S36-Raumschiffs, ein neues Multi-Tool und einen Diplodocus-Begleiter, der auf altem Material aus der Zeit vor dem ursprünglichen Release basiert.

Gerade für langjährige Spieler dürfte die Expedition deshalb fast wie ein kleiner Rückblick auf eine der ungewöhnlichsten Entwicklungen der vergangenen Gaming-Jahre wirken.

Aus dem schwierigen Start wurde ein zehnjähriges Projekt

No Man’s Sky erschien 2016 und wurde zum Launch wegen fehlender Funktionen und hoher Erwartungen massiv kritisiert.

Hello Games entschied sich anschließend allerdings gegen einen schnellen Rückzug.

Seitdem erschienen zahlreiche große Erweiterungen, die praktisch sämtliche Bereiche des ursprünglichen Spiels verändert haben.

Cosmos zeigt nun erneut, dass selbst nach zehn Jahren noch grundlegende Systeme umgebaut werden.

Eigene Raumstationen, galaktische Allianzen und frei im Weltraum errichtete Basen wären zum ursprünglichen Release kaum vorstellbar gewesen.

Das Update 7.0 ist ab sofort kostenlos für bestehende Besitzer von No Man’s Sky verfügbar.

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