Frontier Developments hat überraschend eine neue Zusammenarbeit mit Disney angekündigt. Das britische Studio entwickelt und veröffentlicht ein bislang noch nicht näher vorgestelltes Spiel, das auf einer Marke aus dem umfangreichen Disney-Portfolio basiert. Inhaltlich soll das Projekt auf Frontiers großer Erfahrung mit sogenannten Creative Management Simulation Games aufbauen. Um welche Disney-Marke es sich handelt, wann das Spiel erscheint und welche Plattformen unterstützt werden, verraten die Unternehmen bislang nicht.
Damit entsteht bei Frontier ein weiteres großes Lizenzprojekt. Das Studio kennt sich mit bekannten Marken bereits bestens aus und entwickelte unter anderem die erfolgreiche Jurassic-World-Evolution-Reihe.
Frontier finanziert das Projekt selbst
Interessant ist auch die wirtschaftliche Struktur der Zusammenarbeit.
Frontier wird das neue Disney-Spiel nach eigenen Angaben vollständig selbst finanzieren und anschließend ebenfalls selbst veröffentlichen.
Disney stellt entsprechend seine Marke beziehungsweise die entsprechenden Rechte zur Verfügung, während Entwicklung und Publishing bei Frontier liegen.
Welche konkrete Disney-IP verwendet wird, bleibt derzeit geheim.
Das Portfolio bietet theoretisch zahlreiche Möglichkeiten. Neben klassischen Disney-Marken gehören dazu unter anderem Pixar, Marvel und Star Wars.
Es wäre allerdings reine Spekulation, daraus bereits auf eine bestimmte Marke zu schließen.
Frontier spricht bislang lediglich allgemein von Disneys Portfolio an geistigem Eigentum.
Es soll eine Management Simulation werden
Wesentlich konkreter ist die geplante Spielrichtung.
Frontier möchte bei dem neuen Projekt auf seine Erfahrung im Bereich der Creative Management Simulations setzen.
Zu den bekanntesten Spielen des Studios gehören Planet Coaster, Planet Zoo und Jurassic World Evolution.
Diese Spiele kombinieren Aufbau, Management und Simulation mit umfangreichen Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung.
Das Disney-Projekt dürfte deshalb grundsätzlich in eine ähnliche Richtung gehen, auch wenn Frontier noch keinerlei konkrete Gameplay-Details veröffentlicht hat.
CEO Jo Cooke bezeichnet die Zusammenarbeit als weiteren Schritt innerhalb der aktuellen Unternehmensstrategie.
Frontier wolle erfolgreiche Management-Simulationen entwickeln, langfristig unterstützen und große Communities rund um diese Titel aufbauen.
Ein Disney Freizeitpark Spiel wäre naheliegend aber nicht bestätigt
Natürlich drängt sich bei der Kombination aus Frontier und Disney unmittelbar eine Idee auf.
Frontier besitzt mit Planet Coaster umfangreiche Erfahrung bei der Entwicklung virtueller Freizeitparks. Disney wiederum betreibt mit Disneyland und Walt Disney World einige der bekanntesten Themenparks der Welt.
Ein Management-Spiel rund um einen Disney-Park wäre deshalb eine ausgesprochen naheliegende Kombination.
Bestätigt wurde das jedoch ausdrücklich nicht.
Frontier hat bislang weder das Genre genauer definiert noch erklärt, welche Marke oder welcher Bereich von Disney genutzt wird.
Auch ein Spiel auf Basis einer einzelnen Film- oder Entertainment-Marke wäre grundsätzlich möglich.
Bis zur offiziellen Enthüllung sollte deshalb nicht automatisch von einem Disney-Park-Manager ausgegangen werden.
Frontier hat bereits Erfahrung mit großen Lizenzen
Das Studio besitzt allerdings einen klaren Vorteil.
Frontier arbeitet seit Jahren erfolgreich mit großen Entertainment-Marken.
Das beste Beispiel ist Jurassic World Evolution.
Die Reihe entstand in Zusammenarbeit mit Universal und verbindet Frontiers klassische Management-Systeme mit der Jurassic-World-Lizenz.
Jurassic World Evolution 3 entwickelte sich zuletzt zu einem wichtigen wirtschaftlichen Erfolg für das Unternehmen.
Frontier meldete für das Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von rund 104,8 Millionen Pfund. Fast 90 Prozent der Einnahmen stammten inzwischen aus Creative Management Simulation Games.
Genau dieses Geschäftsmodell möchte Frontier weiter ausbauen.
Mehrere neue Spiele befinden sich bereits in Entwicklung
Das Disney-Projekt ist nicht das einzige neue Management-Spiel bei Frontier.
Für Oktober 2026 steht zunächst Planet Zoo 2 an.
Zusätzlich arbeitet das Studio an einem neuen eigenen Spiel innerhalb der Planet-Familie, das im Geschäftsjahr 2028 erscheinen soll.
Hinzu kommt nun das Disney-Spiel.
Wann dieses Projekt in Frontiers Veröffentlichungsplan eingeordnet wird, verrät das Unternehmen noch nicht.
Entsprechend lässt sich derzeit auch nicht einschätzen, wie weit die Entwicklung bereits fortgeschritten ist.
Plattformen sind noch vollkommen offen
Auch aus PlayStation-Sicht bleibt zunächst eine wichtige Frage unbeantwortet.
Frontier hat keine Plattformen angekündigt.
Die bisherigen großen Management-Spiele des Studios erscheinen mittlerweile regelmäßig neben PC auch auf PlayStation 5 und Xbox Series X/S.
Planet Zoo 2 wird beispielsweise im Oktober auf allen drei Plattformen veröffentlicht.
Das erhöht grundsätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Disney-Projekt später für Konsolen erscheinen könnte.
Eine PS5-Version oder überhaupt eine Konsolenversion ist derzeit jedoch nicht bestätigt.
Gerade bei einem Projekt, zu dem bislang weder Titel noch Erscheinungsjahr bekannt sind, wäre eine konkrete Plattformprognose ohnehin verfrüht.
Welche Disney Marke dahinter steckt bleibt die große Frage
Damit besteht die eigentliche Nachricht momentan vor allem aus der ungewöhnlichen Kombination.
Ein Studio, das zu den bekanntesten Entwicklern moderner Management-Simulationen gehört, erhält Zugriff auf eine der größten Entertainment-Marken der Welt.
Jo Cooke erklärt, das Ziel bestehe darin, Frontiers kreative Spieler-Community mit einer besonders bekannten und beliebten Marke zusammenzubringen.
Welche Marke das tatsächlich sein wird, dürfte letztlich darüber entscheiden, wie groß das Interesse an dem Projekt ausfällt.
Bis zur vollständigen Enthüllung bleiben jedoch fast alle Details offen.
Fest steht derzeit lediglich: Frontier Developments entwickelt und veröffentlicht ein neues Disney-Spiel, finanziert das Projekt selbst und möchte dabei auf seine Erfahrung mit Management-Simulationen setzen.







