Mit .curator wurde ein neues Singleplayer-RPG für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC angekündigt, das vor allem Spieler ansprechen dürfte, die Wert auf Story, Entscheidungen und eine ungewöhnliche Spielwelt legen.
Hinter dem Projekt steckt das Entwicklerstudio STRTL Games. Besonders interessant ist allerdings der Autor: Richard K. Morgan, der Schöpfer von Altered Carbon, arbeitet an der Geschichte des Spiels.
Einen Veröffentlichungstermin gibt es bislang noch nicht.
.curator setzt auf Story statt Dauer-Action
Die Entwickler beschreiben .curator als cinematisches Singleplayer-Adventure-RPG, bei dem die Geschichte und die Entscheidungen des Spielers im Mittelpunkt stehen.
Dabei soll man eine aktive Rolle innerhalb der Handlung übernehmen und nicht einfach nur einer vorgegebenen Geschichte folgen.
Als sogenannter Curator erhält der Spieler die Möglichkeit, Ereignisse zu beeinflussen und damit die Zukunft zu verändern.
Entscheidungen sollen dabei echte Konsequenzen besitzen – sowohl für die Spielwelt als auch für die Charaktere, denen man während des Abenteuers begegnet.
Art Director Oleksii Plaksin beschreibt das Konzept als Mischung aus Spielen und Filmen. Man wolle ein cinematisches Erlebnis erschaffen, das der Spieler allerdings selbst beeinflussen kann.
Eine alternative post-viktorianische Welt
Auch das Setting klingt interessant.
.curator spielt in einer vertraut wirkenden, aber deutlich veränderten post-viktorianischen Welt.
Die Menschheit existiert dabei offenbar innerhalb verschiedener Versionen der Erde. Immer wieder entwickelt sie sich weiter, überwindet große Probleme – und zerstört sich schließlich selbst.
Genau hier kommen die Curators ins Spiel.
Ihre Aufgabe besteht darin, Ereignisse so zu beeinflussen, dass die Menschheit möglicherweise einen anderen Weg einschlägt.
Dabei untersucht ihr unter anderem die Überreste einer mysteriösen außerirdischen Zivilisation, beschäftigt euch mit den Machtstrukturen der Welt und stoßt auf Korruption innerhalb des herrschenden Systems.
Kämpfen ist nicht immer die einzige Lösung
Interessant klingt vor allem die Freiheit, mit der Situationen gelöst werden können.
Spieler sollen kämpfen können, müssen das aber offenbar nicht zwingend.
Stattdessen stehen auch Stealth, Ablenkungen oder soziale Fähigkeiten zur Verfügung. Wie man eine Situation löst, soll Auswirkungen auf spätere Ereignisse haben.
Zusätzlich besitzt der Curator besondere Technologien.
Mit dem sogenannten Quantum Sleet können Ereignisse offenbar gezielt beeinflusst werden, um bestimmte Entwicklungen wahrscheinlicher zu machen.
Auch der eigene Charakter lässt sich verbessern. Mithilfe eines „Neural Overclock“ können sowohl körperliche als auch geistige Fähigkeiten erweitert werden.
Eigene KI-Assistentin begleitet euch
Unterstützung bekommt der Spieler außerdem von C.R.I.S.S.I.
Dabei handelt es sich um eine persönliche KI-Assistentin, die während des Abenteuers bei Entscheidungen helfen kann.
Ob man tatsächlich auf ihre Empfehlungen hört, bleibt allerdings dem Spieler überlassen.
Gerade in Verbindung mit dem Entscheidungssystem könnte daraus eine interessante Dynamik entstehen.
Denn die Entwickler versprechen auch Situationen, in denen unumkehrbare Entscheidungen über Leben und Tod getroffen werden müssen.
Die Folgen sollen anschließend in der Zukunft sichtbar werden.
Richard K. Morgan verspricht ein etwas anderes RPG
Richard K. Morgan selbst beschreibt .curator bewusst als Gegenentwurf zu vielen modernen Actionspielen.
Statt möglichst schneller Action, permanenter Gewalt und spektakulärer Effekte soll das Spiel ruhiger, nachdenklicher und stärker auf seine Geschichte ausgerichtet sein.
Dabei soll es allerdings keineswegs nur um Dialoge gehen.
Erkundung, Stealth, Kämpfe, Charakterentwicklung und der Umgang mit der ungewöhnlichen Technologie bilden weiterhin wichtige Bestandteile des Gameplays.
Dazu kommt die Vergangenheit des eigenen Charakters. Der Curator hat offenbar bereits schwerwiegende Fehler begangen und muss mit den Konsequenzen seiner früheren Taten leben.
Auch Themen wie Schuld und mögliche Wiedergutmachung sollen deshalb Teil der Geschichte werden.
Allerdings gibt es einen wichtigen Punkt: .curator erscheint episodisch
Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte allerdings ein interessantes Detail kennen.
.curator wird nicht direkt als vollständig abgeschlossene Geschichte veröffentlicht, sondern als episodische Serie.
Beim Kauf des Spiels erhält man zunächst Episode 1.
Weitere Episoden sollen anschließend separat als DLC veröffentlicht werden.
Wie viele Episoden insgesamt geplant sind und in welchen Abständen diese erscheinen, wurde bislang nicht genannt.
Gerade bei einem stark auf seine Geschichte ausgerichteten Spiel dürfte interessant werden, wie STRTL Games dieses Modell umsetzt.
Release für PS5, Xbox Series und PC geplant
.curator befindet sich für PS5, Xbox Series X|S und PC in Entwicklung und soll auf allen drei Plattformen gleichzeitig erscheinen.
Einen konkreten Release-Termin haben die Entwickler noch nicht angekündigt.
Mit Richard K. Morgan als Autor, einer ungewöhnlichen Welt und einem System, bei dem Entscheidungen tatsächlich zukünftige Ereignisse verändern sollen, könnte hier allerdings ein interessantes neues RPG entstehen.
Jetzt muss STRTL Games vor allem zeigen, wie das Ganze tatsächlich gespielt wird.
Was haltet ihr von .curator? Klingt das nach einem RPG, das ihr euch genauer ansehen würdet? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!








Klingt interessant. Die Geschichte und die Entscheidungen finde ich gut. Dass das Spiel in Episoden kommt, macht mich etwas unsicher. Ich warte auf mehr Infos zum Release und zum Gameplay.