Die Entwicklung von PS5-Emulatoren macht derzeit erstaunlich schnell Fortschritte. Von wirklich alltagstauglicher Emulation sind wir zwar noch weit entfernt, doch jetzt wurde ein weiterer interessanter Meilenstein erreicht.
Mit dem Open-Source-Emulator SharpEmu konnte Astro’s Playroom auf einem Steam Deck gestartet werden.
Spielbar ist das Ganze allerdings noch lange nicht. Die Bildrate liegt teilweise bei gerade einmal 0,5 bis 1 FPS.
Trotzdem ist allein die Tatsache bemerkenswert, dass ein PS5-Spiel überhaupt auf der mobilen Hardware startet.
Astro’s Playroom startet tatsächlich auf dem Steam Deck
In einer veröffentlichten Demonstration läuft SharpEmu unter SteamOS im Desktop-Modus des Steam Decks.
Anschließend wird Astro’s Playroom gestartet und schafft es tatsächlich bis zum bekannten PlayStation-Studios-Bildschirm.
Viel weiter geht die Reise derzeit allerdings nicht.
Die Performance schwankt ungefähr zwischen 0,5 und 1 Bild pro Sekunde. Auch die Audioausgabe funktioniert entsprechend schlecht und stockt massiv.
Wer jetzt also schon davon träumt, Astro’s Playroom unterwegs auf dem Steam Deck durchzuspielen, sollte seine Erwartungen deutlich zurückschrauben.
Darum geht es bei dieser Demonstration aber auch gar nicht.
0,6 FPS klingen schlecht – sind trotzdem ein Fortschritt
Natürlich wirken weniger als ein Bild pro Sekunde zunächst ziemlich absurd.
Für die frühe Entwicklung eines Emulators ist die reine Geschwindigkeit allerdings nicht unbedingt das Entscheidende.
Viel wichtiger ist zunächst, dass PS5-Software überhaupt korrekt genug verarbeitet wird, um auf komplett anderer Hardware erste Inhalte darzustellen.
SharpEmu befindet sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium.
Einige kleinere 2D-Spiele wie Dead Cells oder Dreaming Sarah sollen auf leistungsfähigerer Hardware bereits wesentlich besser funktionieren.
Bei großen PS5-Spielen sieht die Situation dagegen erwartungsgemäß völlig anders aus.
Astro’s Playroom ist deshalb aktuell eher ein technischer Machbarkeitsnachweis als ein wirklich emuliertes Spielerlebnis.
Andere PS5-Emulatoren sind bereits weiter
SharpEmu ist außerdem nicht das einzige Projekt, das sich mit der Emulation der PlayStation 5 beschäftigt.
Mit KytyPS5 existiert beispielsweise ein weiteres Projekt, das bei der Spielekompatibilität bereits größere Fortschritte gemacht haben soll. Dort konnten inzwischen auch anspruchsvollere 3D-Spiele gestartet werden.
SharpEmu besitzt dafür einen anderen interessanten Vorteil.
Während Kyty derzeit auf Windows beschränkt ist, unterstützt SharpEmu auch Linux und macOS.
Genau diese Linux-Unterstützung macht den Emulator natürlich besonders interessant für das Steam Deck.
Selbst Android wird bereits ausprobiert
Noch verrückter wird es auf Smartphones.
Für SharpEmu existiert mittlerweile sogar ein inoffizieller Android-Ableger.
Dieser wurde laut dem Bericht auf einem OnePlus 12 getestet. Dabei konnte zumindest der erste Startbildschirm von Dreaming Sarah dargestellt werden, bevor anschließend nur noch ein schwarzer Bildschirm erschien.
Dass überhaupt erste PS5-Anwendungen auf einem Android-Smartphone gestartet werden können, zeigt allerdings, wie experimentierfreudig die Emulator-Community momentan ist.
Die teilweise bereits geäußerte Vorstellung, irgendwann GTA 6 auf einem Android-Smartphone zu emulieren, dürfte dagegen noch ziemlich weit von der Realität entfernt sein.
PS5-Emulation entwickelt sich überraschend schnell
Besonders spannend ist derzeit die Geschwindigkeit, mit der verschiedene PS5-Emulatoren Fortschritte machen.
Wir reden hier schließlich über eine Konsolengeneration, die noch immer aktiv ist.
Bis aktuelle PS5-Blockbuster auf einem normalen PC oder sogar einem Steam Deck wirklich vernünftig emuliert werden können, dürfte trotzdem noch einiges an Entwicklungsarbeit notwendig sein.
Von stabilen 30 oder 60 FPS bei Astro’s Playroom ist SharpEmu momentan offensichtlich meilenweit entfernt.
Aber genau solche kleinen Schritte gehören zur Entwicklung eines Emulators dazu.
Heute läuft Astro’s Playroom mit 0,6 FPS auf einem Steam Deck.
In ein paar Jahren könnte man auf solche frühen Videos möglicherweise zurückblicken und sich wundern, wie schnell sich die Technik anschließend entwickelt hat.
Was meint ihr: Werden wir PS5-Spiele irgendwann wirklich vernünftig auf Geräten wie dem Steam Deck emulieren können? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!







