Normalerweise sind Rückerstattungen bei Spielen nur möglich, wenn ein Titel kaum oder gar nicht gespielt wurde. Ein aktueller Fall rund um Battlefield 6 zeigt allerdings, dass es offenbar außergewöhnliche Ausnahmen gibt.
Ein Spieler hat nach eigenen Angaben über Steam eine vollständige Rückerstattung für Battlefield 6 erhalten – obwohl bereits unglaubliche 470 Spielstunden auf seinem Konto standen.
Der Grund dafür ist mindestens genauso ungewöhnlich: Mehrere Spielmodi wurden von DICE aus der regulären Auswahl entfernt.
470 Stunden gespielt und trotzdem vollständiger Refund
Der Spieler berichtete auf Reddit über seinen erfolgreichen Antrag und veröffentlichte zusätzlich einen Screenshot seiner Kaufhistorie als Beleg.
Demnach hatte er die Phantom Edition von Battlefield 6 bereits zum Launch gekauft und seitdem rund 470 Stunden gespielt.
Trotzdem wandte er sich an den Steam-Support.
Seine Begründung: DICE habe mehrere Modi entfernt, die beim Kauf beziehungsweise während der bisherigen Spielzeit Bestandteil von Battlefield 6 waren.
Besonders das Verschwinden von Rush brachte für ihn offenbar das Fass zum Überlaufen.
Rush war für den Spieler besonders wichtig
Zuvor waren bereits King of the Hill und Squad Deathmatch aus der permanenten Auswahl verschwunden.
Damit konnte sich der Spieler offenbar noch arrangieren.
Bei Rush sah die Sache anders aus. Nach eigenen Angaben hatte er einen großen Teil seiner bisherigen Battlefield-6-Spielzeit genau in diesem Modus verbracht.
Beim Kontakt mit dem Steam-Support argumentierte er deshalb, dass mehrere ursprünglich verfügbare beziehungsweise beworbene Spielmodi ohne entsprechende Vorwarnung nicht mehr dauerhaft über das normale Matchmaking angeboten würden.
Zusätzlich verwies er auf die offizielle Battlefield-Webseite mit den aufgeführten Multiplayer-Modi.
Steam akzeptierte die Begründung offenbar und erstattete ihm den vollständigen Kaufpreis.
DICE erklärt das Entfernen der Modi
Die Entwickler haben sich inzwischen grundsätzlich zu den Änderungen an den Playlists geäußert.
DICE zufolge wurden die Anpassungen vorgenommen, um Spieler stärker auf gut besuchte Playlists zu verteilen.
Dadurch sollen Matches schneller gefunden und Server zuverlässiger gefüllt werden.
Das bedeutet allerdings auch, dass bestimmte Spielmodi nicht mehr permanent verfügbar sind und stattdessen teilweise rotieren.
King of the Hill soll beispielsweise wieder als aktive Playlist sowie über die benutzerdefinierte Suche verfügbar werden.
Auch Operation Augur aus Season 2 kehrt zeitweise zurück, nachdem bestehende Probleme behoben wurden.
Wie außergewöhnlich sind 470 Stunden?
Die Spielzeit macht den Fall besonders kurios.
Battlefield 6 erschien im Oktober 2025. Um inzwischen rund 470 Stunden zu erreichen, müsste der Spieler seit Veröffentlichung durchschnittlich ungefähr eineinhalb Stunden pro Tag gespielt haben.
Es lässt sich also kaum behaupten, dass er Battlefield 6 nicht ausgiebig genutzt hätte.
Genau deshalb sorgt die Entscheidung von Steam innerhalb der Community für Diskussionen.
Ist der Refund gerechtfertigt?
Auf der einen Seite hat der Spieler offensichtlich Hunderte Stunden Unterhaltung aus Battlefield 6 bekommen. Eine vollständige Rückerstattung nach 470 Stunden wirkt deshalb zunächst ziemlich extrem.
Auf der anderen Seite steht die Frage, wie stark Entwickler ein bereits verkauftes Multiplayer-Spiel nachträglich verändern dürfen.
Wer ein Spiel hauptsächlich wegen eines bestimmten Modus kauft und dieser später nicht mehr dauerhaft verfügbar ist, bekommt schließlich nicht mehr exakt das Produkt angeboten, für das ursprünglich bezahlt wurde.
Hinzu kommt, dass DICE die entsprechenden Modi offenbar nicht grundsätzlich gestrichen hat. Einige davon können über wechselnde Playlists wieder zurückkehren.
Ob Steam deshalb künftig häufiger Rückerstattungen für Battlefield 6 genehmigt, lässt sich aus diesem einzelnen Fall nicht ableiten. Es dürfte sich eher um eine individuelle Kulanzentscheidung des Supports handeln.
Kurios bleibt die Geschichte trotzdem: 470 Stunden Battlefield 6 gespielt und anschließend den kompletten Kaufpreis zurückbekommen – so etwas sieht man definitiv nicht jeden Tag.
Quelle: X
Was meint ihr: Ist die Rückerstattung nach 470 Stunden noch gerechtfertigt oder geht das zu weit? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!






