PlayStation gehört seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Marken der Gaming-Welt. Egal ob die erste PlayStation, die legendäre PS2 oder die aktuelle PS5 – Sony hat Gaming immer wieder geprägt und uns unzählige unvergessliche Momente beschert.
Aber seien wir mal ehrlich: Auch Sony hat in den vergangenen 30 Jahren Entscheidungen getroffen, bei denen sich viele Fans bis heute nur an den Kopf fassen können.
Manche Fehler kosteten Marktanteile, andere führten dazu, dass vielversprechende Marken einfach verschwanden. Und wieder andere beschäftigen die Community noch heute – teilweise sogar mehr als zehn Jahre später.
Natürlich lässt sich über vieles streiten. Was der eine als Fehlentscheidung sieht, hält der andere vielleicht für einen notwendigen Schritt. Trotzdem gibt es einige Themen, bei denen sich erstaunlich viele PlayStation-Fans einig sind.
Hier sind aus meiner Sicht einige der größten Fehlentscheidungen in der Geschichte von PlayStation.
1. Die PlayStation 3 für 599 Euro
Wer die E3 2006 verfolgt hat, erinnert sich wahrscheinlich noch an diesen Moment.
Sony stellte die PlayStation 3 vor – technisch beeindruckend, mit Blu-ray-Laufwerk und jeder Menge neuer Funktionen. Dann kam der Preis.
599 Euro.
Heute klingt das fast normal, damals war das jedoch ein echter Schock. Viele Spieler konnten oder wollten so viel Geld nicht für eine Konsole ausgeben. Microsoft nutzte diese Chance clever aus und verschaffte sich mit der günstigeren Xbox 360 einen deutlichen Vorsprung.
Zum Glück schaffte Sony später noch die Wende. Trotzdem dürfte der hohe Einstiegspreis bis heute zu den größten Fehlentscheidungen der Unternehmensgeschichte gehören.
2. Die PlayStation Vita viel zu früh aufgeben
Das ist ein Thema, das ich bis heute nicht wirklich nachvollziehen kann.
Die PS Vita war technisch ihrer Zeit voraus. Ein hochwertiges Display, zwei Analogsticks, starke Hardware und viele gute Ideen – eigentlich hatte Sony alles in der Hand.
Statt die Konsole langfristig zu unterstützen, wurden große Eigenproduktionen jedoch immer seltener. Irgendwann hatte man als Vita-Besitzer das Gefühl, dass Sony selbst das Interesse verloren hatte.
Dabei zeigen Nintendo und inzwischen auch Geräte wie das Steam Deck, dass Handheld-Gaming alles andere als tot ist.
Vielleicht war die PS Vita einfach zur falschen Zeit auf dem Markt.
3. PlayStation Home einstellen
Viele werden jetzt wahrscheinlich schmunzeln.
PlayStation Home war damals längst nicht perfekt. Es gab Ladezeiten, technische Probleme und nicht jeder konnte etwas mit dem virtuellen Treffpunkt anfangen.
PlayStation Home: Der Aufstieg und Fall einer virtuellen Welt
Trotzdem frage ich mich manchmal, ob Sony den Dienst nicht einfach ein paar Jahre zu früh eingestellt hat.
Heute sprechen plötzlich alle über virtuelle Welten, digitale Events und soziale Plattformen. Damals hatte Sony viele dieser Ideen bereits umgesetzt.
Vielleicht war PlayStation Home seiner Zeit einfach voraus.
4. The Order: 1886 nie fortsetzen
Kaum ein PlayStation-Spiel spaltet die Meinungen bis heute so sehr wie The Order: 1886.
The Order 1886 – Warum viele PlayStation-Fans bis heute auf eine zweite Chance hoffen
Ja, die Kritik war teilweise berechtigt. Die Kampagne war recht kurz und spielerisch hätte deutlich mehr drin sein können.
Aber schauen wir uns das Ganze einmal mit etwas Abstand an.
Die Grafik war beeindruckend, das viktorianische London sah fantastisch aus und das gesamte Universum hatte enormes Potenzial.
Genau deshalb hätte ich dem Spiel eine zweite Chance gegeben.
Nicht jeder erste Teil muss perfekt sein. Viele erfolgreiche Reihen wurden erst mit ihrem Nachfolger richtig groß.
5. Days Gone 2 ablehnen
Dieses Thema taucht gefühlt alle paar Monate wieder auf.
Days Gone startete damals mit gemischten Kritiken. Trotzdem entwickelte sich das Spiel im Laufe der Zeit zu einem echten Publikumsliebling.
Viele Spieler entdeckten das Abenteuer erst Monate oder sogar Jahre später und waren überrascht, wie gut es eigentlich war.
Umso größer war die Enttäuschung, als bekannt wurde, dass Sony keine Fortsetzung plante.
Ich glaube bis heute, dass ein zweiter Teil das Potenzial gehabt hätte, viele Schwächen des Originals auszubügeln.
6. Japan Studio schließen
Japan Studio war nie das lauteste Studio innerhalb der PlayStation-Familie.
Aber es war eines der kreativsten.
Ob Ape Escape, Gravity Rush oder zahlreiche kleinere Projekte – genau dort entstanden viele Ideen, die PlayStation besonders gemacht haben.
Mit der Schließung ging für viele Fans ein Stück PlayStation-Geschichte verloren.
7. Driveclub nach dem schwierigen Start fallen lassen
Driveclub hatte keinen einfachen Start.
Serverprobleme, verschobene Inhalte und enttäuschte Spieler sorgten damals für viele negative Schlagzeilen.
Doch wer das Spiel ein Jahr später noch einmal gestartet hat, weiß, wie sehr sich die Entwickler ins Zeug gelegt haben.
Optisch war Driveclub bis zum Schluss beeindruckend und machte unglaublich viel Spaß.
Gerade deshalb finde ich es schade, dass Sony die Marke komplett aufgegeben hat.
8. Zu viel Fokus auf Live-Service
Natürlich verstehe ich, warum Live-Service-Spiele für Unternehmen interessant sind.
Wenn ein Spiel über Jahre Geld einbringt, klingt das wirtschaftlich sinnvoll.
Trotzdem hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, dass Sony den eigenen Stärken ein Stück weit den Rücken kehrte.
PlayStation wurde groß mit starken Einzelspieler-Abenteuern.
Zum Glück scheint das Unternehmen inzwischen wieder stärker auf genau diese Spiele zu setzen.
9. PSVR2 bekommt nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdient
Technisch gehört die PlayStation VR2 für mich noch immer zu den besten VR-Brillen auf dem Markt.
Gerade deshalb verstehe ich nicht, warum Sony selbst vergleichsweise wenig daraus macht.
Mehr exklusive Spiele, mehr Marketing und eine langfristige Strategie hätten der Plattform sicher gutgetan.
Das Potenzial ist definitiv vorhanden.
10. Die ungewisse Zukunft der Disc
Ein Thema, das aktuell viele PlayStation-Fans beschäftigt.
Immer mehr Spiele erscheinen digital, Laufwerke werden optional und die Diskussion über das Ende physischer Spiele wird lauter.
Ich persönlich kann verstehen, warum digitale Spiele immer wichtiger werden.
Trotzdem hoffe ich, dass Sony die Sammler nicht vergisst.
Ein Spiel ins Regal zu stellen, es zu verleihen oder Jahre später noch einmal einzulegen – das gehört für viele einfach zum Hobby dazu.
Mein Fazit
PlayStation hat Gaming in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend geprägt. Ohne Sony wäre unsere Branche heute wahrscheinlich eine andere.
Trotzdem zeigt die Geschichte, dass auch ein Marktführer nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft.
Vielleicht wären einige Marken heute noch erfolgreich. Vielleicht hätte die PS Vita mit etwas mehr Unterstützung eine ganz andere Geschichte geschrieben. Vielleicht würden wir heute über The Order 3 oder Driveclub 2 sprechen.
Das werden wir wohl nie erfahren.
Fest steht aber: Genau diese Entscheidungen sorgen noch Jahre später für Diskussionen – und vielleicht ist das der beste Beweis dafür, wie sehr PlayStation die Gaming-Welt geprägt hat.
Jetzt seid ihr dran: Welche Entscheidung war eurer Meinung nach Sonys größter Fehler? Habt ihr noch einen Punkt, der in dieser Liste auf keinen Fall fehlen darf? Schreibt es gerne in die Kommentare – ich bin gespannt auf eure Meinung!






