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PS6 Controller könnte Touchscreen bekommen – Sony meldet Patent für modularen Aufbau an

Die Spielewelt kennt Controller im Grunde seit Jahrzehnten: zwei Analogsticks, vier Aktionstasten, ein Steuerkreuz und einige Schultertasten. Xbox, PlayStation, Switch – die Grundform hat sich weitgehend durchgesetzt, weil sie funktioniert. Mit dem DualSense hat Sony auf der PlayStation 5 jedoch gezeigt, wie viel mehr ein Controller bieten kann: adaptive Trigger, haptisches Feedback, ein integriertes Mikrofon und ein Touchpad, das tatsächlich im Spiel genutzt wird.

Nun deutet ein neu veröffentlichtes Patent darauf hin, dass Sony bei seinem nächsten Controller noch deutlich weiter gehen könnte. Die Patentanmeldung US-20260199776-A1, veröffentlicht am 16. Juli 2026, beschreibt ein modulares Gamepad, bei dem einzelne Module – darunter Analogsticks, Tastenfelder und ein kleiner Touchscreen – magnetisch am Gehäuse befestigt werden können.

Modularer Aufbau für individuelle Anpassung

Der Controller soll über ein flexibles Raster von vier mal sieben Modulen verfügen, auf dem die einzelnen Komponenten nach Belieben positioniert werden können. Dies geht weit über bisherige Patente zu austauschbaren Tasten hinaus: Ziel ist nicht nur die Reparierbarkeit, sondern vor allem die Möglichkeit, den Controller individuell auf die Hände und Spielgewohnheiten der Spieler anzupassen.

Ein Spieler mit eingeschränkter Handbeweglichkeit könnte beispielsweise die Eingaben so anordnen, dass sie besser erreichbar sind. Ein Spiel, das nur selten den rechten Stick nutzt, könnte diesen Platz für eine andere Funktion freigeben. Dieses Konzept setzt die Accessibility-Ideen fort, die Sony bereits mit dem PS5-Access-Controller erforscht hat, und überträgt sie in den Standard-Controller.

Touchscreen als zentrales Feature

Das Highlight des Patents ist wohl der integrierte Touchscreen. Laut der Beschreibung könnte dieser für Benachrichtigungen, Schnellmenüs und Einstellungen genutzt werden, gesteuert über einen kleinen Drehregler, der in das Modul integriert ist. Zudem wird eine Kopplung mit dem Smartphone erwähnt, sodass beispielsweise eingehende Anrufe direkt auf dem Controller angezeigt werden könnten. Ob dies tatsächlich nützlich ist oder eher eine Spielerei bleibt, hängt stark von der Softwareumsetzung und der Reaktionsfähigkeit des Bildschirms ab.

Chancen und Herausforderungen

Das Konzept ist auf dem Papier vielversprechend: ein Controller, der sich physisch an verschiedene Spiele, Hände und Bedürfnisse anpassen lässt, geht deutlich über die üblichen Verbesserungen von zusätzlichen Buttons oder stärkerem Rumble hinaus. Entscheidend wird sein, ob die magnetischen Verbindungen während des Spielens stabil bleiben und die zusätzliche Komplexität den Preis nicht zu stark in die Höhe treibt. Gelingt dies, könnte es eine der nützlichsten Controller-Innovationen der letzten Jahre werden.

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Vorsicht bei Patenten

Allerdings gilt es, Patente nicht zu früh zu bewerten. Sony meldet regelmäßig Patente an, von denen die meisten nie in reale Produkte umgesetzt werden. Das aktuelle Patent ist nicht offiziell mit der PlayStation 6 verknüpft. Es könnte in einer zukünftigen Revision des DualSense zum Einsatz kommen, später in einem völlig neuen Controller oder einfach nur in Sonys Portfolio verbleiben, ohne je auf den Markt zu kommen.

Fest steht: Das Patent zeigt, dass Sony intensiv über modulare und anpassbare Controller nachdenkt. Ob Spieler tatsächlich einen PS6-Controller mit Touchscreen in den Händen halten werden, bleibt abzuwarten, aber die Ideen dahinter sind spannend und könnten die Art und Weise, wie wir Spiele steuern, nachhaltig verändern.

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