Die neue Steam Machine von Valve sorgt weiterhin für Diskussionen in der Gaming-Branche. Während das PC-ähnliche Hybrid-System eigentlich als Konkurrenz zu klassischen Konsolen wie PS5 und Xbox Series X|S positioniert wurde, fällt das Feedback aus der Industrie gemischt aus.
Besonders deutlich äußerte sich nun ein ehemaliger PlayStation-Manager, der das Gerät kritisch bewertet.
Kritik an Leistung und Preis
Laut dem Ex-PlayStation-Executive ist die Performance der Steam Machine der größte Schwachpunkt. Trotz moderner PC-Technik wirke das System in der Praxis eher wie eine Konsole aus der vergangenen Generation.
Vor allem die Tatsache, dass viele Spiele standardmäßig auf 1080p und 30 FPS ausgelegt sind, sorgt für Kritik. Für ihn erinnere das an die PS4-Ära – ein Rückschritt im Vergleich zu aktuellen Konsolen.
Auch der Preis wird kritisch gesehen. Mit einem Einstiegspreis von über 1000 Dollar sei die Steam Machine schwer zu rechtfertigen, insbesondere im Vergleich zur gebotenen Leistung.
„Wie zurück in die PS4-Zeit?“
Besonders deutlich wurde die Kritik an den Standard-Einstellungen des Systems:
Viele Spiele sollen laut Valve zwar theoretisch 4K unterstützen, das „Verified“-Profil der Steam Machine setzt jedoch häufig auf 1080p als empfohlene Basis.
Thoughts after a few hours of playing with Steam Machine.
– 3D performance is just…meh.
– The system recommends to default to 1080p – am I going back to PS4 days?
– Some games take a looooooong time to boot, what is it doing?
– System UI is easy to use.
– Being able to boot up… pic.twitter.com/qQL93AALpZ— Shuhei Yoshida (@yosp) July 2, 2026
Das führt laut dem ehemaligen Sony-Manager zu der Wahrnehmung, dass die Hardware technisch nicht mit aktuellen Konsolen mithalten könne.
Trotzdem auch positive Aspekte
Neben der Kritik gibt es aber auch lobende Worte. Besonders das kompakte Design und die einfache Bedienung als PC-Hybrid werden positiv hervorgehoben.
Die Kombination aus Konsolen-ähnlicher Benutzeroberfläche und offenem PC-Zugang sei grundsätzlich interessant, auch wenn Preis und Leistung aktuell nicht überzeugten.
Schwieriger Stand im Konsolenmarkt
Die Einschätzung zeigt einmal mehr, wie schwer sich die Steam Machine im direkten Vergleich zu etablierten Konsolen tut. Während PS5 und Xbox Series X|S ein klares Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, wirkt Valves Hardware für viele Beobachter eher wie ein Nischenprodukt.
Ob sich das System langfristig durchsetzen kann, bleibt daher offen.





