NewsEU lehnt Gesetz zur langfristigen Erhaltung von Videospielen ab

EU lehnt Gesetz zur langfristigen Erhaltung von Videospielen ab

Die Diskussion rund um den Erhalt digitaler Videospiele sorgt seit Monaten für Schlagzeilen. Nun hat die Europäische Kommission auf die Forderungen der Initiative Stop Destroying Videogames reagiert – allerdings anders, als es sich viele Spieler erhofft hatten.

Die Behörde plant derzeit keine neuen Gesetze, die Entwickler und Publisher dazu verpflichten würden, Spiele nach dem Ende ihres Supports weiterhin spielbar zu halten.

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Keine Pflicht zur Server-Erhaltung

Die Initiative ist Teil der größeren Bewegung Stop Killing Games, die sich dafür einsetzt, dass gekaufte Spiele auch nach dem Ende offizieller Unterstützung weiterhin genutzt werden können.

Kritisiert wird vor allem, dass Publisher immer häufiger Server abschalten oder Spiele komplett aus dem Verkauf entfernen. In einigen Fällen verlieren Käufer dadurch sogar den Zugriff auf bestimmte Inhalte oder zentrale Funktionen.

Die Europäische Kommission sieht aktuell jedoch keinen Anlass für neue gesetzliche Vorgaben.

Unternehmen behalten die Kontrolle

Zur Begründung verweist die Kommission darauf, dass Entwickler und Publisher weiterhin die exklusiven Rechte an ihren Produkten besitzen.

Daher sollen Unternehmen grundsätzlich selbst entscheiden können, wie lange sie ihre Spiele unterstützen oder Server betreiben.

Eine gesetzliche Verpflichtung zur dauerhaften Bereitstellung von Online-Diensten sei derzeit nicht geplant.

Verbraucherschutz bereits vorhanden

Nach Ansicht der EU existieren bereits Regelungen, die Verbraucher schützen sollen.

So müssen Unternehmen Kunden vor dem Kauf darüber informieren, welche Bedingungen gelten und unter welchen Umständen ein Dienst oder ein Produkt eingestellt werden kann.

Die Kommission argumentiert daher, dass bestehende Gesetze bereits wichtige wirtschaftliche Interessen der Verbraucher berücksichtigen.

Gespräche mit der Branche geplant

Ganz vom Tisch ist das Thema allerdings nicht.

gamer WochenendeDie Europäische Kommission kündigte an, künftig den Dialog mit Vertretern der Spielebranche sowie Verbraucherschutzorganisationen fortsetzen zu wollen.

Zudem soll geprüft werden, ob bestehende Transparenzpflichten weiter verbessert werden können.

Enttäuschung bei vielen Spielern

Für viele Unterstützer der Stop-Killing-Games-Bewegung dürfte die Entscheidung dennoch enttäuschend ausfallen.

Die Initiative fordert seit längerer Zeit konkrete Maßnahmen, damit gekaufte Spiele auch nach dem offiziellen Support-Ende weiterhin nutzbar bleiben oder alternative Lösungen für die Community bereitgestellt werden.

Ob die Diskussion langfristig doch noch zu gesetzlichen Änderungen führen wird, bleibt abzuwarten.

Debatte dürfte weitergehen

Mit dem zunehmenden Fokus auf digitale Vertriebsmodelle und Live-Service-Spiele gewinnt die Frage nach der langfristigen Erhaltung von Videospielen immer mehr an Bedeutung.

Die aktuelle Entscheidung der Europäischen Kommission bedeutet zwar vorerst kein neues Gesetz, dürfte die Debatte über digitale Besitzrechte und die Zukunft gekaufter Spiele jedoch weiter anheizen.

Quelle:https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_26_1369

Wie seht ihr das? Sollten Publisher verpflichtet werden, Spiele nach dem Support-Ende weiterhin spielbar zu halten? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.

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