NewsStarfield im Test – Tolles Sci-Fi-RPG mit Spaßfaktor und typischen Bethesda-Problemen

Starfield im Test – Tolles Sci-Fi-RPG mit Spaßfaktor und typischen Bethesda-Problemen

Kaum ein Spiel wurde in den letzten Jahren so lange diskutiert wie Starfield. Nach der langen Xbox- und PC-Exklusivität ist Bethesdas großes Sci-Fi-RPG nun endlich auch auf der PlayStation 5 gelandet. Gerade als PlayStation-Spieler war ich natürlich gespannt, ob sich das lange Warten wirklich gelohnt hat.

Und direkt vorweg: Ja, Starfield kann macht Spaß. Wer Lust auf ein riesiges Weltraum-Abenteuer, viele Planeten, unzählige Quests und typische Bethesda-Freiheiten hat, bekommt hier genau das, was man erwartet. Gleichzeitig merkt man aber auch schnell, dass Starfield nicht perfekt ist und gerade technisch immer wieder Probleme macht.

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Trotzdem ist es eines dieser Spiele, bei denen man oft sagt: „Nur noch eine Mission“ – und plötzlich sind wieder zwei oder drei Stunden vorbei.

Große Spielwelt mit unglaublich vielen Möglichkeiten

Die größte Stärke von Starfield ist ganz klar die enorme Freiheit. Man kann die Hauptstory verfolgen, Nebenquests machen, neue Planeten entdecken, Schiffe bauen, Basen errichten, Ressourcen sammeln oder sich einfach komplett in den vielen Fraktionen und Missionen verlieren.

Gerade am Anfang wirkt das Spiel fast schon überwältigend. Es gibt unglaublich viel zu tun und ständig ploppen neue Aufgaben, Orte oder interessante Charaktere auf. Das ist typisch Bethesda und erinnert in vielen Momenten an Skyrim oder Fallout – nur eben im Weltall.

Starfield im Test – Tolles Sci-Fi-RPG mit Spaßfaktor und typischen Bethesda-Problemen - PlayStationInfoBesonders die größeren Städte gefallen gut. Orte wie New Atlantis oder Neon wirken lebendig und haben ihren ganz eigenen Stil. Auch die verschiedenen Fraktionen bringen Abwechslung ins Spiel. Je nachdem, welcher Gruppe man sich anschließt, fühlt sich das Abenteuer teilweise ganz anders an.

Man merkt schnell, dass Starfield nicht einfach nur ein Shooter oder Weltraumspiel sein will, sondern ein riesiges Rollenspiel mit unzähligen Möglichkeiten.

Gameplay – Viel Freiheit, aber nicht alles überzeugt

Spielerisch macht Starfield insgesamt viel richtig. Die Kämpfe fühlen sich ordentlich an, Waffen machen Spaß und auch das Erkunden der Planeten motiviert immer wieder.

Besonders gelungen ist der Schiffsbau. Es macht wirklich Spaß, sein eigenes Schiff anzupassen, neue Teile einzubauen oder einfach optisch etwas zu verändern. Gerade wenn man gerne tüftelt, kann man hier sehr viel Zeit verbringen.

Auch das Bauen von Außenposten bietet viele Möglichkeiten, auch wenn das vermutlich nicht jeder Spieler intensiv nutzen wird.

Allerdings merkt man irgendwann auch die Schwächen des Spiels. Einige Missionen wiederholen sich relativ häufig. Gerade Nebenquests laufen oft ähnlich ab: irgendwo hinfliegen, Gegner ausschalten, etwas einsammeln und wieder zurück. Dadurch fühlt sich Starfield manchmal etwas gestreckt an.

Starfield im Test – Tolles Sci-Fi-RPG mit Spaßfaktor und typischen Bethesda-Problemen - PlayStationInfoDazu kommen die vielen Ladebildschirme. Gerade beim Reisen zwischen Planeten, Gebäuden und Gebieten wird man immer wieder kurz aus dem Spielfluss gerissen. Das stört nicht ständig, fällt aber mit der Zeit schon auf.

Viele Spieler kritisieren außerdem, dass manche Planeten etwas leer wirken und sich bestimmte Gebäude, Höhlen oder Stationen häufiger wiederholen. Das fällt vor allem dann auf, wenn man sehr viel erkundet. Trotzdem motiviert das Spiel durch die vielen Möglichkeiten und Quests immer wieder zum Weiterspielen.

Grafik & Atmosphäre – Teilweise wirklich stark

Grafisch macht Starfield auf der PlayStation 5 insgesamt einen guten Eindruck. Gerade größere Städte, Raumstationen und manche Planeten sehen wirklich stark aus und sorgen immer wieder für echte Wow-Momente.

Besonders die futuristischen Städte wie New Atlantis oder Neon wirken sehr detailliert und lebendig. Überall laufen NPCs herum, Bildschirme leuchten, Schiffe landen und die verschiedenen Bereiche haben ihren eigenen Stil. Dadurch fühlt sich die Welt glaubwürdig an und man hat oft das Gefühl, wirklich in einer riesigen Sci-Fi-Zukunft angekommen zu sein.

Starfield im Test – Tolles Sci-Fi-RPG mit Spaßfaktor und typischen Bethesda-Problemen - PlayStationInfoAuch die Planeten selbst sorgen immer wieder für starke Momente. Manche wirken zwar eher leer oder etwas eintönig, andere sehen dagegen wirklich beeindruckend aus. Vor allem Wüstenlandschaften, Eiswelten, fremde Pflanzen oder große Gebirge erzeugen oft eine tolle Stimmung. Gerade wenn man auf einem Planeten landet und in der Ferne Sonnenaufgänge, Nebel oder andere Himmelskörper sieht, merkt man, wie viel Atmosphäre Starfield bieten kann.

Dazu kommen die vielen kleinen Details. Waffen, Raumanzüge, Schiffe und Gebäude sind ordentlich gestaltet und passen gut zum Sci-Fi-Stil des Spiels. Gerade beim Schiffsbau merkt man, wie viel Liebe in viele Designs gesteckt wurde.

Auch die Beleuchtung ist gelungen. Besonders nachts oder in dunkleren Innenräumen entsteht oft eine sehr dichte Atmosphäre. Lichtquellen, Spiegelungen und Effekte sehen gut aus und sorgen dafür, dass das Spiel oft moderner wirkt, als man es vielleicht zunächst erwarten würde.

Die Musik trägt ebenfalls viel zur Stimmung bei. Ruhige Klänge beim Erkunden, epische Musik in Kämpfen oder eher mysteriöse Sounds auf fremden Planeten sorgen dafür, dass sich viele Situationen besonders anfühlen.

Natürlich gibt es auch Schwächen. Nicht jeder Planet sieht spektakulär aus und manche Gebiete oder Gebäude wiederholen sich mit der Zeit etwas zu oft. Gerade wenn man viele Stunden spielt, merkt man, dass bestimmte Höhlen, Basen oder Außenposten häufiger recycelt werden.

Trotzdem schafft es Starfield insgesamt, eine starke Atmosphäre aufzubauen. Gerade wenn man sich auf die Welt einlässt und Spaß an Sci-Fi hat, liefert das Spiel viele Momente, die lange im Kopf bleiben.

Technik – Hier gibt es leider Probleme

So viel Spaß Starfield machen kann, technisch ist das Spiel auf der PlayStation 5 aktuell leider nicht ganz sauber.

Während manche Spieler kaum Probleme haben, berichten andere immer wieder von Abstürzen, Freezes oder kurzen Rucklern. Gerade längere Sessions scheinen häufiger Probleme zu machen. Besonders ärgerlich ist das natürlich dann, wenn man längere Zeit gespielt hat und plötzlich wieder im Hauptmenü landet.

Bethesda hat zwar bereits erste Patches veröffentlicht, trotzdem merkt man aktuell noch deutlich, dass die PS5-Version nicht komplett rund läuft. Vor allem Abstürze beim Erkunden, in größeren Städten oder beim Wechsel zwischen Gebieten sorgen immer wieder für Frust.

Starfield im Test – Tolles Sci-Fi-RPG mit Spaßfaktor und typischen Bethesda-Problemen - PlayStationInfoViele Spieler berichten, dass das Spiel teilweise stundenlang problemlos läuft, dann aber plötzlich mehrere Abstürze hintereinander auftreten. Andere nennen vor allem das Scannen, das Erkunden oder den Außenposten-Bau als mögliche Ursachen für Freezes und Abstürze.

Das ist zwar typisch Bethesda und überrascht viele Fans vermutlich nicht mehr wirklich, trotzdem hätte man sich gerade nach der langen Wartezeit auf der PlayStation einen technisch besseren Zustand gewünscht.

Umfang – Riesig und vollgepackt

Beim Umfang kann man Starfield wirklich kaum etwas vorwerfen. Wer möchte, kann hier problemlos 50, 100 oder sogar deutlich mehr Stunden investieren. Schon allein die Hauptstory bietet viele Stunden Unterhaltung, dazu kommen aber noch unzählige Nebenquests, Fraktionen, Aktivitäten und optionale Inhalte.

Besonders stark ist, dass Starfield ständig neue Dinge freischaltet oder dem Spieler neue Möglichkeiten gibt. Kaum hat man eine Mission beendet, wartet oft schon die nächste Aufgabe, ein neuer Planet oder eine interessante Nebenquest. Dadurch entsteht ständig das Gefühl, dass man noch längst nicht alles gesehen hat.

Ein großer Teil des Umfangs entsteht natürlich durch die vielen Planeten und Orte, die man besuchen kann. Nicht jeder Planet ist spektakulär, trotzdem motiviert das Erkunden immer wieder, weil man nie genau weiß, ob man dort eine Basis, eine neue Quest, Ressourcen oder Gegner findet.

Dazu kommen die vielen Fraktionen im Spiel. Gerade diese Missionen gehören oft zu den besten Inhalten überhaupt. Je nachdem, ob man sich eher den Freestar Rangers, Ryujin Industries, der UC Vanguard oder anderen Gruppen anschließt, bekommt man teilweise komplett unterschiedliche Missionen und Geschichten geboten.

Auch der Schiffsbau trägt viel zum Umfang bei. Man kann Stunden damit verbringen, das eigene Schiff umzubauen, neue Teile zu kaufen oder die Optik anzupassen. Wer möchte, kann sich hier komplett verlieren und ständig neue Kombinationen ausprobieren.

Starfield im Test – Tolles Sci-Fi-RPG mit Spaßfaktor und typischen Bethesda-Problemen - PlayStationInfoÄhnlich sieht es bei den Außenposten aus. Nicht jeder Spieler wird dieses Feature intensiv nutzen, wer Spaß am Bauen, Ressourcen sammeln und Optimieren hat, bekommt hier aber ebenfalls sehr viel geboten.

Zusätzlich motiviert Starfield immer wieder dazu, neue Waffen, Rüstungen, Schiffe oder Begleiter zu finden. Gerade dadurch bleibt das Spiel über viele Stunden interessant, weil man ständig neue Ziele hat.

Selbst nach dutzenden Stunden hat man oft noch das Gefühl, längst nicht alles gesehen zu haben. Genau das macht Starfield am Ende so groß – es ist nicht nur ein Spiel für ein Wochenende, sondern eher ein Titel, mit dem man sich über Wochen oder sogar Monate beschäftigen kann.

Fazit – Gutes Spiel mit Luft nach oben

Starfield ist auf der PlayStation 5 ein gutes Spiel, das vor allem durch seine Größe, die Freiheit und die vielen Möglichkeiten überzeugt.

Die Welt macht Spaß, die Quests motivieren und das Erkunden kann viele Stunden lang unterhalten. Gleichzeitig muss man aber akzeptieren, dass das Spiel technisch nicht perfekt ist und sich manche Missionen auf Dauer etwas zu ähnlich anfühlen.

Wer Bethesda-Spiele mag und Lust auf ein großes Sci-Fi-RPG hat, wird mit Starfield trotzdem viel Spaß haben. Wer allerdings absolute technische Perfektion erwartet, muss aktuell noch etwas Geduld mitbringen.

Gerade Fans von Skyrim, Fallout oder Mass Effect dürften hier aber trotzdem viele starke Momente erleben.

Wertung

8.2 / 10

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