NewsPS6 Handheld könnte Xbox und Steam Deck technisch abhängen und AMD spielt...

PS6 Handheld könnte Xbox und Steam Deck technisch abhängen und AMD spielt dabei eine entscheidende Rolle

Sony könnte bei seiner nächsten tragbaren PlayStation einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz besitzen. Neue Informationen von Digital Foundry deuten darauf hin, dass der bislang unangekündigte PS6-Handheld möglicherweise als einziges Gerät seiner Klasse einen speziell entwickelten AMD-Prozessor mit RDNA-5-Grafikarchitektur erhalten könnte. Andere Hersteller wie Microsoft, Valve oder Asus müssten unter Umständen auf ältere Technik oder gewöhnliche Standardchips zurückgreifen. Dahinter steckt angeblich keine klassische Exklusivvereinbarung, sondern eine wirtschaftliche Entscheidung von AMD.

Sony könnte sich einen besonderen AMD Vorteil gesichert haben

Die neuen Informationen stammen von Richard Leadbetter, einem der bekanntesten Technikexperten von Digital Foundry.

Während einer aktuellen Ausgabe von Digital Foundry Direct, die zunächst exklusiv für Patreon-Unterstützer veröffentlicht wurde, sprach Leadbetter über die kommende Generation tragbarer Gaming-Hardware.

Dabei erwähnte er Hintergrundgespräche, nach denen Sony eine Art Exklusivstellung bei AMDs RDNA-5-Technologie für seinen geplanten Handheld besitzen könnte.

Sollten sich diese Informationen bestätigen, wäre die nächste tragbare PlayStation möglicherweise das einzige Gerät mit einem eigens entwickelten RDNA-5-Prozessor.

Das wäre besonders bemerkenswert, weil AMD bereits zahlreiche Hersteller tragbarer Gaming-PCs mit Prozessoren beliefert.

Zu den bekanntesten Geräten gehören das Steam Deck sowie verschiedene Handhelds von Asus und Lenovo.

Auch Microsoft wird seit längerer Zeit mit einer eigenen tragbaren Xbox in Verbindung gebracht.

Ein technischer Vorsprung von Sony könnte deshalb erhebliche Auswirkungen auf den Wettbewerb haben.

Allerdings ist die Aussage bislang nicht offiziell bestätigt.

Weder Sony noch AMD haben eine entsprechende Vereinbarung angekündigt.

AMD soll für Spezialchips enorme Bestellmengen verlangen

Besonders interessant ist der mögliche Hintergrund der angeblichen Exklusivstellung.

Nach den aktuellen Informationen muss Sony dafür nicht unbedingt einen klassischen Exklusivvertrag mit AMD abgeschlossen haben.

Vielmehr soll der Chipentwickler inzwischen deutlich vorsichtiger entscheiden, für welche Geräte maßgeschneiderte Prozessoren entwickelt werden.

PSINFO App jetzt für Android und iOS verfügbar – Gaming-News direkt aufs Handy

Die Entwicklung eines solchen Chips ist mit hohen Kosten verbunden.

Neben der eigentlichen technischen Entwicklung müssen die Hersteller auch Produktionskapazitäten sichern und ausreichend große Stückzahlen garantieren.

Gerade bei modernen Fertigungsverfahren sind die Kosten erheblich.

Für AMD lohnt sich die Entwicklung eines speziell angepassten Prozessors deshalb vor allem dann, wenn ein Partner eine entsprechend hohe Abnahmemenge zusichern kann.

Genau hier könnte Sony einen Vorteil besitzen.

Als etablierter Konsolenhersteller verfügt das Unternehmen über langjährige Erfahrung mit großen Hardwareproduktionen und der Zusammenarbeit mit AMD.

Ein speziell für PlayStation entwickelter Handheld-Chip könnte damit wirtschaftlich attraktiver sein als ein ähnliches Projekt mit wesentlich geringeren Stückzahlen.

Microsoft soll angeblich zehn Millionen Chips bestellen müssen

Eine frühere Aussage des Hardware-Insiders Kepler_L2 passt zu dieser Darstellung.

Demnach soll AMD von Microsoft eine Mindestbestellung von ungefähr zehn Millionen Prozessoren verlangt haben, um einen eigenen Chip für einen möglichen Xbox-Handheld zu entwickeln.

Microsoft habe eine solche Verpflichtung angeblich als zu riskant angesehen.

Allerdings wurde diese Behauptung später von Windows-Central-Journalist Jez Corden infrage gestellt.

Ob tatsächlich entsprechende Gespräche stattgefunden haben und welche Bedingungen AMD gestellt haben könnte, ist nicht unabhängig bestätigt.

Die Zahl von zehn Millionen sollte deshalb nicht als offizielle Mindestbestellmenge verstanden werden.

Trotzdem verdeutlicht das Gerücht ein mögliches Problem für Hersteller tragbarer Spielsysteme.

Ein Unternehmen muss sich frühzeitig auf eine große Produktionsmenge festlegen, ohne bereits zu wissen, wie erfolgreich das fertige Gerät am Markt sein wird.

Sony könnte in einer solchen Situation bessere Voraussetzungen besitzen als kleinere Hersteller.

Ob das tatsächlich der Grund für die angebliche RDNA-5-Sonderstellung ist, bleibt offen.

Was könnte RDNA 5 für den PS6 Handheld bedeuten?

RDNA 5 ist AMDs kommende Grafikarchitektur und wird bereits seit längerer Zeit mit der nächsten PlayStation-Generation in Verbindung gebracht.

Besonders interessant sind mögliche Verbesserungen bei der Energieeffizienz, der Grafikberechnung und modernen KI-Technologien.

Gerade bei tragbaren Geräten spielt der Energieverbrauch eine entscheidende Rolle.

Ein Handheld muss möglichst hohe Leistung bieten, ohne den Akku innerhalb kurzer Zeit zu entladen.

Außerdem sind die Möglichkeiten zur Kühlung deutlich stärker eingeschränkt als bei einer stationären Spielkonsole.

Eine moderne Grafikarchitektur könnte helfen, diese Probleme besser auszubalancieren.

Sony und AMD arbeiten bereits im Rahmen von Project Amethyst an neuen Grafiktechnologien.

Dazu gehören sogenannte Neural Arrays, die verschiedene Recheneinheiten bei KI-Aufgaben zusammenarbeiten lassen sollen.

Auch Radiance Cores zur Beschleunigung moderner Beleuchtungseffekte und Universal Compression zur effizienteren Verarbeitung von Grafikdaten gehören zu den vorgestellten Ansätzen.

Solche Entwicklungen könnten grundsätzlich auch für tragbare Geräte interessant sein.

Ob sie tatsächlich im angeblichen PS6-Handheld eingesetzt werden, ist jedoch nicht bestätigt.

Der neue Handheld soll PS5 Spiele direkt ausführen können

Der bislang unter dem Codenamen Canis gehandelte Handheld ist schon seit längerer Zeit Gegenstand verschiedener Gerüchte.

Anders als die PlayStation Portal soll das Gerät Spiele nicht ausschließlich über Streaming wiedergeben.

Stattdessen wird über eine eigenständige Konsole spekuliert, die kompatible PlayStation-Titel direkt auf ihrer Hardware ausführen könnte.

Frühere Leaks brachten das Gerät bereits mit einer Kombination aus AMD-Zen-6-Prozessorkernen und einer RDNA-5-Grafikeinheit in Verbindung.

In verschiedenen Berichten war zudem von 16 Compute Units und einem speziell auf den mobilen Einsatz zugeschnittenen Prozessor die Rede.

Auch Angaben zum Arbeitsspeicher und zur möglichen Abwärtskompatibilität kursieren seit Monaten.

Diese technischen Einzelheiten stammen allerdings ausschließlich aus inoffiziellen Quellen.

Sony hat bisher weder ein konkretes Datenblatt veröffentlicht noch die Existenz eines eigenständigen PS6-Handhelds offiziell angekündigt.

Die aktuellen Informationen von Digital Foundry liefern damit keinen endgültigen Beweis für die zuvor veröffentlichten technischen Spekulationen.

Könnten Steam Deck und Xbox dadurch ins Hintertreffen geraten?

Sollte Sony tatsächlich als einziger Hersteller einen maßgeschneiderten RDNA-5-Prozessor für einen Handheld erhalten, könnte dies einen technischen Vorsprung ermöglichen.

Andere Hersteller müssten möglicherweise auf verfügbare Standardprozessoren von AMD oder auf alternative Lösungen ausweichen.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass deren Geräte grundsätzlich langsamer sein werden.

Die tatsächliche Leistung hängt von zahlreichen weiteren Faktoren ab.

Dazu gehören Taktraten, Arbeitsspeicher, Stromverbrauch, Kühlung und die Optimierung der Spiele.

Auch die Software kann einen großen Unterschied machen.

Ein perfekt abgestimmtes System mit etwas älterer Hardware kann in bestimmten Situationen bessere Ergebnisse liefern als ein leistungsfähigerer Chip, der weniger effizient genutzt wird.

Deshalb wäre es verfrüht, den möglichen PS6-Handheld bereits jetzt zum leistungsstärksten tragbaren Spielsystem zu erklären.

Hinzu kommt, dass eine mögliche Sonderstellung bei maßgeschneiderten Prozessoren nicht ausschließt, dass andere Hersteller später ebenfalls RDNA-5-Technologie verwenden.

Sony könnte nach der PlayStation Vita einen neuen Anlauf wagen

Eine eigenständige tragbare PlayStation wäre für Sony eine bemerkenswerte Rückkehr.

Mit der PSP und der PlayStation Vita hatte das Unternehmen bereits zwei Handheld-Generationen auf den Markt gebracht.

Besonders die PSP entwickelte sich zu einem großen Erfolg.

Die Vita konnte dagegen trotz leistungsfähiger Technik und einer treuen Fangemeinde wirtschaftlich nicht an den Vorgänger anknüpfen.

Mit der PlayStation Portal kehrte Sony später in den Markt tragbarer Gaming-Geräte zurück, allerdings mit einem anderen Konzept.

Das Gerät wurde ursprünglich vor allem für das Streaming von PS5-Spielen entwickelt.

Ein neuer Handheld mit eigener Rechenleistung wäre deshalb ein wesentlich größerer Schritt.

Gerade die Möglichkeit, moderne PlayStation-Spiele unterwegs zu verwenden, könnte für viele Spieler interessant werden.

Ob Sony ein solches Gerät tatsächlich zusammen mit der PlayStation 6 veröffentlicht, ist bislang offen.

Auch Preise und Veröffentlichungstermine wurden nicht offiziell genannt.

Noch ist vieles Spekulation

Die neuen Aussagen von Digital Foundry liefern einen interessanten Einblick in mögliche Entwicklungen hinter den Kulissen.

Sollte AMD bei speziell entwickelten Handheld-Prozessoren tatsächlich hohe Produktionsmengen voraussetzen, könnte Sony aufgrund seiner Marktposition profitieren.

Ein maßgeschneiderter RDNA-5-Chip wäre vor allem dann interessant, wenn er hohe Grafikleistung mit einem möglichst niedrigen Stromverbrauch verbindet.

Für einen tragbaren PlayStation-Nachfolger könnte genau das entscheidend sein.

Allerdings fehlen weiterhin offizielle Bestätigungen.

Weder der angebliche Handheld noch seine technischen Daten oder eine mögliche Exklusivstellung bei AMD wurden von Sony angekündigt.

Trotzdem zeigt das neue Gerücht, dass sich hinter den Kulissen offenbar bereits viel um die nächste Generation tragbarer Gaming-Hardware dreht.

Und sollte Sony tatsächlich einen technologischen Vorsprung erhalten, könnte der Wettbewerb zwischen PlayStation, Xbox und anderen Handheld-Herstellern in den kommenden Jahren deutlich spannender werden.

Quelle: Reddit

Lass uns deine Meinung in den Kommentaren wissen.

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?

Amazon

Jetzt einkaufen und unterstützen

*Unsere Seite enthält Affiliate-Links zu Amazon. Ihr unterstützt uns durch eure Einkäufe, ohne dass zusätzliche Kosten für euch anfallen.

5 Kommentare

Weitere News