NewsXbox wollte PlayStation ausschließen doch jetzt werfen die Verkaufszahlen Fragen auf

Xbox wollte PlayStation ausschließen doch jetzt werfen die Verkaufszahlen Fragen auf

Microsoft wollte Gears of War: E-Day offenbar bewusst als Konsolenexklusivtitel für Xbox behalten. Doch nur wenige Tage nach der Veröffentlichung sorgen neue Verkaufsprognosen für Diskussionen. Laut einer Analyse von Alinea Analytics wurden bislang lediglich rund 230.000 Exemplare regulär verkauft. Gleichzeitig berichten Insider schon länger davon, dass eine PS5-Version nahezu fertig gewesen sein soll, bevor Microsoft seine Strategie änderte. Hat Xbox damit möglicherweise auf zusätzliche Einnahmen verzichtet?

Die Zahlen wurden am 9. Oktober 2026 vom Branchenanalysten Rhys Elliott veröffentlicht. Eine unabhängige Bestätigung durch Microsoft liegt nicht vor. Außerdem gibt es einen entscheidenden Haken: Gears of War: E-Day ist auch im Game Pass verfügbar, wodurch gewöhnliche Verkaufszahlen allein nur einen Teil des wirtschaftlichen Erfolgs abbilden.

Nur 230.000 Verkäufe trotz guter Kritiken?

Gears of War: E-Day erschien am 6. Oktober 2026 für Xbox Series X|S und PC.

Nach mehreren Jahren ohne neuen großen Serienteil kehrte die Reihe damit zu ihren Ursprüngen zurück.

Marcus Fenix und Dominic Santiago stehen erneut im Mittelpunkt. Das Prequel erzählt die Ereignisse rund um den Emergence Day und den Beginn des Krieges gegen die Locust.

Die ersten Kritiken fielen überwiegend positiv aus.

Trotzdem deutet die aktuelle Analyse von Alinea Analytics auf vergleichsweise zurückhaltende Vollpreisverkäufe hin.

Demnach wurden ungefähr 168.000 Exemplare über Steam verkauft.

Weitere 62.000 Verkäufe entfallen laut der Schätzung auf das Xbox-Ökosystem, einschließlich der dortigen PC-Verkäufe.

Insgesamt ergibt das rund 230.000 verkaufte Einheiten.

Für eine der bekanntesten Xbox-Marken klingt diese Zahl zunächst überraschend niedrig.

Allerdings handelt es sich nicht um offizielle Verkaufsdaten. Die genaue Berechnungsmethode von Alinea ist nicht vollständig öffentlich nachvollziehbar.

Auch erfassen solche Schätzungen nicht zwangsläufig sämtliche Vertriebswege.

Game Pass verändert die gesamte Rechnung

Ein wichtiger Grund für die niedriger wirkenden Verkaufszahlen könnte Microsofts Abonnementstrategie sein.

Gears of War: E-Day war bereits zum Start im Xbox Game Pass verfügbar.

Viele Spieler mussten das Spiel deshalb nicht separat kaufen.

Laut Alinea Analytics haben ungefähr 1,7 Millionen Menschen E-Day über den Game Pass gestartet.

Hinzu kommen schätzungsweise 722.000 Nutzer, die für einen vorzeitigen Zugang bezahlt haben.

Dafür wurden jeweils rund 30 US-Dollar fällig.

Diese Zahlen zeigen, dass das tatsächliche Interesse deutlich größer gewesen sein könnte, als die geschätzten 230.000 regulären Verkäufe vermuten lassen.

Allerdings ist auch hier Vorsicht notwendig.

Ein Spielstart über den Game Pass entspricht nicht automatisch einem Vollpreiskauf.

Andererseits zahlen Abonnenten regelmäßig für den Dienst, wodurch Microsoft ebenfalls Einnahmen erzielt.

Wie viel davon einem einzelnen Spiel wirtschaftlich zugerechnet werden kann, ist öffentlich nicht bekannt.

Analyst schätzt den Umsatz auf 37 Millionen Dollar

Alinea Analytics geht davon aus, dass Gears of War: E-Day bislang ungefähr 37 Millionen US-Dollar an direkt zurechenbaren Einnahmen erzielt hat.

Für ein Großprojekt, das über mehrere Jahre entwickelt wurde, wäre das auf den ersten Blick kein besonders hoher Betrag.

Allerdings fehlen entscheidende Informationen.

Microsoft hat weder das vollständige Entwicklungsbudget noch die internen Umsatzziele veröffentlicht.

Auch die langfristigen Einnahmen durch Abonnements, Zusatzinhalte und spätere Verkäufe sind nicht vollständig bekannt.

Deshalb lässt sich aus der Schätzung allein nicht ableiten, ob E-Day finanziell erfolgreich oder gescheitert ist.

Die Zahlen werfen dennoch eine interessante Frage auf: Hätte eine zusätzliche PS5-Version die wirtschaftliche Situation verbessern können?

Eine fast fertige PS5 Version soll existiert haben

Genau hier wird die Geschichte besonders spannend.

Bereits im Juni kursierten Berichte, wonach Microsoft ursprünglich eine PlayStation-5-Fassung von Gears of War: E-Day geplant hatte.

Brancheninsider Jeff Grubb erklärte damals, dass die Umsetzung bereits weit fortgeschritten gewesen sein soll.

Später habe Microsoft jedoch entschieden, diese Version nicht weiterzuverfolgen.

Weitere Hinweise lieferten angebliche Altersfreigaben sowie ein Trailer, in dem zwischenzeitlich ein PlayStation-Logo zu sehen gewesen sein soll.

Offiziell bestätigt wurde die Existenz einer beinahe fertigen PS5-Version allerdings nie.

Auch ob eine solche Portierung tatsächlich eingestellt oder lediglich verschoben wurde, ist nicht geklärt.

Über die ursprünglichen Gerüchte hatten wir bereits in unserem Artikel Gears of War E-Day für PS5 angeblich gestrichen berichtet.

Die neuen Verkaufsprognosen verleihen dieser älteren Diskussion nun einen zusätzlichen wirtschaftlichen Hintergrund.

Microsoft könnte auf PlayStation Käufer verzichtet haben

Dass Gears of War grundsätzlich auch auf PlayStation funktionieren kann, wurde bereits durch Gears of War: Reloaded gezeigt.

Die Neuauflage des ersten Serienteils erschien ebenfalls für PS5.

Nach Schätzungen von Alinea Analytics konnte die PlayStation-Fassung ungefähr 700.000 Käufer erreichen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass E-Day ähnliche Zahlen erzielt hätte.

Bei Reloaded handelte es sich um eine günstigere Neuauflage eines bekannten Klassikers, während E-Day ein neuer Vollpreistitel ist.

Trotzdem zeigt das Beispiel, dass es auf PlayStation eine interessierte Zielgruppe für die Marke gibt.

Für Microsoft entsteht daraus ein schwieriger Zielkonflikt.

Exklusive Spiele können die eigene Konsole attraktiver machen.

Eine Veröffentlichung auf weiteren Plattformen kann dagegen zusätzliche Verkäufe ermöglichen.

Welche Strategie am Ende erfolgreicher ist, hängt nicht nur von den direkten Spieleinnahmen ab, sondern auch vom Wert der Xbox-Plattform und des Game Pass.

Wird Microsoft seine Entscheidung überdenken?

Bislang gibt es keine offizielle Ankündigung einer PS5-Version von Gears of War: E-Day.

Microsoft hält daran fest, das Spiel zunächst ausschließlich für Xbox und PC anzubieten.

Ob sich diese Entscheidung später ändert, bleibt offen.

Die Schätzungen von Alinea Analytics könnten die Diskussion über Microsofts Exklusivstrategie allerdings erneut anheizen.

Denn wenn ein hoch bewerteter Titel nur vergleichsweise wenige reguläre Verkäufe erzielt, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob zusätzliche Plattformen wirtschaftlich sinnvoll wären.

Eine eindeutige Antwort liefern die bislang bekannten Daten jedoch nicht.

Dafür müssten auch die Einnahmen aus dem Game Pass, die langfristige Nutzung und die tatsächlichen Entwicklungskosten berücksichtigt werden.

Fest steht: Gears of War: E-Day hat einen erfolgreichen Start bei den Kritikern hingelegt.

Ob Microsoft mit dem Verzicht auf PlayStation-Käufer tatsächlich Geld verschenkt hat, lässt sich bisher nur vermuten.

Lass uns deine Meinung in den Kommentaren wissen.

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?

Amazon

Jetzt einkaufen und unterstützen

*Unsere Seite enthält Affiliate-Links zu Amazon. Ihr unterstützt uns durch eure Einkäufe, ohne dass zusätzliche Kosten für euch anfallen.

Weitere News