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Nach GTA 6 soll alles schneller gehen und Rockstar macht Fans neue Hoffnung

13 Jahre zwischen GTA 5 und GTA 6, acht Jahre seit Red Dead Redemption 2 – doch solche Wartezeiten sollen bei Rockstar Games künftig möglichst der Vergangenheit angehören. Zwei führende Entwickler des Studios haben erstmals erklärt, warum das nächste große Rockstar-Spiel deutlich schneller entstehen könnte. Der entscheidende Vorteil: Die jahrelange Arbeit an GTA 6 hat eine technische Grundlage geschaffen, die sich auch für zukünftige Projekte verwenden lässt.

Die Aussagen stammen aus der großen Bloomberg-Recherche von Jason Schreier, die am 14. Oktober 2026 veröffentlicht wurde. Darin sprechen Phil Hooker und Aaron Garbut über die Entwicklung von GTA 6 und darüber, wie Rockstar seine Produktion in Zukunft verändern möchte. Für Fans von Grand Theft Auto und Red Dead Redemption könnte das eine besonders erfreuliche Nachricht sein.

Rockstar will nicht noch einmal acht Jahre benötigen

Wenn GTA 6 am 19. November 2026 erscheint, liegt die Veröffentlichung des letzten großen Rockstar-Einzelspielerprojekts bereits acht Jahre zurück.

Red Dead Redemption 2 erschien im Oktober 2018. Seitdem konzentrierte sich das Studio vor allem auf das neue Grand Theft Auto, während GTA Online weiterhin mit zusätzlichen Inhalten versorgt wurde.

Dass ein Entwickler acht Jahre zwischen zwei großen Spielen verstreichen lässt, ist selbst für die heutige AAA-Branche ungewöhnlich.

Doch bei Rockstar könnte sich dieser Rhythmus künftig ändern.

Phil Hooker, einer der leitenden Technologieverantwortlichen des Unternehmens, erklärt gegenüber Bloomberg, dass die während der Entwicklung von GTA 6 geschaffenen Werkzeuge und technischen Grundlagen zukünftige Projekte beschleunigen sollen.

Das Team müsse nicht noch einmal sämtliche Systeme von Grund auf neu entwickeln.

Stattdessen könne man auf der vorhandenen Technologie aufbauen und sich stärker darauf konzentrieren, neue Inhalte zu erschaffen.

Ein konkretes Veröffentlichungsdatum für das nächste Rockstar-Spiel nennt Hooker allerdings nicht.

GTA 6 hat eine völlig neue technische Grundlage geschaffen

Der größte Vorteil liegt offenbar in der Entwicklungsarbeit, die bereits hinter Rockstar liegt.

Über viele Jahre wurden Grafiktechnologien, Animationssysteme, Entwicklungswerkzeuge und zahlreiche weitere Bestandteile für GTA 6 überarbeitet.

Diese Arbeit war mitverantwortlich für die außergewöhnlich lange Produktionszeit.

Rockstar möchte die neu geschaffenen Grundlagen nun möglichst langfristig nutzen.

Auch Aaron Garbut, einer der führenden Köpfe bei Rockstar North, betont, dass für GTA 6 zahlreiche grundlegende Systeme verändert wurden.

Diese umfangreiche technische Erneuerung sei inzwischen abgeschlossen.

Für zukünftige Projekte möchte das Studio deshalb vermeiden, die vorhandene Grundlage erneut vollständig auseinanderzunehmen.

Das klingt zunächst selbstverständlich, könnte aber erhebliche Auswirkungen haben.

Wenn Entwickler beispielsweise bereits über ein leistungsfähiges Animationssystem, eine ausgereifte Engine und geeignete Werkzeuge für große offene Spielwelten verfügen, entfällt ein Teil der Arbeit, die bei GTA 6 besonders viel Zeit benötigt hat.

Allerdings hängt der tatsächliche Nutzen davon ab, welche Anforderungen das nächste Projekt stellt.

Erleben wir wieder Zeiten wie bei GTA Vice City?

Die Aussagen erinnern an eine Phase, in der Rockstar deutlich schneller neue Spiele veröffentlichte.

Grand Theft Auto 3 erschien im Oktober 2001 und revolutionierte mit seiner dreidimensionalen Spielwelt die gesamte Reihe.

Nur ein Jahr später folgte bereits GTA: Vice City.

Rockstar konnte damals auf zahlreiche technische Grundlagen des Vorgängers zurückgreifen und diese mit einer neuen Stadt, anderen Figuren und zusätzlichen Gameplay-Ideen kombinieren.

2004 erschien schließlich GTA: San Andreas, das den Umfang der Spielwelt nochmals erheblich erweiterte.

Eine solche Veröffentlichungsgeschwindigkeit ist heute allerdings kaum direkt übertragbar.

Moderne Produktionen benötigen wesentlich detailliertere Animationen, umfangreichere Sprachaufnahmen und erheblich aufwendigere technische Tests.

Auch die Erwartungen der Spieler sind deutlich gestiegen.

Rockstar behauptet deshalb nicht, dass schon 2027 oder 2028 das nächste große Spiel erscheinen wird.

Die Verantwortlichen zeigen sich lediglich zuversichtlich, dass der Abstand nicht erneut acht Jahre betragen muss.

Kommt nach GTA 6 endlich Red Dead Redemption 3?

Besonders interessant ist die Frage, welches Spiel Rockstar als Nächstes entwickeln könnte.

Für viele Fans wäre Red Dead Redemption 3 der große Wunschkandidat.

Die Western-Reihe gehört neben Grand Theft Auto zu den erfolgreichsten und bekanntesten Marken des Studios.

Eine Fortsetzung könnte beispielsweise eine neue Geschichte erzählen oder andere Figuren und Zeitabschnitte in den Mittelpunkt stellen.

Offiziell angekündigt wurde Red Dead Redemption 3 allerdings nicht.

Ebenso wenig hat Rockstar bestätigt, dass bereits ein vollständiges Entwicklerteam mit der Produktion beschäftigt ist.

Auch ein völlig neues Projekt wäre möglich.

Das Unternehmen verfügt über weitere bekannte Marken, darunter Bully, Midnight Club und L.A. Noire.

Dass eine dieser Reihen tatsächlich zurückkehrt, lässt sich aus den Aussagen von Hooker und Garbut aber nicht ableiten.

Die beiden Entwickler sprechen ausdrücklich über die zukünftige Arbeitsweise des Studios und nicht über einen bestimmten Nachfolger.

Warum Rockstar zuletzt so langsam geworden ist

Der Unterschied zwischen früheren Jahren und der heutigen Entwicklung ist besonders auffällig.

Rockstar veröffentlichte früher regelmäßig neue Spiele und Erweiterungen.

Neben den großen GTA-Teilen erschienen beispielsweise Bully, L.A. Noire, Max Payne 3 und die Red-Dead-Reihe.

Inzwischen konzentriert sich das Unternehmen wesentlich stärker auf einzelne Großproduktionen.

Schon im März hatten wir in unserem Artikel Rockstar Release Tempo sinkt stark vor GTA 6 auf diese Entwicklung zurückgeblickt.

GTA 6 zeigt nun, welche Dimensionen moderne Rockstar-Projekte erreicht haben.

Die Spielwelt von Leonida soll nicht nur größer, sondern vor allem detailreicher und glaubwürdiger werden.

Dafür arbeitet das Studio unter anderem an komplexem NPC-Verhalten, zahlreichen Animationen und umfangreichen Dialogen.

In unserem Bericht GTA 6 beschäftigt eigene Autoren nur für NPC Gespräche hatten wir bereits gezeigt, wie viel Aufwand selbst in scheinbar nebensächliche Situationen fließt.

Solche Ansprüche lassen Entwicklungszeiten zwangsläufig steigen.

Wenn die neue technische Grundlage aber tatsächlich dauerhaft genutzt werden kann, könnte Rockstar diesen Aufwand künftig besser verteilen.

Die neue Hoffnung hat einen entscheidenden Haken

So erfreulich die Aussagen klingen, eine Garantie für kürzere Wartezeiten gibt es nicht.

Rockstar hat weder den Namen des nächsten Spiels noch einen Entwicklungszeitraum angekündigt.

Auch ist unbekannt, wie viel Arbeit nach der Veröffentlichung von GTA 6 zunächst in Updates, zusätzliche Inhalte und mögliche Online-Funktionen fließen wird.

Hinzu kommt die grundsätzliche Herausforderung großer Spieleproduktionen.

Eine vorhandene Engine kann Entwicklungsarbeit sparen, ersetzt aber weder neue Geschichten und Missionen noch Schauspielaufnahmen, Weltdesign und Qualitätskontrollen.

Sollte Rockstar für sein nächstes Projekt erneut besonders ambitionierte technische Ziele verfolgen, könnte auch die vorhandene Grundlage zusätzliche Anpassungen benötigen.

Die Aussagen von Hooker und Garbut sind deshalb vor allem ein Ausblick auf die interne Strategie.

Eine konkrete Zusage für ein neues GTA oder Red Dead innerhalb weniger Jahre sind sie nicht.

Rockstar möchte nach GTA 6 wieder schneller werden

Dennoch markieren die Aussagen eine interessante Veränderung.

Während sich die Diskussion bislang vor allem darum drehte, warum GTA 6 so lange benötigt hat, sprechen die Verantwortlichen jetzt erstmals ausführlicher darüber, wie zukünftige Projekte von dieser Arbeit profitieren sollen.

Die neue Engine, die umfangreichen Entwicklungswerkzeuge und das über Jahre gewachsene Team könnten dafür sorgen, dass Rockstar bei seinem nächsten Spiel nicht wieder bei null beginnen muss.

Für Fans wäre das eine erfreuliche Perspektive.

Schließlich hat die lange Wartezeit auf GTA 6 gezeigt, wie sehr sich die Veröffentlichungsabstände des Studios verändert haben.

Ob nach GTA 6 tatsächlich Red Dead Redemption 3, ein anderes bekanntes Franchise oder ein völlig neues Abenteuer folgt, ist weiterhin offen.

Die gute Nachricht lautet zumindest: Rockstar möchte künftig nicht mehr acht Jahre zwischen zwei großen Spielen verstreichen lassen.

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