Activision hat die Spiele Call of Duty: Black Ops und Black Ops 2 still und heimlich für die PlayStation-Plattformen veröffentlicht. Sowohl PS4- als auch PS5-Spieler können die Klassiker ab sofort im PlayStation Store erwerben – ohne große Ankündigung oder Marketingkampagne. Dieses sogenannte „Shadow-Drop“-Verfahren sorgte für reichlich Überraschung in der Community, denn lange wurde darüber spekuliert, ob und wann die Titel endlich für aktuelle Konsolen portiert werden würden.
Beide Titel kosten regulär 40 US-Dollar. Wer die vollständige Multiplayer-Erfahrung erleben möchte, muss zudem die jeweiligen Season Passes erwerben, die jeweils 30 US-Dollar kosten. PS Plus-Abonnenten erhalten bis zum 6. August 2026 einen Rabatt von 20 US-Dollar auf das Basisspiel und 20 US-Dollar Rabatt auf die Season Passes, was die Kosten für Fans etwas abmildert. Trotz der Preisgestaltung sind einige Spieler allerdings skeptisch, da die Ports keinerlei grafische Verbesserungen oder Crossplay-Funktionen für andere Plattformen bieten.
Die technischen Details sorgen ebenfalls für Diskussionen. Berichte von Charlie Intel und anderen Quellen weisen darauf hin, dass es keine dedizierten Server gibt, was bei stark frequentierten Multiplayer-Partien zu Lags oder Instabilitäten führen kann. Außerdem gibt es gemischte Rückmeldungen zu 60 FPS, fehlenden 120Hz-Optionen und unzureichender FoV-Anpassung. Auch die Unterstützung von 4K-Auflösung ist nicht durchgehend konsistent, und der Fortschritt zwischen PS4 und PS5 ist zwar geteilt, doch Crossplay außerhalb dieser Plattformen bleibt unmöglich.
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Die Reaktionen der Community fallen gemischt aus. Nostalgiker freuen sich, die alten Black Ops-Titel endlich auf modernen Konsolen spielen zu können, während viele Spieler die fehlenden Updates und die zusätzlichen Kosten für Season Passes kritisieren. Gerade das Nachkaufen der Kartenpakete wirkt für manche als unnötig kostenintensiv, da viele Inhalte nur über die zusätzlichen 30-Dollar-Pakete zugänglich sind.
Trotz der Kritik könnte der Schritt für Activision strategisch sinnvoll sein. Die Veröffentlichung der älteren Black Ops-Titel auf aktuellen Konsolen ermöglicht es neuen Spielern, in die Serie einzusteigen, während Veteranen nostalgische Erinnerungen auffrischen können. Die Shadow-Drop-Strategie sorgt zudem für kurzfristige Aufmerksamkeit und wirkt wie ein Überraschungsmoment, ohne dass ein vollständiges Marketingbudget benötigt wird.
Insgesamt zeigen die Black Ops-Ports einmal mehr, dass klassische Shooter-Klassiker nach wie vor eine solide Fanbasis besitzen. Gleichzeitig macht der Release deutlich, dass Activision wenig Ressourcen in technische Verbesserungen investiert hat – vermutlich, weil man mit dem bestehenden Code arbeiten wollte, anstatt aufwendige Remaster zu produzieren. Fans müssen also selbst entscheiden, ob ihnen Nostalgie und Gameplay den Preis rechtfertigen oder ob die fehlenden Updates und Serveroptionen den Spaß trüben.
Verfügbarkeit: Ab sofort für PS4 und PS5 im PlayStation Store. Season Passes und PS Plus-Rabatte bis 6. August 2026.





