Die Diskussion rund um Werbung in Videospielen könnte in den kommenden Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen. Mit EA Advertising hat Electronic Arts nun eine neue Abteilung vorgestellt, die sich auf die Integration von Werbeinhalten in Spielen und digitalen Plattformen konzentrieren soll.
Dabei setzt der Publisher auf dynamische Anzeigen, die in Echtzeit eingebunden werden können.
EA will Marken stärker in Spielewelten integrieren
Laut den aktuellen Informationen soll die neue Werbe-Sparte Unternehmen die Möglichkeit bieten, ihre Marken direkt innerhalb von EA-Spielen zu platzieren.
Geplant sind verschiedene Formen der Integration, darunter digitale Werbetafeln, Sponsoren-Einblendungen, virtuelle Veranstaltungen und weitere Werbeformate, die sich möglichst natürlich in die jeweilige Spielwelt einfügen sollen.
EA betont dabei, dass die Spielerfahrung nicht gestört werden soll.
Werbung soll Teil der Spielumgebung werden
Besonders im Fokus stehen sogenannte native Werbeeinbindungen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Digitale Werbetafeln in Spielwelten
- Anzeigen auf Anzeigetafeln und Scoreboards
- Sponsoren-Overlays bei Wiederholungen
- Markenbezogene Ingame-Events
- Individuelle kosmetische Gegenstände
- Spezielle Herausforderungen und Aktionen
Vor allem in Sportspielen könnten solche Werbeformen relativ nahtlos in die Spielumgebung integriert werden.
Branche sucht nach neuen Einnahmequellen
Der Schritt kommt zu einer Zeit, in der die Entwicklungskosten moderner AAA-Spiele immer weiter steigen.
Publisher suchen deshalb zunehmend nach zusätzlichen Einnahmequellen neben klassischen Spielverkäufen, DLCs und Mikrotransaktionen. Dynamische Werbeeinblendungen gelten dabei seit Jahren als mögliches Zukunftsmodell.
Bislang wurde das Thema jedoch oft kontrovers diskutiert.
Spieler reagieren mit gemischten Gefühlen
In der Community sorgt die Ankündigung bereits für Diskussionen.
Viele Spieler befürchten, dass Werbung langfristig immer stärker in Videospiele integriert werden könnte. Kritiker sehen die Gefahr, dass kommerzielle Inhalte irgendwann das Spielerlebnis beeinträchtigen könnten.
Befürworter argumentieren hingegen, dass realistische Werbeflächen insbesondere in Sport-, Renn- oder Open-World-Spielen sogar zur Immersion beitragen könnten.
Könnten andere Publisher folgen?
Die Einführung von EA Advertising dürfte auch von anderen Unternehmen genau beobachtet werden.
Sollte sich das Modell als erfolgreich erweisen, könnten künftig weitere Publisher ähnliche Lösungen entwickeln. Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte darüber, dass große Unternehmen verschiedene Werbekonzepte innerhalb von Spielen prüfen.
Ob sich dynamische Echtzeit-Werbung tatsächlich branchenweit durchsetzt, bleibt jedoch abzuwarten.
Zukunft von Ingame-Werbung bleibt spannend
Fest steht, dass Electronic Arts mit der neuen Werbeabteilung einen weiteren Schritt in Richtung stärker monetarisierter Spielewelten geht.
Wie umfangreich die Werbeeinblendungen künftig ausfallen werden und wie die Spieler darauf reagieren, wird sich vermutlich erst nach den ersten größeren Implementierungen zeigen.
Die Debatte über Werbung in Videospielen dürfte damit jedenfalls neuen Auftrieb erhalten.
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Quelle:https://www.ea.com/ea-advertising





