Mittwoch, Februar 11, 2026
NewsProtest bei Ubisoft Paris: Gewerkschaften fordern Arbeitsniederlegung bei Besuch von Yves Guillemot

Protest bei Ubisoft Paris: Gewerkschaften fordern Arbeitsniederlegung bei Besuch von Yves Guillemot

Bei Ubisoft spitzt sich die Lage weiter zu. Französische Gewerkschaften haben die Beschäftigten des Ubisoft-Standorts Paris dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen, sollte CEO Yves Guillemot das Gebäude betreten. Hintergrund sind geplante Umstrukturierungen und ein angebotenes freiwilliges Trennungsprogramm.

Aufruf zum Arbeitsstopp bei CEO-Besuch

Wie unter anderem Le Figaro berichtet, kursiert derzeit ein Flugblatt der Gewerkschaften Solidaires Informatique, STVJV und CFE-CGC, in dem Mitarbeiter aufgefordert werden, ihre Arbeitsplätze zu verlassen und sich vor dem Gebäude zu versammeln, falls Guillemot am 3. Februar – wie angekündigt – das Ubisoft-Büro in Paris besucht.

In dem Schreiben heißt es sinngemäß, es sei an der Zeit, der Unternehmensführung klarzumachen, dass sie nicht willkommen sei, solange Mitarbeiter weiterhin schlecht behandelt würden. Der Aufruf richtet sich explizit an alle Beschäftigten von Ubisoft Paris.

http://playstationinfo.de.w0213555.kasserver.com/2026/01/25/ubisoft-zieht-den-stecker-watch-dogs-gilt-intern-als-komplett-tot/

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Hintergrund: Stellenabbau und Umstrukturierung

Auslöser der aktuellen Proteste ist ein von Ubisoft vorgeschlagenes freiwilliges Aufhebungsprogramm, das laut Berichten bis zu 200 Stellen am Standort Paris betreffen könnte. Bereits zuvor hatte Solidaires Informatique im Januar zu einem halbtägigen Streik aufgerufen, nachdem Ubisoft eine weitreichende Neuausrichtung angekündigt hatte.

Die Gewerkschaft bezeichnete diese Ankündigung als „katastrophal“ und stellte drei Forderungen:

  • spürbare Gehaltserhöhungen,
  • ein Ende der Sparmaßnahmen,
  • den Erhalt sowie Ausbau von Homeoffice- und Remote-Arbeitsmodellen.

Mehrere Projekte eingestellt

Im Zuge der Umstrukturierung hat Ubisoft offiziell fünf Projekte eingestellt, darunter das lange erwartete Prince of Persia: The Sands of Time Remake. Das Unternehmen sprach in diesem Zusammenhang von einem umfassenden organisatorischen und strategischen Neustart, um kreative Führungsstärke zurückzugewinnen und langfristiges Wachstum zu sichern.

Künftig soll die Entwicklung auf fünf sogenannte Creative Houses verteilt werden. Diese Einheiten sind jeweils für bestimmte Marken oder Genres zuständig. Ein Bereich konzentriert sich unter anderem auf Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six, während ein anderer narrative und Fantasy-Marken wie Anno, Rayman und Beyond Good and Evil betreuen soll.

Beyond Good and Evil 2 bleibt in Entwicklung

Trotz zahlreicher Projektstreichungen bestätigte Ubisoft, dass Beyond Good and Evil 2 weiterhin Priorität genießt und innerhalb eines der Creative Houses entwickelt wird. Der Titel befindet sich seit über einem Jahrzehnt in Entwicklung.

Reaktionen an der Börse

Die Ankündigungen blieben auch an der Börse nicht ohne Folgen. Am Tag der Umstrukturierungsbekanntgabe verlor die Ubisoft-Aktie zeitweise über 30 Prozent an Wert. Zwar erholte sich der Kurs zuletzt leicht, liegt jedoch weiterhin deutlich unter dem Niveau vor den Ankündigungen.

Wie sich die Situation rund um Ubisoft Paris weiterentwickelt und ob es tatsächlich zu Arbeitsniederlegungen beim Besuch des CEOs kommt, bleibt abzuwarten.

Quelle:https://www.lefigaro.fr/secteur/high-tech/il-n-est-pas-le-bienvenu-en-visite-chez-ubisoft-paris-la-semaine-prochaine-le-pdg-yves-guillemot-sera-accueilli-par-une-greve-20260128

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