Wenn über die nächste Konsolengeneration gesprochen wird, stehen meist Teraflops, Raytracing und CPU-Leistung im Fokus. Doch hinter den Kulissen könnte ein ganz anderer Faktor darüber entscheiden, wann die PlayStation 6 erscheint – und zu welchem Preis. Immer mehr Hinweise deuten darauf hin, dass Speichertechnologien zum eigentlichen Nadelöhr für Sonys nächste Konsole werden könnten.
Leistung ist planbar – Speicher nicht
Rechenleistung folgt seit Jahren relativ stabilen Entwicklungszyklen. Fortschritte bei CPUs, GPUs und modernen Rendering-Techniken lassen sich gut kalkulieren. Ganz anders sieht es beim Thema Arbeitsspeicher und Massenspeicher aus.
Die Preise für DDR5-RAM und NAND-Flash sind in den letzten Jahren gestiegen oder stark geschwankt. Gleichzeitig wird ein immer größerer Teil der weltweiten Produktionskapazitäten von KI-Rechenzentren gebunden, die enorme Mengen an Speicher benötigen. Für klassische Konsolenhersteller bedeutet das: weniger Verfügbarkeit, höhere Kosten und größere Planungsunsicherheit.
Schwierige Entscheidungen für Sony
Für Sony entsteht daraus ein bekanntes Dilemma. Steigen die Speicherpreise weiter, bleiben nur drei Optionen:
- Der Launch wird verschoben, bis sich die Märkte stabilisieren
- Die Hardware-Ausstattung wird reduziert, um Kosten zu sparen
- Der Verkaufspreis steigt – mit dem Risiko geringerer Nachfrage
Keine dieser Optionen passt zu einem reibungslosen Generationswechsel. Gerade Speicher ist ein zentraler Kostenfaktor, der sich kaum „schönrechnen“ lässt.
Neue Player, neue Abhängigkeiten
Zusätzliche Brisanz erhält das Thema durch neue Anbieter aus China. Unternehmen wie ChangXin Memory Technologies (CXMT) im DRAM-Bereich oder Yangtze Memory Technologies (YMTC) bei NAND-Flash bauen seit Jahren ihre Kapazitäten aus. In der Theorie könnten zusätzliche Anbieter den Markt entspannen und langfristig für sinkende Preise sorgen.
In der Praxis steht dem jedoch die Geopolitik im Weg. Exportbeschränkungen, Sanktionen und technologische Auflagen sorgen dafür, dass moderne Speicherchips als strategisch sensible Güter gelten. Der Zugang zu diesen neuen Produktionskapazitäten ist daher alles andere als garantiert – insbesondere für globale Konzerne wie Sony.
Langfristige Verträge, frühe Risiken
Konsolen werden Jahre im Voraus geplant. Speicherverträge müssen lange vor dem Marktstart abgeschlossen werden. Unsichere Preisentwicklungen erhöhen das Risiko – und führen oft zu konservativeren Entscheidungen bei der Hardware-Ausstattung.
Das kann bedeuten: weniger Speicher, kleinere SSDs oder vorsichtiger gesetzte Zielpreise. Gerade in einem Marktumfeld, das deutlich preissensibler ist als noch zur PS5-Zeit, könnten Fehlentscheidungen langfristige Folgen haben.
Warum Speicher wichtiger ist als Teraflops
Speicher taucht in Marketing-Präsentationen kaum auf, beeinflusst aber direkt Nutzererlebnis, Produktionskosten und Verkaufspreis. Während Leistungsdaten Schlagzeilen machen, wird die eigentliche Zukunft der PlayStation-Hardware möglicherweise in Lieferketten, Handelsabkommen und Vertragsverhandlungen entschieden.
http://playstationinfo.de.w0213555.kasserver.com/2026/01/12/playstation-6-blick-in-die-zukunft-rdna5-als-moeglicher-massstab/
Ob und wie sich der globale Speichermarkt bis zum Start der nächsten Konsolengeneration entspannt, bleibt offen. Klar ist jedoch: Nicht rohe Leistung, sondern Speicherverfügbarkeit könnte darüber entscheiden, wie erfolgreich die PlayStation 6 wird.
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Die geopolitischen Aspekte sind interessant. Das könnte alles beeinflussen.
Es gibt viele Unsicherheiten. Ich hoffe, sie finden eine gute Lösung.
Ich finde es komisch, dass man über Teraflops spricht, aber Speicher wichtiger ist.
Speicher ist also der Schlüssel. Das klingt logisch.
Die Preise für Speicher sind ein großes Thema. Mal sehen, was Sony macht.
Interessant, dass Speicher so wichtig ist. Ich hätte das nicht gedacht.