Während Sony offiziell noch kein Wort über die PlayStation 6 verloren hat, verdichten sich im Hintergrund die Hinweise auf die nächste Konsolengeneration. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass Sony parallel an zwei Varianten arbeitet: einer klassischen PlayStation 6 für das Wohnzimmer und einer tragbaren Version, die auf hohe Effizienz und lange Akkulaufzeit ausgelegt ist.
Im Fokus steht dabei ein speziell entwickelter Prozessor mit dem Codenamen Canis, der offenbar für das portable Modell der PS6 vorgesehen ist.
Sony setzt bei der PS6 offenbar auf eigene Chip-Strategie
Laut mehreren Leaks ist Canis kein gewöhnlicher Mobilchip, sondern eine speziell für Sony entwickelte Lösung. Anders als bei der stationären PlayStation 6, bei der maximale Leistung im Vordergrund steht, soll dieser Chip vor allem auf ein optimales Verhältnis aus Rechenleistung und Energieverbrauch ausgelegt sein.
Interne Schätzungen vergleichen Canis mit Intels kommender Panther-Lake-Plattform. Demnach soll Sonys Chip bei rund 15 Watt Leistungsaufnahme eine ähnliche Performance erreichen wie Intels mobile CPUs bei etwa 30 Watt. Das würde bedeuten, dass Sony eine besonders effiziente Architektur anstrebt – ideal für ein Handheld mit hoher Akkulaufzeit.
Warum AMDs aktuelle Mobilchips offenbar nicht ausreichen
Interessant ist auch der Vergleich zu AMDs aktuellen Lösungen. Die mobilen Z2 Extreme APUs, die unter anderem in Gaming-Handhelds eingesetzt werden, gelten laut den Berichten als zu schwach für Sonys nächste Generation. Die leistungsstärkeren Strix Halo APUs wiederum sollen zwar deutlich schneller sein, verbrauchen aber zu viel Energie und erzeugen zu viel Abwärme für ein kompaktes tragbares System.
Genau hier setzt Sonys Strategie offenbar an: Statt vorhandene Chips zu übernehmen, wird ein eigener Prozessor entwickelt, der speziell auf eine PlayStation-Handheld-Architektur zugeschnitten ist.
Leistung auf dem Niveau einer RTX 3050?
Inoffizielle Berechnungen gehen davon aus, dass das portable PS6-System eine Grafikleistung erreichen könnte, die sich an einer GeForce RTX 3050 orientiert – allerdings bei deutlich geringerem Stromverbrauch. Sollte sich das bestätigen, würde Sony ein Handheld anbieten, das moderne AAA-Spiele in deutlich höherer Qualität darstellen könnte als heutige mobile Konsolen.
PTL handhelds might be a great ballpark estimate for how PS6 Handheld will perform/how PS5 games can be scaled down to very low TDP.
Z2E is too slow and Strix Halo is too fast, but PTL @ 30W should be very similar to Canis @ 15W
— Kepler (@Kepler_L2) January 11, 2026
Für die stationäre PlayStation 6 wird parallel natürlich ein deutlich stärkerer Chip erwartet, der diese Architektur weiter ausbaut und auf höhere Taktraten und thermische Reserven setzt.
Blick in die Zukunft: RDNA5 als möglicher Maßstab
Zusätzlich kursieren Hinweise auf einen neuen AMD-Chip mit dem Namen MDSH Mini, der auf der kommenden RDNA5-Architektur basiert und mit 24 Compute Units ausgestattet sein soll. Dieser Prozessor wird allerdings erst ab etwa 2027 erwartet und dürfte daher nicht mehr rechtzeitig für Sonys erste PS6-Generation verfügbar sein.

Was das für die PlayStation 6 bedeutet
Sollten sich diese Berichte bestätigen, würde Sony mit der PlayStation 6 erstmals ein echtes Dual-System etablieren: eine leistungsstarke Heimkonsole und ein technisch ernstzunehmendes Handheld, das nicht nur Streaming, sondern natives Spielen auf hohem Niveau ermöglicht.
Noch sind alle Informationen inoffiziell, doch sie zeichnen ein klares Bild: Sony scheint bei der PS6 stark auf Effizienz, moderne Architektur und flexible Einsatzmöglichkeiten zu setzen – und könnte damit einen neuen Maßstab für Konsolen und Handhelds zugleich setzen.


Ich bin gespannt, wie die neue Konsole abschneidet.
Die Technik scheint gut zu sein. Hoffentlich stimmt das alles.
Klingt spannend, aber ich warte auf offizielle Ankündigungen.
Interessante Infos, mal sehen, was da kommt.