Battlefield 6 hatte einen Start, der kaum widersprüchlicher hätte sein können. Nach einem starken Reveal und einer überzeugenden Beta war der Hype groß – so groß, dass der Titel zum Launch sogar den langjährigen Rivalen Call of Duty bei den Verkaufszahlen übertreffen konnte. Während die Kampagne viele Spieler enttäuschte, zeigte sich der Mehrspielermodus von seiner starken Seite – traditionell das Herzstück der Reihe.
Doch der langfristige Erfolg wird davon abhängen, wie Battlefield Studios das Spiel in den kommenden Monaten weiterentwickelt. Und genau hier wird 2026 zum entscheidenden Jahr.
Starker Kern, aber holpriger Start in die Live-Service-Phase
Der Multiplayer von Battlefield 6 bietet eine solide Grundlage und das Potenzial für jahrelangen Support. Season 1 brachte mit der Multiplayer-Map Eastwood zwar positives Feedback, sorgte aber auch für erhebliche Kontroversen. Vor allem der Battle-Royale-Modus RedSec spaltete die Community.

Mehrere Seasons sind fest eingeplant
Trotz der Kritik gilt als sicher, dass Battlefield 6 2026 umfangreich unterstützt wird. Selbst Battlefield 2042 erhielt sieben Seasons an Inhalten, weshalb davon ausgegangen wird, dass Battlefield 6 bis zum nächsten Serienteil aktiv bleiben wird.
Bei einer Season-Laufzeit von rund drei Monaten sind für 2026 voraussichtlich vier Seasons geplant, inklusive:
- neuer Maps
- zusätzlicher Spielmodi
- weiterer Waffen und Fahrzeuge
- Battle Passes
- kostenpflichtiger kosmetischer Inhalte
Karten, Modi und Fan-Wünsche
Ein zentrales Thema bleibt die Kartengröße. Viele Veteranen wünschen sich große Schlachtfelder wie in älteren Teilen. Klassiker wie Operation Metro, Operation Locker oder Caspian Border werden häufig genannt – sei es als Remaster oder als Inspiration für neue Maps.
Auch beim Arsenal gibt es noch Luft nach oben. Mehrere ikonische Waffen fehlen bislang, ebenso Fahrzeuge wie der AMTRAC oder der Little Bird, die von der Community regelmäßig gefordert werden.
Ein weiterer Wunsch ist die Rückkehr des Modus Operations, der in Battlefield 1 sein Debüt feierte. Dank des „Theaters of War“-Konzepts würde dieser Modus gut zu Battlefield 6 passen, doch eine Bestätigung steht noch aus.
RedSec: Zukunft oder schleichendes Aus?
Der Battle-Royale-Modus RedSec wurde spielerisch solide aufgenommen, auch wenn ein Großteil der Kritik eher aus Prinzip erfolgte. Viele Spieler befürchten, dass der Fokus auf BR dem klassischen Multiplayer schadet. Gleichzeitig leidet RedSec darunter, dass das Genre insgesamt an Popularität verliert.
Damit der Modus Bestand hat, fordern Spieler unter anderem:
- mehr Playlists, insbesondere einen permanenten Solo-Modus
- zusätzliche Herausforderungen
- ein klares Alleinstellungsmerkmal
Wie Battlefield Studios RedSec 2026 weiterentwickelt, wird entscheidend dafür sein, ob der Modus langfristig bleibt oder leise eingestellt wird – ähnlich wie Firestorm in früheren Teilen.
Kosmetik, Crossovers und Easter Eggs
Bislang setzt Battlefield 6 auf eher bodenständige Skins. Unrealistische Outfits wurden sogar entfernt oder überarbeitet. Dennoch halten viele es für wahrscheinlich, dass es früher oder später Crossover-Inhalte geben wird – wenn auch subtiler als in anderen Shootern.
Denkbar wären kleinere Anspielungen auf andere EA-Marken wie:
- Dead Space
- Mass Effect
- Dragon Age
- Titanfall oder Apex Legends
Auch große Easter-Egg-Aktionen, ähnlich dem Phantom-Programm früherer Battlefield-Titel, gelten als mögliche Überraschung für 2026.
Ein entscheidendes Jahr für Battlefield 6
Die Pläne für 2026 zeichnen ein relativ klares Bild: mehrere Seasons, stetiger Content-Nachschub und Feinschliff am Balancing. Überraschungen sind möglich, aber kein Muss. Entscheidend wird sein, ob Battlefield Studios auf Community-Feedback reagiert – insbesondere bei Kartengröße, Modi und der Gewichtung zwischen RedSec und klassischem Multiplayer.
Gelingt dieser Spagat, hat Battlefield 6 gute Chancen, seine Spielerzahlen zu stabilisieren oder sogar wieder auszubauen. Das Fundament stimmt – nun muss der Support überzeugen.
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