Bethesda wollte mit der Fallout 4 Anniversary Edition eigentlich das zehnjährige Jubiläum des Rollenspiels feiern. Doch statt Begeisterung löst das Update ein PR-Desaster aus. Spieler berichten von neuen Fehlern, kaputten Mods und einem Creation-Store, der zum nächsten Streitpunkt wird.
Ein Update, das erneut für Probleme sorgt
Nach dem umstrittenen Next-Gen-Update, das Fallout 4 bereits vor eineinhalb Jahren massiv beeinträchtigte, veröffentlichte Bethesda nun ein weiteres Gratis-Update. Dieses sollte endlich viele der Probleme lösen – doch laut zahlreichen Nutzern richtet es mindestens genauso viel Schaden an.
Das Update behebt zwar einige Fehler wie Stottern bei Gesichtsmods, Probleme im VATS-System oder fehlerhafte Ultrawide-Darstellung, doch gleichzeitig melden Spieler neue Abstürze, Ladefehler und sogar defekte Spielstände.
Creation Club: kostenpflichtige Mods als neuer Zündstoff
Größter Kritikpunkt bleibt der überarbeitete Creations-Store, in dem Bethesda kostenpflichtige Mods anbietet. Während viele PC-Spieler weiterhin auf kostenlose Mods über Plattformen wie Nexus setzen, stoßen Konsolen-Spieler schnell an Grenzen:
- Menü lädt extrem langsam oder gar nicht
- Häufige Abstürze, Softlocks und Fehlermeldungen
- Der Store erkennt teilweise offizielle DLCs nicht, wodurch kostenlose Mods nicht mehr genutzt werden können
- Spielstände können dadurch korrumpiert werden
Hinzu kommt eine strikte Speicherbegrenzung auf Konsolen: Nur 2 GB Mod-Speicher stehen zur Verfügung – für größere Creations oft zu wenig.
Kaum neue Inhalte – hoher Preis

Preislich sorgt das für Unverständnis in der Community:
- 20 € für das Creation-Upgrade
- 40 € für das komplette Anniversary-Paket inklusive aller DLCs
- 60 € für Neukäufer – ein hoher Preis für ein zehn Jahre altes Spiel
Viele Fans kritisieren, dass Bethesda „alten Content neu verpackt“ und gleichzeitig kaum echte Verbesserungen liefert.
PS5-Spieler gehen teilweise leer aus
Besonders merkwürdig: Die einzige kostenlose Creation – ein „Bestienjäger“-Paket mit neuer Rüstung, Waffen und einem Spieler-Versteck im Fallout-New-Vegas-Stil – fehlt aktuell auf der PlayStation 5 vollständig. Ob es sich um einen Bug oder eine bewusste Entscheidung handelt, bleibt unklar.
Spieler sind frustriert
Die Reaktionen in der Community fallen entsprechend negativ aus. Viele Fans empfinden das Jubiläums-Update als verpasste Chance und kritisieren Bethesdas Prioritäten. Während das Studio an Starfield und The Elder Scrolls 6 arbeitet, scheint Fallout 4 weiterhin unter den Folgen fehlerhafter Updates zu leiden.


Ich hoffe, Bethesda kann die Probleme bald beheben.
Das Jubiläums-Update war eine gute Idee, aber die Ausführung ist nicht gut.
Ich verstehe die Kritik an den Preisen für die Mods.
Die neuen Mods sind nicht so toll, wie ich es mir erhofft hatte.
Ich habe auch viele Fehler nach dem Update gesehen.
Das Update hat nicht viel verbessert, das ist schade.