2025 war ein besonders produktives Jahr für Obsidian Entertainment. Das Studio veröffentlichte gleich mehrere große Projekte, darunter Avowed, The Outer Worlds 2 sowie Grounded 2 im Early Access. Trotz dieser Fülle an Neuerscheinungen gibt es einen Wunsch, den Fans immer wieder äußern: die Rückkehr zu bekannten Klassikern wie Alpha Protocol oder Fallout: New Vegas.
In einem Gespräch mit The Game Business sprachen Marcus Morgan, Vice President of Operations, und Justin Britch, Vice President of Development, über die Situation – und dämpften dabei die Erwartungen vieler Fans.
„Wir wollen unsere eigenen Welten ausbauen“
Laut Morgan und Britch ist Obsidian sich bewusst, wie groß der Wunsch nach Nachfolgern zu beliebten früheren Titeln ist. Doch intern steht derzeit etwas anderes im Vordergrund: das Weiterentwickeln eigener Marken.
„Bei jeder Spielankündigung gibt es Kommentare wie: Wann kommt das nächste New Vegas? Wann kommt der nächste Teil von X?“, erklärt Morgan.
„Aber in diesem Jahr feiern wir, dass wir drei Spiele veröffentlichen konnten – und alle stammen aus eigenen Marken von Obsidian. Wir konzentrieren uns darauf, unser eigenes Portfolio zu stärken.“
In der Vergangenheit arbeitete Obsidian häufig mit Lizenzen anderer Publisher – darunter Knights of the Old Republic 2, Neverwinter Nights 2, Dungeon Siege 3 oder South Park: The Stick of Truth. Erst in späteren Jahren konnte das Studio mit Pillars of Eternity und Tyranny eigene Welten etablieren, die jedoch stark auf Crowdfunding oder externe Publisher angewiesen waren.
Microsoft als neuer Rahmen – aber mit kreativer Freiheit
Seit der Übernahme durch Microsoft im Jahr 2018 hat sich viel verändert. Das Studio verfügt nun über stabilere finanzielle Grundlagen und ist nicht mehr von externen Partnern oder Kickstarter abhängig. Gleichzeitig betonte Obsidian jedoch mehrfach, dass dies keine erzwungene Expansion mit immer größeren Produktionen bedeute. Stattdessen wolle man weiterhin Projekte in einer Größe entwickeln, die gut zum Team passe.
„Wir sind an einem Punkt, an dem wir Fortsetzungen zu Marken machen können, die wir selbst geschaffen haben“, so Morgan weiter.
„Das ist für uns ein wichtiger Schritt.“
Was bedeutet das für Fallout: New Vegas 2?
Kurz gesagt: Es gibt aktuell keine Pläne dafür.
Auch wenn der Wunsch in der Community sehr groß ist, steht ein Nachfolger weder in Entwicklung noch in aktiver Planung.
Obsidian versteht die Nachfrage nach Fortsetzungen langjähriger Fan-Favoriten – richtet den Blick aber momentan bewusst nach vorn. Der Fokus liegt darauf, eigene Welten und Spielreihen zu stärken, anstatt in alte Lizenzprojekte zurückzukehren.
Damit dürfte klar sein: Wer auf Fallout: New Vegas 2 oder Alpha Protocol 2 hofft, braucht weiterhin Geduld – oder sollte sich vorerst mit den neuen Obsidian-Marken anfreunden.
Was meint ihr?
Sollte Obsidian lieber neue Marken entwickeln oder Kultklassiker zurückbringen?
Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!
Quelle:https://www.thegamebusiness.com/p/of-course-working-at-obsidian-is





Es ist gut, dass sie eigene Marken entwickeln wollen. Mal sehen, was kommt.
Das klingt interessant. Ich bin gespannt auf die neuen Spiele.