Zum fünften Jubiläum von Ghost of Tsushima bedankt sich Sucker Punch Productions bei der Community mit einem kleinen, aber feinen Geschenk: Spieler können sich aktuell exklusive Gratis-Avatare für ihre PlayStation sichern. Die Codes sind nur für kurze Zeit gültig und je nach Region unterschiedlich.
Gratis-Avatare für Ghost of Tsushima – so bekommst du sie
Die Avatare können direkt über den PlayStation Store eingelöst und anschließend als Profil-Icon genutzt werden. Damit lässt sich die Begeisterung für das 2020 erschienene Samurai-Epos auch nach fünf Jahren noch zeigen.
Hier sind die Einlöse-Codes:
- Amerika: JMCP-KMTE-3HG2
- Europa/Australien: 9M9T-ND7G-7H2A
- Japan: JF28-69XM-EA95
- Korea: X3BP-MKG5-AQ6R
- Asien: HBE4-B797-AKME
„Vielen Dank an unsere fantastische Community, die uns auch nach fünf Jahren noch unterstützt. Es ist uns eine Ehre, diese Liebe weiterhin zu spüren“, heißt es in einem Statement des Studios.
Ghost of Yōtei – der Nachfolger steht in den Startlöchern
Das Jubiläumsgeschenk kommt genau zur richtigen Zeit, denn schon am 2. Oktober 2025 erscheint der offizielle Nachfolger Ghost of Yōtei. Anders als im Original geht es diesmal nicht um Jin Sakai, sondern um die neue Hauptfigur Atsu – eine wandernde Söldnerin, die sich auf einen Rachefeldzug gegen die gefürchteten „Yōtei Six“ begibt.
Diese Gruppe wird von Samurai-Lord Saitō angeführt und besteht aus dem Snake, Oni, Kitsune, Spider und Dragon. Zeitlich ist das Abenteuer rund 329 Jahre nach den Ereignissen von Ghost of Tsushima angesiedelt und führt Spieler nach Ezo – dem heutigen Hokkaidō.
Mehr Vielfalt, neue Waffen und Multiplayer-Modus
Laut den Entwicklern wurde die offene Welt im Vergleich zum Vorgänger stärker ausbalanciert, um mehr Abwechslung und weniger Wiederholungen zu bieten. Zudem wird Atsu im Gegensatz zu Jin auch Feuerwaffen einsetzen können.
Für Fans des Mehrspieler-Erlebnisses gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Ein neuer Legends-Modus wurde bestätigt. Dieser erscheint allerdings erst 2026 als kostenloses Update und bietet sowohl 2-Spieler-Story-Missionen als auch 4-Spieler-Survival-Matches mit Gegnern aus der japanischen Mythologie.
Ghost of Tsushima: Warum das Samurai-Abenteuer auch Jahre nach dem Release nichts von seiner Faszination verloren hat
Als Ghost of Tsushima im Sommer 2020 für die PlayStation 4 erschien, waren die Erwartungen groß. Entwickler Sucker Punch Productions, zuvor vor allem für die inFAMOUS-Reihe bekannt, wagte sich erstmals an ein großes Open-World-Abenteuer mit historischem Hintergrund. Das Ergebnis überzeugte nicht nur Kritiker, sondern begeisterte auch Millionen Spieler weltweit.
Auch Jahre später gehört Ghost of Tsushima für viele zu den besten PlayStation-Exklusivtiteln überhaupt. Die beeindruckende Spielwelt, die emotionale Geschichte und das flüssige Kampfsystem sorgen dafür, dass das Abenteuer rund um Samurai Jin Sakai bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat.
Eine Geschichte zwischen Tradition und Veränderung
Im Mittelpunkt steht der Samurai Jin Sakai, dessen Leben sich schlagartig verändert, als die Mongolen unter der Führung von Khotun Khan auf der Insel Tsushima landen.
Nach einer verheerenden Niederlage bleibt Jin kaum eine andere Wahl, als seine bisherigen Überzeugungen zu hinterfragen. Während er als Samurai nach festen Regeln erzogen wurde, erkennt er schnell, dass diese gegen einen Gegner wie die Mongolen nicht immer ausreichen.
Um seine Heimat zu retten, beginnt er neue Wege zu gehen. Heimliche Angriffe, Ablenkungsmanöver und lautlose Attentate werden zu einem wichtigen Bestandteil seines Kampfes. Genau dieser innere Konflikt zwischen Ehre und Notwendigkeit zieht sich durch die gesamte Geschichte und macht Jin zu einer der interessantesten Figuren der PlayStation-Geschichte.
Eine offene Welt, die zum Erkunden einlädt
Schon nach den ersten Spielstunden wird deutlich, wie viel Liebe zum Detail in der Spielwelt steckt.
Statt den Spieler mit Symbolen und Markierungen zu überfluten, setzt Ghost of Tsushima auf eine natürlichere Form der Orientierung. Der Wind zeigt den Weg zum nächsten Ziel, während Füchse zu versteckten Schreinen führen oder goldene Vögel auf interessante Orte aufmerksam machen.
Dadurch entsteht ein ganz anderes Gefühl beim Erkunden der Insel. Spieler entdecken viele Geheimnisse nicht, weil sie einer Karte folgen, sondern weil sie ihrer Neugier vertrauen.
Die Schönheit Tsushimas
Einer der größten Gründe für den Erfolg des Spiels ist ohne Zweifel seine außergewöhnliche Atmosphäre.
Goldene Wälder, blühende Kirschbäume, dichte Bambushaine und weite Blumenfelder sorgen dafür, dass nahezu jede Region ihren eigenen Charakter besitzt. Hinzu kommen dynamische Wettereffekte, stimmungsvolle Sonnenuntergänge und ein beeindruckendes Lichtsystem, das die Landschaft immer wieder in ein neues Bild taucht.
Viele Spieler bleiben selbst heute noch regelmäßig stehen, nur um die Aussicht zu genießen oder den Fotomodus zu nutzen.
Das Kampfsystem überzeugt bis heute
Ghost of Tsushima verzichtet auf übertriebene Effektgewitter und konzentriert sich stattdessen auf präzise Schwertkämpfe.
Jeder Angriff, jede Parade und jeder Ausweichschritt fühlt sich kontrolliert an. Wer unüberlegt kämpft, wird schnell bestraft. Gleichzeitig belohnt das Spiel sauberes Timing und geschickte Kombinationen.
Im Laufe der Geschichte schaltet Jin verschiedene Kampfstile frei, die speziell gegen unterschiedliche Gegnertypen eingesetzt werden können. Dadurch bleiben die Kämpfe auch nach vielen Stunden abwechslungsreich.
Besonders beliebt sind die spektakulären Duelle gegen starke Gegner. Ohne Ablenkungen stehen sich zwei Krieger gegenüber und entscheiden den Kampf ausschließlich mit ihrem Können.
Zwischen Samurai und Ghost
Die größte Stärke des Spiels liegt jedoch nicht allein im Gameplay, sondern in seiner Erzählweise.
Immer wieder muss Jin Entscheidungen treffen, die seinen bisherigen Idealen widersprechen. Um sein Volk zu beschützen, entwickelt er sich vom klassischen Samurai zu dem geheimnisvollen Kämpfer, den die Menschen später nur noch als Ghost kennen.
Diese Entwicklung wirkt glaubwürdig und macht deutlich, dass Heldentum manchmal bedeutet, alte Regeln zu hinterfragen.
Die Director’s Cut-Version erweitert das Abenteuer
Mit der später veröffentlichten Director’s Cut-Version erhielt Ghost of Tsushima zusätzliche Inhalte.
Vor allem die Insel Iki erweitert das Abenteuer um eine neue Region, weitere Geschichten und zusätzliche Herausforderungen. Gleichzeitig nutzt die PlayStation-5-Version die stärkere Hardware für schnellere Ladezeiten, höhere Auflösungen und flüssigere Bildraten.
Dadurch wirkt das Spiel technisch auch heute noch beeindruckend modern.
Ein Spiel, das Japan mit Respekt behandelt
Obwohl Ghost of Tsushima von einem westlichen Studio entwickelt wurde, erhielt das Spiel weltweit viel Anerkennung für seine Darstellung der japanischen Kultur.
Historische Vorbilder, traditionelle Architektur und zahlreiche kulturelle Elemente wurden mit großer Sorgfalt umgesetzt. Natürlich nimmt sich das Spiel an einigen Stellen kreative Freiheiten, dennoch vermittelt es ein glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit.
Auch der optionale Kurosawa-Modus, der das Spiel in Schwarz-Weiß mit passendem Filmkorn darstellt, ist eine Hommage an den legendären Regisseur Akira Kurosawa und wurde von vielen Spielern begeistert aufgenommen.
Warum Ghost of Tsushima bis heute begeistert
Selbst Jahre nach seiner Veröffentlichung wird Ghost of Tsushima immer wieder neuen Spielern empfohlen.
Das liegt nicht nur an der gelungenen Geschichte oder den spannenden Kämpfen, sondern vor allem an der besonderen Atmosphäre. Das Spiel schafft es, den Spieler in seine Welt hineinzuziehen und ihn die Insel Tsushima auf ganz eigene Weise erleben zu lassen.
Gerade diese Mischung aus ruhigen Momenten, emotionalen Begegnungen und actionreichen Kämpfen macht das Abenteuer bis heute zu einem besonderen Erlebnis.
Ghost of Tsushima 2? Warum Sucker Punch mit Ghost of Yōtei einen anderen Weg geht
Seit Jahren wünschen sich viele PlayStation-Fans einen direkten Nachfolger zu Ghost of Tsushima. Unter dem Namen Ghost of Tsushima 2 wird regelmäßig über eine Fortsetzung spekuliert. Tatsächlich hat sich Entwickler Sucker Punch Productions jedoch für einen anderen Weg entschieden.
Statt die Geschichte von Jin Sakai einfach fortzusetzen, arbeitet das Studio an Ghost of Yōtei – einem neuen Kapitel innerhalb derselben Spielreihe. Die Ankündigung sorgte zunächst für Überraschung, mittlerweile wächst die Vorfreude innerhalb der Community jedoch immer weiter.
Kein Ghost of Tsushima 2 im klassischen Sinne
Viele Spieler gingen lange davon aus, dass die Geschichte von Jin Sakai direkt weitergeführt wird.
Nach dem Erfolg von Ghost of Tsushima schien eine klassische Fortsetzung beinahe selbstverständlich. Stattdessen entschied sich Sucker Punch dazu, eine neue Geschichte mit einer neuen Hauptfigur zu erzählen.
Damit verfolgt das Studio einen ähnlichen Ansatz wie viele bekannte Film- oder Spielreihen, bei denen nicht zwangsläufig dieselben Charaktere im Mittelpunkt stehen, sondern das Universum erweitert wird.
Ghost of Yōtei eröffnet ein neues Kapitel
Mit Ghost of Yōtei verlassen die Entwickler die Insel Tsushima und entführen die Spieler in eine andere Region Japans.
Auch zeitlich geht die Geschichte einen neuen Weg. Statt direkt an die Ereignisse des ersten Spiels anzuschließen, erzählt der Nachfolger ein eigenständiges Abenteuer. Dadurch erhält Sucker Punch deutlich mehr kreative Freiheit und muss sich nicht an jedes Detail der Geschichte von Jin Sakai binden.
Für viele Fans bedeutet das gleichzeitig die Chance, eine völlig neue Heldin kennenzulernen und eine andere Epoche des feudalen Japans zu erleben.
Warum Sucker Punch auf neue Figuren setzt
Nach dem Ende von Ghost of Tsushima war die Geschichte von Jin Sakai für viele Spieler bereits sehr rund abgeschlossen.
Natürlich hätte das Studio weitere Abenteuer erzählen können. Gleichzeitig bestand jedoch die Gefahr, dass sich eine direkte Fortsetzung zu stark wiederholt oder den emotionalen Abschluss des ersten Spiels abschwächt.
Mit einer neuen Hauptfigur kann Sucker Punch dagegen frische Ideen umsetzen, neue Konflikte erzählen und gleichzeitig viele bekannte Stärken der Reihe beibehalten.
Die Erwartungen sind riesig
Ghost of Tsushima gehört für viele Spieler bis heute zu den besten PlayStation-Exklusivtiteln überhaupt.
Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Ghost of Yōtei. Fans hoffen auf eine noch größere Spielwelt, ein weiterentwickeltes Kampfsystem, mehr Möglichkeiten zur Erkundung und eine ebenso emotionale Geschichte wie im Vorgänger.
Auch technisch dürfte das neue Spiel die Möglichkeiten der PlayStation 5 deutlich besser ausnutzen als noch Ghost of Tsushima, das ursprünglich für die PlayStation 4 entwickelt wurde.
Wird Jin Sakai trotzdem zurückkehren?
Diese Frage beschäftigt viele Fans seit der offiziellen Enthüllung.
Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass Jin Sakai eine größere Rolle in Ghost of Yōtei spielen wird. Da zwischen den beiden Spielen ein zeitlicher Abstand liegt und eine neue Geschichte erzählt wird, dürfte der Fokus vollständig auf den neuen Figuren liegen.
Ganz ausschließen lässt sich eine kleine Anspielung oder eine Verbindung zur Geschichte des ersten Teils allerdings nicht.
Was Fans vom Nachfolger erwarten
Neben einer größeren offenen Welt wünschen sich viele Spieler vor allem mehr Freiheiten.
Dazu gehören abwechslungsreichere Nebenmissionen, dynamischere Wettereffekte, intelligentere Gegner und eine Spielwelt, die noch lebendiger wirkt. Auch neue Waffen, zusätzliche Kampfstile und tiefere Rollenspiel-Elemente stehen bei vielen Fans ganz oben auf der Wunschliste.
Gleichzeitig hoffen zahlreiche Spieler, dass die ruhige Atmosphäre und die beeindruckenden Landschaften erhalten bleiben – genau diese Mischung machte bereits Ghost of Tsushima zu etwas Besonderem.
Eine der wichtigsten PlayStation-Veröffentlichungen
Schon jetzt gilt Ghost of Yōtei als einer der bedeutendsten kommenden Exklusivtitel für die PlayStation 5.
Nach dem Erfolg des ersten Spiels steht Sucker Punch unter großem Druck. Gleichzeitig genießt das Studio großes Vertrauen innerhalb der Community, da Ghost of Tsushima sowohl technisch als auch spielerisch überzeugen konnte.
Sollte Ghost of Yōtei an diese Qualität anknüpfen, könnte auch der neue Titel zu den Highlights der aktuellen Konsolengeneration gehören.
Auch wenn viele Spieler weiterhin von einem Ghost of Tsushima 2 sprechen, geht Sucker Punch bewusst einen anderen Weg. Mit Ghost of Yōtei entsteht kein klassischer direkter Nachfolger, sondern ein neues Kapitel innerhalb derselben Spielwelt.
Ob diese Entscheidung die richtige war, wird sich erst nach der Veröffentlichung zeigen. Die bisherigen Eindrücke machen jedoch deutlich, dass die Entwickler die Stärken des Originals bewahren und gleichzeitig genügend Raum für neue Ideen schaffen möchten. Genau deshalb zählt Ghost of Yōtei schon jetzt zu den am meisten erwarteten PlayStation-Spielen der kommenden Jahre.
Ein kleines Geschenk mit großer nostalgischer Wirkung
Fünf Jahre nach der Veröffentlichung von Ghost of Tsushima besitzt das Abenteuer rund um Jin Sakai weiterhin einen besonderen Stellenwert innerhalb der PlayStation-Bibliothek. Die kostenlosen Avatare waren deshalb weniger ein großes Jubiläums-Update als vielmehr eine kleine Aufmerksamkeit für Spieler, die das Abenteuer auf Tsushima über Jahre begleitet haben.
Gerade Profil-Avatare besitzen dabei einen gewissen Sammlerwert. Sie verändern zwar nichts am eigentlichen Spiel, bleiben aber dauerhaft mit dem eigenen PlayStation-Profil verbunden und erinnern an ein bestimmtes Spiel oder eine Phase der Konsolengeneration. Durch die zeitlich begrenzten Codes entstand zusätzlich ein kleiner Anreiz, die Inhalte rechtzeitig einzulösen.
Dass die Aktion unmittelbar vor dem Start von Ghost of Yōtei stattfand, machte sie gleichzeitig zu einer passenden Verbindung zwischen dem ersten Spiel und seinem Nachfolger.
Ghost of Tsushima entwickelte sich langfristig weiter
Das ursprüngliche Ghost of Tsushima erschien 2020 und wurde nach seiner Veröffentlichung mehrfach erweitert. Besonders der Legends-Modus zeigte, dass sich das Konzept auch abseits der Einzelspieler-Kampagne weiterentwickeln ließ. Später folgte mit Iki Island eine größere Erweiterung, während die Director’s Cut-Version das Spiel auch für die PlayStation 5 aufbereitete.
Dadurch blieb Ghost of Tsushima wesentlich länger präsent als ein klassisches Einzelspieler-Abenteuer, das nach seiner Veröffentlichung kaum noch verändert wird.
Für die Marke war diese langfristige Unterstützung wichtig. Spieler konnten nicht nur erneut nach Tsushima zurückkehren, sondern erhielten zusätzliche Gründe, sich weiterhin mit der Welt auseinanderzusetzen. Das fünfte Jubiläum markierte deshalb einen passenden Zeitpunkt, noch einmal an die Entwicklung des Spiels zu erinnern, bevor mit Ghost of Yōtei ein neues Kapitel begann.
Ghost of Yōtei setzt bewusst nicht direkt bei Jin Sakai an
Eine der wichtigsten Entscheidungen für den Nachfolger war der deutliche zeitliche Abstand zum ersten Spiel. Ghost of Yōtei erzählt keine unmittelbare Fortsetzung von Jins Geschichte, sondern verlegt die Handlung mehrere Jahrhunderte nach vorne.
Damit erhält das Entwicklerteam wesentlich mehr Freiheit.
Statt zwangsläufig offene Handlungsstränge des Vorgängers weiterzuführen, kann eine neue Hauptfigur mit eigenen Konflikten und Motivationen aufgebaut werden. Gleichzeitig bleibt die grundsätzliche Identität der Reihe erhalten: eine historische japanische Kulisse, offene Landschaften und ein starker Fokus auf den persönlichen Weg des Protagonisten.
Atsu muss deshalb nicht zu einer weiblichen Variante von Jin Sakai werden. Gerade ihre eigene Vergangenheit und ihr Rachefeldzug bieten die Möglichkeit, den bekannten Ansatz weiterzuentwickeln, ohne die Geschichte des ersten Spiels einfach zu wiederholen.
Ezo eröffnet eine deutlich andere Umgebung
Auch der Wechsel von Tsushima nach Ezo ist mehr als eine rein optische Veränderung. Das Gebiet des heutigen Hokkaidō bietet andere Landschaften und historische Voraussetzungen als die Insel des ersten Spiels.
Für eine offene Welt ist dieser Wechsel besonders wichtig. Ein Nachfolger muss vertraut genug wirken, um als Teil derselben Reihe erkannt zu werden, darf gleichzeitig aber nicht den Eindruck vermitteln, lediglich eine größere Variante der bekannten Karte anzubieten.
Neue Landschaftstypen, Vegetation, Wetterbedingungen und Siedlungen können dafür sorgen, dass sich Erkundung wieder frisch anfühlt. Der Mount Yōtei bildet dabei einen markanten geografischen Mittelpunkt, der ähnlich wie andere große Landmarken in Open-World-Spielen zur Orientierung beitragen kann.
Damit erhält Ghost of Yōtei eine eigene visuelle Identität, ohne die atmosphärischen Stärken des Vorgängers aufgeben zu müssen.
Mehr Abwechslung ist für die offene Welt besonders wichtig
Ghost of Tsushima wurde für seine Landschaften und Atmosphäre gelobt, gleichzeitig konnten sich bestimmte Aktivitäten im Verlauf des umfangreichen Abenteuers wiederholen. Genau hier besitzt ein Nachfolger großes Verbesserungspotenzial.
Eine offene Welt wirkt langfristig interessanter, wenn Entdeckungen nicht ständig nach demselben Muster ablaufen. Statt lediglich bekannte Symbole auf einer Karte abzuarbeiten, können unterschiedliche Ereignisse und Begegnungen dafür sorgen, dass Erkundung stärker aus eigener Neugier entsteht.
Entscheidend ist dabei nicht zwangsläufig eine größere Karte. Mehr Fläche führt nicht automatisch zu einem besseren Open-World-Spiel.
Wichtiger ist, wie abwechslungsreich die vorhandenen Gebiete genutzt werden. Wenn Landschaft, Nebenaufgaben, Begegnungen und kleinere Geschichten stärker miteinander verbunden sind, kann eine kompaktere Welt letztlich interessanter wirken als eine riesige Karte mit wiederkehrenden Aufgaben.
Atsus Arsenal erweitert die Möglichkeiten im Kampf
Der Wechsel der Hauptfigur ermöglicht auch spielerisch Veränderungen. Jin Sakais Kampfstil war stark durch Katana, verschiedene Haltungen und die später hinzukommenden Ghost-Werkzeuge geprägt. Atsu kann auf ein breiteres Arsenal zurückgreifen.
Dadurch kann der Nachfolger unterschiedliche Kampfsituationen stärker voneinander abgrenzen. Verschiedene Waffen eröffnen die Möglichkeit, Gegner nicht immer mit derselben Strategie anzugehen.
Trotzdem bleibt die Balance entscheidend. Ghost of Tsushima funktionierte unter anderem deshalb so gut, weil sein Kampfsystem vergleichsweise leicht verständlich war und gleichzeitig genügend Tiefe für präzise Duelle bot.
Mehr Waffen sollten dieses System erweitern und nicht unnötig kompliziert machen. Wenn jede Ausrüstung einen klaren Einsatzzweck besitzt, könnte Ghost of Yōtei deutlich mehr spielerische Vielfalt bieten, ohne die direkte Steuerung des Vorgängers zu verlieren.
Feuerwaffen verändern das bekannte Samurai-Gefühl
Besonders auffällig ist die Möglichkeit, auch frühe Feuerwaffen einzusetzen. Durch die spätere historische Epoche kann Ghost of Yōtei damit Waffen integrieren, die im ursprünglichen Abenteuer keine vergleichbare Rolle spielten.
Das verändert potenziell die Dynamik der Kämpfe.
Eine Feuerwaffe kann Gegner auf Distanz bedrohen und damit Situationen anders eröffnen als ein klassischer Schwertkampf. Gleichzeitig sollte sie nicht automatisch zur übermächtigen Standardlösung werden, wenn der Nahkampf weiterhin eine zentrale Rolle spielen soll.
Gerade dieses Zusammenspiel könnte interessant werden. Der Nachfolger muss nicht auf seine Samurai-Wurzeln verzichten, kann aber zeigen, wie sich die Kriegsführung über die Jahrhunderte verändert hat.
Damit erhält die neue historische Epoche nicht nur optische Bedeutung, sondern kann sich unmittelbar auf das Gameplay auswirken.
Die Yōtei Six geben der Geschichte eine klare Struktur
Der Rachefeldzug gegen die Yōtei Six liefert der Handlung ein leicht verständliches Grundgerüst. Atsu besitzt mehrere konkrete Ziele, die mit ihrer Vergangenheit verbunden sind.
Ein solcher Aufbau eignet sich besonders gut für ein Open-World-Spiel. Unterschiedliche Mitglieder der Gruppe können mit eigenen Regionen, Verbündeten und Konflikten verbunden werden. Dadurch lässt sich die persönliche Geschichte der Hauptfigur mit der Erkundung der Welt kombinieren.
Entscheidend wird sein, wie unterschiedlich diese Gegner tatsächlich gestaltet sind.
Wenn jedes Ziel lediglich nach demselben Muster aufgespürt und besiegt wird, könnte die Struktur schnell vorhersehbar werden. Besitzen die Figuren dagegen eigene Hintergründe und Beziehungen zu Atsu, kann aus der Jagd wesentlich mehr als eine Reihe von Bosskämpfen entstehen.
Gerade hier bietet der neue Cast die Möglichkeit, eine eigenständige Geschichte aufzubauen.
Legends bleibt ein wichtiger Teil der Marke
Die Bestätigung eines neuen Legends-Modus zeigt außerdem, dass der Mehrspielerbereich nicht als einmaliges Experiment betrachtet wird. Beim ersten Ghost of Tsushima überraschte Legends viele Spieler, weil der Modus das bekannte Kampfsystem erfolgreich in kooperative Missionen übertrug.
Für Ghost of Yōtei soll dieser Ansatz fortgesetzt werden.
Mit Story-Missionen für zwei Spieler und Survival-Kämpfen für vier Teilnehmer bleibt die grundlegende Struktur vertraut. Gleichzeitig bietet die japanische Mythologie genügend Spielraum für Gegner und Schauplätze, die sich deutlich von der realistischeren Einzelspielerwelt unterscheiden können.
Wichtig ist außerdem, dass Legends als kostenloses Update vorgesehen wurde. Besitzer des Hauptspiels erhalten damit nach der Veröffentlichung einen zusätzlichen größeren Inhalt, ohne dafür zwangsläufig eine separate Erweiterung erwerben zu müssen.
Ein späterer Multiplayer-Start kann dem Hauptspiel helfen
Dass Legends nicht direkt gemeinsam mit Ghost of Yōtei erscheint, muss kein Nachteil sein. Ein zeitlicher Abstand kann dafür sorgen, dass sich die Veröffentlichung zunächst vollständig auf Atsus Einzelspieler-Abenteuer konzentriert.
Spieler müssen ihre Aufmerksamkeit nicht unmittelbar zwischen Kampagne und Multiplayer aufteilen. Gleichzeitig erhält das Spiel später einen neuen Impuls, wenn der Koop-Modus veröffentlicht wird.
Auch für die Entwickler kann diese Trennung sinnvoll sein. Ein umfangreiches Einzelspieler-Abenteuer und ein funktionierender Online-Modus stellen unterschiedliche technische und spielerische Anforderungen.
Wenn beide Bereiche getrennt fertiggestellt werden, lässt sich möglicherweise vermeiden, dass ein Teil des Spiels nur deshalb zum Veröffentlichungstermin erscheinen muss, weil das Gesamtpaket bereits fest eingeplant wurde.
Ein möglicher Story-DLC blieb zunächst offen
Beim Vorgänger wurde die Geschichte nachträglich mit Iki Island erweitert. Entsprechend naheliegend war bereits vor der Veröffentlichung von Ghost of Yōtei die Frage, ob Atsus Abenteuer später ebenfalls einen größeren Einzelspieler-DLC erhalten könnte.
Eine Bestätigung dafür gab es zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht.
Ob eine Erweiterung sinnvoll ist, hängt ohnehin stark vom Hauptspiel ab. Zunächst muss die Geschichte funktionieren und eine Welt entstehen, in die Spieler auch nach dem Ende gerne zurückkehren.
Erst danach stellt sich die Frage, ob zusätzliche Regionen oder Geschichten benötigt werden. Eine Erweiterung nur deshalb zu erwarten, weil der Vorgänger eine erhalten hat, wäre zu früh.
Mit dem bereits angekündigten Legends-Modus war zumindest klar, dass die Unterstützung nicht unmittelbar mit der Veröffentlichung des Hauptspiels enden sollte.
Der Generationswechsel schafft zusätzliche Möglichkeiten
Ghost of Tsushima wurde ursprünglich für die PlayStation 4 entwickelt und später für die PS5 verbessert. Ghost of Yōtei konnte dagegen von Beginn an stärker auf die Möglichkeiten der neueren Hardware ausgerichtet werden.
Das betrifft nicht nur Auflösung und Bildrate.
Eine schnellere SSD kann beim Streaming großer Landschaften helfen, während zusätzliche CPU- und GPU-Leistung für dichtere Umgebungen, bessere Beleuchtung oder komplexere Animationen genutzt werden kann. Auch schnellere Übergänge zwischen verschiedenen Bereichen der Welt sind dadurch möglich.
Technischer Fortschritt sollte sich allerdings nicht nur in einzelnen Grafikdetails zeigen. Für einen Open-World-Nachfolger wäre besonders interessant, wenn die Welt stärker auf den Spieler reagiert und unterschiedliche Systeme glaubwürdiger zusammenspielen.
Genau dort könnte der größere technische Spielraum langfristig wichtiger sein als reine Auflösung.
Das Jubiläum markierte gleichzeitig einen Übergang
Die kostenlosen Ghost-of-Tsushima-Avatare waren letztlich nur eine kleine Aktion. Im Kontext der Reihe hatten sie dennoch eine passende Bedeutung.
Fünf Jahre nach Jins ursprünglichem Abenteuer konnten Spieler noch einmal an den ersten Teil erinnern, während gleichzeitig der Start einer neuen Geschichte unmittelbar bevorstand. Ghost of Yōtei sollte dabei nicht einfach Ghost of Tsushima 2 mit einer neuen Karte werden, sondern eine neue Hauptfigur, eine andere Epoche und veränderte spielerische Möglichkeiten einführen.
Damit stand die Reihe an einem interessanten Punkt. Der erste Teil hatte eine starke Grundlage geschaffen, gleichzeitig musste der Nachfolger genügend eigene Ideen entwickeln, um nicht ausschließlich von der Popularität seines Vorgängers zu leben.
Die Avatar-Aktion war deshalb ein kleines Dankeschön an die bestehende Community und gleichzeitig ein passender Abschluss der Wartezeit. Für Fans begann wenige Tage später die wesentlich spannendere Frage: ob Atsu und die neue Region Ezo eine ähnlich starke Identität entwickeln können wie Jin Sakai und die Insel Tsushima.








Ich freue mich sehr über die Gratis-Avatare! Ghost of Tsushima ist mein Lieblingsspiel. Danke, Sucker Punch!
Der Nachfolger sieht spannend aus. Ich freue mich darauf.
Ich finde die Idee mit den Avataren gut. Mal sehen, ob ich sie bekomme.
Schön, dass es Geschenke gibt. Ich mag Ghost of Tsushima.
Das klingt interessant. Ich werde die Avatare mal ausprobieren.