Die PlayStation bleibt bestehen – doch Sonys strategische Ausrichtung verändert sich spürbar. Eine aktuelle Aussage von Sony-Vizepräsident Sadahiko Hayakawa hat eine Welle von Diskussionen ausgelöst. Zwar gibt es keine Hinweise darauf, dass Sony seine Konsolen aufgibt, doch der Fokus des Unternehmens verschiebt sich zunehmend.
Inhalte und Dienste im Mittelpunkt
Hayakawa betonte, dass Sony sich schrittweise von einem hardwareorientierten Geschäftsmodell entfernt. Stattdessen sollen Community-Dienste sowie die Produktion von Inhalten wie Spielen, Musik und Filmen stärker in den Vordergrund rücken. Bereits heute stammen rund 60 Prozent des Unternehmensumsatzes aus diesen Bereichen – ein Trend, der sich seit Jahren abzeichnet. Die Ausgliederung der VAIO-Sparte im Jahr 2014 war ein früher Schritt in diese Richtung.
Exklusivität verliert an Bedeutung
Auch bei der Plattformstrategie zeigt sich ein Wandel. Die bevorstehende Veröffentlichung von Helldivers 2 für Xbox Series X/S sowie die Suche nach einem Verantwortlichen für die Multiplattform-Strategie deuten darauf hin, dass Sony seine bisherige Exklusivpolitik lockert. Analysten wie Jez Corden von WindowsCentral halten es für möglich, dass Sony langfristig ganz auf Exklusivität verzichten könnte.
Herausforderungen im Games-as-a-Service-Bereich
Gleichzeitig kämpft Sony mit Schwierigkeiten im Bereich Games-as-a-Service. Die Einstellung von The Last of Us: Factions, das Aus für Concord und die Verschiebung von Marathon zeigen, dass die Umsetzung nicht wie geplant verläuft. Finanzvorstand Lin Tao räumte ein, dass die Expansion in diesem Segment komplexer sei als erwartet. Marathon soll nun spätestens bis zum 31. März 2026 erscheinen. Das verantwortliche Studio Bungie wird dabei einen Teil seiner Unabhängigkeit verlieren und vollständig in die PlayStation Studios integriert.
Quelle: X




